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Auf geht's

Seite 2: Gaming PC zusammen bauen - Die besten Spiele-Rechner ab 500 Euro, November 2017

500-Euro-PC

Unser Einsteiger-PC für rund 500 Euro bietet genügend Leistung, um aktuelle Spiele in Full HD-Auflösung mit mittleren bis hohen Details flüssig darzustellen und schont dabei noch den Geldbeutel. Die Kombination aus flotter GTX 1050 Ti und einem Pentium-Prozessor mit Hyperthreading bietet viel Performance pro Euro, auch wenn in anspruchsvolleren Games einige Grafikoptionen nicht auf der höchsten Stufe stehen.

• Prozessor Sockel 1151 – Intel Pentium G4600

Seitdem Intel den Pentium-Prozessoren per Hyperhtreading eine virtuelle Kernverdoppelung spendiert, führt für Spieler mit einem kleinen Budget kaum ein Weg an ihnen vorbei. Je nach aktueller Preissituation ist dabei entweder der Pentium Gold G4560 oder der Pentium Gold G4600 die beste Wahl. Der G4600 taktet um 100 MHz höher, er kostet aber teilweise dennoch fast genau so viel wie der G4560. Einen Turbo-Boost gibt es nicht, dennoch bietet der Pentium zum kleinen Preis von 70 bis 75 Euro eine gute Spiele-Performance. Für den günstigsten PC ist er deshalb momentan unsere Empfehlung.

Eine mögliche Alternative stellen AMDs Ryzen-3-Prozessoren dar. Sie sind in Spielen ähnlich schnell wie der Pentium und bieten vier echte Kerne (ohne virtuelle Kernverdoppelung), was vor allem in Anwendungen Vorteile gegenüber dem Pentium mit sich bringt. Der Preis liegt mit etwa 100 Euro (Ryzen 3 1200) beziehungsweise 120 Euro (Ryzen 3 1300X) allerdings höher.

Für einen Einsteiger-PC sind zu guter Letzt auch die neuen i3-Prozessoren der Coffee-Lake-Generation (Core i3 8000) potenziell interessant, da sie wie die Ryzen-3-CPUs über vier echte Kerne verfügen. Das momentan günstigste verfügbare Modell ist aber einerseits mit 115 Euro ebenfalls teuer, andererseits gibt es für Coffee Lake bislang nur relativ teure Mainboards mit dem Z370-Chipsatz (ab ca. 110 Euro), die nicht wirklich gut zu einem Core i3 passen. Alternativen mit günstigeren Chipsätzen werden erst für 2018 erwartet, bis dahin ist Coffee Lake damit letztlich zu teuer für den 500-Euro-PC.

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• Prozessorkühler – beim Prozessor mitgelieferter Boxed-Kühler

Um etwas mehr Geld für die in Spielen sehr wichtige Grafikkarte übrig zu lassen, verzichten wir bei dem 500 Euro-PC auf einen zusätzlichen Prozessorkühler und setzen stattdessen auf das bei der CPU mitgelieferte Boxed-Modell von Intel.

In weniger gut belüfteten Gehäusen und dauerhafter Spielelast, kann der Intel Boxed Kühler aber schon deutlich hörbar aufdrehen. Eine günstige und merklich leisere Alternative ist der Arctic Freezer 7 Pro Rev. 2 für etwa 18 Euro.

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• Mainboard Sockel 1151 – MSI B250M Pro-VDH

Das günstige MSI-Board mit dem B250-Chipsatz überzeugt mit guter Ausstattung, inklusive sechs SATA3- und drei USB-3.0-Schnittstellen sowie einen USB-Typ-C-Anschluss. Das Mainboard unterstützt bis zu 64 GB DDR4-Arbeitsspeicher mit 2400 MHz und besitzt einen M.2-Port, der dank vier PCIe-3.0-Leitungen entsprechende SSDs besonders schnell anbindet. Falls euch die Leistung des vorgeschlagenen Pentium-Prozessors in der Zukunft nicht mehr ausreicht, könnt ihr auch andere Intel Prozessoren der Core i3 bis i7 Reihe nachrüsten.

Wer sich für eine Ryzen-3-CPU entscheidet, der kann als Mainboard das ähnlich ausgestattete MSI B350 PC Mate für etwa 80 verwenden.

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• Arbeitsspeicher DDR4-2400 – G.Skill NT Series / 8,0 GByte Kit

In vielen Spielen reichen 4,0 GByte RAM zwar immer noch aus, um störende Nachladeruckler zu verhindern. Einige Titel machen mit nur 4,0 GByte RAM aber schon keinen Spaß mehr. Daher setzen wir im 500-Euro-PC auf 8,0 GByte, auch wenn Arbeitsspeicher in letzter Zeit eher teurer wird, da die weltweiten Produktionskapazitäten ausgelastet sind und die Nachfrage hoch ist.

Der G.Skill-Speicher ist dabei mit 2.400 MHz getaktet und bietet ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, für späteres Aufrüsten bleiben zwei RAM-Slots frei.

