Nvidia Geforce RTX 5090 im Test gegen RTX 4090 und RX 7900 XTX

Redakteur Alex nimmt Rasterleistung, DLSS 4 samt Multi Frame Generation sowie die Leistungsaufnahme der Nvidia Geforce RTX 5090 unter die Lupe.

Die RTX 5090 entpuppt sich im Test wie zu erwarten war als die mit Abstand stärkste 4K-Grafikkarte. (Bildquelle: Adobe StockRoyalTravelerNvidia) Die RTX 5090 entpuppt sich im Test wie zu erwarten war als die mit Abstand stärkste 4K-Grafikkarte. (Bildquelle: Adobe Stock/RoyalTraveler/Nvidia)

Seit Jensen Huang die RTX 5090 während der Präsentation auf der CES 2025 in die Kamera gehalten und die ersten Benchmarks mit dem neuen DLSS 4 samt Multi Frame Generation gezeigt hat, nimmt die Debatte um die sogenannten Fake Frames immer mehr Fahrt auf.

Das ist auch vor dem Hintergrund von Huangs durchaus diskussionswürdigem Performance-Vergleich zwischen der im Februar kommenden RTX 5070 und dem aktuellen Flaggschiff RTX 4090 zu sehen.

Ganz unabhängig von diesem Vergleich habe ich die künstlich erzeugten Zwischenbilder zunächst ebenfalls kritisch beäugt. Und nun konnte ich diesen und alle anderen wichtigen Aspekte der neuen RTX 5090 endlich selbst testen, wie ihr in diesem ausführlichen Bericht samt Benchmarks erfahrt.

Video starten 4:52 RTX 5090 Unboxing - Erster Eindruck von Nvidias neuer Flaggschiffgrafikkarte

Und ich kann nun sagen: von wegen Fake Frames!

Doch eins nach dem anderen. Ich will ja nicht schon jetzt mein Schlussplädoyer halten.

Neben der Multi Frame Generation stehen außerdem die traditionelle Rasterleistung, Raytracing und der Preis des neuen Flaggschiffs zur Debatte.

Was hat es mit den Fake Frames auf sich? Multi Frame Generation erzeugt zwischen zwei klassisch berechneten Bildern per künstlicher Intelligenz und Bewegungsinformationen aus dem betreffenden Spiel bis zu drei Zwischenbilder. Ziel dieser Fake Frames ist es, eine flüssigere Darstellung zu ermöglichen.

Kritiker empfinden diese interpolierten Frames jedoch als geschummelt oder minderwertig, da sie nicht durch native Rechenleistung erzeugt, sondern von einer KI vorhergesagt werden und potentiell Nachteile wie Geisterbilder, Darstellungsartefakte oder höhere Eingabeverzögerung mit sich bringen können.

Leistungs-Tipp
Nvidia Geforce RTX 5090
Nvidia Geforce RTX 5090
Die RTX 5090 ist als neues Nvidia-Flaggschiff und mangels Konkurrenz naturgemäß die neue schnellste Gaming-Grafikkarte der Welt. Das unterstreicht sie mit einem Leistungsplus von 42 Prozent bei der traditionellen Rasterisierung. Kommt DLSS 4 samt Multi Frame Generation ins Spiel, lässt die RTX 5090 ihre Muskeln spielen. 4K, Raytracing oder sogar Path Tracing sind mit weit über 200 FPS möglich.
  • höchste Rasterleistung und beste 4K-Grafikkarte
  • etwas effizienter als der Vorgänger
  • mehr als ausreichend Grafikspeicher (32,0 GByte GDDR7)
  • selbst unter Volllast relativ leise
  • mit DLSS 4 und Multi Frame Generation voll Path Tracing-tauglich
  • sehr hoher Anschaffungspreis
  • sehr hohe Leistungsaufnahme

Technische Daten im Vergleich

RTX 5090RTX 4090
GrafichipGB202-300AD102-300
Kerne21.76016.384
Takt (Basis/Boos)2.017/2.407 MHz2.235/2.520 MHz
Speicher32 GByte GDDR7 (512 Bit)24 GByte GDDR6X (384 Bit)
Speichertransferrate28 Gbps21 Gbps
Speicherbandbreite1.792 GB/s1.008 GB/s
Leistungsaufnahme575 Watt450 Watt
UVP (FE zum Marktstart)2.329 Euro1.949 Euro
So teste ich
Das Testsystem
  • Mainboard: MSI MPG X870E Carbon Wifi
  • Prozessor: AMD Ryzen 7 9800X3D
  • Kühlung: Corsair iCUE H150i RGB Pro XT
  • Arbeitsspeicher: 2x 16 GByte DDR5-6000 Kingston Fury RGB
  • Speicher: 1 TByte Solidigm P44 Pro PCIe 4.0 NVMe-SSD, 4 TByte Kingston Fury Renegade PCIe 4.0 NVMe-SSD
  • Netzteil: MSI MEG Ai3000P 1.300 Watt
Treiber

Es kommen die jeweils aktuellsten Treiber von Nvidia und AMD zum Einsatz. Im Falle von Nvidia ist das der spezielle Review-Treiber 571.86.

Geforce RTX 5090: Synthetische Benchmarks

Bevor ich euch zeige, wie die RTX 5090 in Spielen abschneidet, werfen wir einen Blick auf die synthetischen Benchmarks 3DMark Steel Nomad und Speed Way, die jeweils die 4K- und die Raytracing-Leistung abzubilden versuchen:

3DMark Steel Nomad

RTX 5090 Nvidia
142,94
RTX 4090 Nvidia
92,27
RTX 4080 Super Nvidia
66,28
RTX 4080 Nvidia
65,91
RX 7900 XTX AMD
64,88
RTX 4070 Ti Super MSI Ventus 3X Nvidia
55,21
RX 7900 XT AMD
53,76
RTX 3090 Nvidia
51,92
RTX 3080 Ti Nvidia
51,53
RTX 4070 Ti Gigabyte Gaming OC Nvidia
50,93
RTX 3080 Asus Rog Strix Gaming Nvidia
46,76
RTX 4070 Super Nvidia
46,27
RX 7800 XT AMD
40,30
RX 6900 XT AMD
39,25
RTX 4070 Nvidia
37,82
RTX 3070 Ti Nvidia
34,66
RTX 3070 Nvidia
31,77
B580 Intel
30,43
RTX 4060 Ti 8GB Nvidia
28,89
A750 Intel
26,15
RTX 4060 MSI Ventus 2X OC Nvidia
23,50
RX 7600 XT XFX Speedster Quick309 AMD
23,26
RX 7600 AMD
22,84
  • 0,00
  • 30,00
  • 60,00
  • 90,00
  • 120,00
  • 150,00

3DMark Speed Way

RTX 5090 Nvidia
145,73
RTX 4090 Nvidia
100,77
RTX 4080 Super Nvidia
75,21
RTX 4080 Nvidia
72,47
RTX 4070 Ti