Solltet ihr euch für die Ryzen-CPU und das passende Motherboard entschieden haben, empfehlen wir Corsairs etwas teureres Vengeance LPX-Kit (CMK8GX4M2B3200C16) mit einer höheren Taktrate von 3.200 MHz, das sich auf der offiziellen Liste des unterstützten RAMs der Hauptplatine wiederfindet.

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• Grafikkarte – Zotac Geforce GTX 1050 Ti Mini

Die im Einsteigerbereich interessantesten Kandidaten von Nvidia und AMD sind aus unserer Sicht die Geforce GTX 1050 Ti sowie die Radeon RX 570 mit jeweils 4,0 GByte VRAM. Da die Radeon RX 570 momentan in Deutschland aber erst ab über 240 Euro zu haben ist (Grund ist die starke Nachfrage für die Berechnung von Kryptowährungen), empfehlen wir den Griff zur etwas langsameren, aber energieeffizienteren GTX 1050 Ti für etwa 100 Euro weniger.

Ebenfalls eine mögliche Option: Ihr greift zur Radeon RX 560 mit 4,0 GByte. Sie ist zwar nicht so flott wie die GTX 1050 Ti, aber im Gegensatz zur GTX 570 zu günstigen Preisen von etwa 110 Euro lieferbar, und für Full HD reicht ihre Leistung oft auch bei hohen Details. Sollte die RX 570 aber wieder deutlich im Preis fallen, wäre sie unsere erste Wahl für den 500 Euro PC.

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• Festplatte – Western Digital Blue / 1,0 TByte

Die Blue-Modelle von Western Digital mit 7.200 Umdrehungen pro Minute sind für eine herkömmliche Magnetfestplatte im 3,5-Zoll-Format ziemlich schnell und bieten ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.
Der Speicherplatz von nominell 1.000 GByte reicht für Windows sowie eine Menge Spiele. Wenn ihr noch etwas Luft im Budget haben, ist eine zusätzliche SSD (siehe unten) aber in jedem Fall anzuraten, da sie den PC doch bei fast allen Aufgaben spürbar beschleunigt. Auch das Starten der Lieblingsspiele geht mit einer SSD in der Regel spürbar schneller.

Eine andere Möglichkeit: Ihr greift zu einer HDD, die über einen Cache mit schnellen Flash-Speicher verfügt. Bei der FireCuda Compute im 2,5-Zoll-Format ist der Cache immerhin 8,0 GByte groß. Das kann zumindest den Bootvorgang und den Start häufig genutzter Anwendungen spürbar gegenüber einer HDD beschleunigen. Mit 500 GByte ist die FireCuda etwa 10 Euro teurer als die Western Digital Blue, mit 1.000 GByte etwa 20 Euro.

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• SSD – überschreitet das Budget

Auch wenn die schnellen SSD-Festplatten in den letzten Jahren preiswerter geworden sind: Noch ist im 500-Euro-PC kein Budget für eine SSD, auch weil die Kosten jüngst eher wieder leicht gestiegen sind. Wenn ihr aber mit einem leichten Aufpreis leben könnt, dann ist die SanDisk SSD Plus eine gute Wahl. Ihr solltet mindestens das Modell mit 120 GByte für etwa 55 Euro wählen, um den Windows-Alltag spürbar zu beschleunigen, für viele Spiele ist dann allerdings kein Platz mehr. Lässt das Budget es zu, greift ihr zur Variante mit 240 GByte, die etwa 80 Euro kostet.

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Gehäuse – Cooltek TG-01 Basic

Cooltek bietet mit dem TG-01 Basic ein relativ günstiges Gehäuse an (ca. 40 Euro), das dennoch über gute Ausstattungsmerkmale wie drei USB-Ports in der Front (2 x USB 3.0), viele Möglichkeiten zum Kabel- Management und Glasfenster (seitlich sowie in der Front) verfügt. In der Basic-Variante gehört ein 120-Millimeter-Lüfter an der Rückseite zum Lieferumfang, in der Front können drei weitere Modelle dieser Art eingebaut werden.

Achtet beim Zusammenbau darauf, das 8-Pin-Kabel für die zusätzliche Stromversorgung der CPU vor dem Einbau des Mainboards durch die entsprechende Öffnung des Mainboard-Trays (oben rechts an der Rückseite) zu führen, da nach dem Einbau nur noch der Umweg über die größeren Löcher im linken Tray-Bereich frei ist.

Für einen Aufpreis von etwa 10 Euro gibt es das Gehäuse auch mit drei vorinstallierten Frontlüfter mit LED-Beleuchtung (wahlweise in grün, rot, blau oder als RGB-Variante).

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• Netzteil – be quiet! Pure Power 10 / 400 Watt

Das ATX-Netzteil Pure Power 10 von be quiet! glänzt mit hoher Effizienz, die der Stromversorgung eine 80 Plus Silber-Zertifizierung einbringt. Luxus-Features wie absteckbare Kabel, sodass nur die nötigen Strippen im Gehäuse liegen, hat es zwar nicht, die kosten aber immer etwas Aufpreis. Das Pure Power 10 CM (Cable Management) hat die Option für 10 Euro mehr.

Mit 400 Watt liefert das Pure Power 10 genug Leistung für den 500 Euro-PC, auch stärkere aktuelle Grafikkarten kommen heute damit aus. Die Garantie liegt bei drei Jahren.

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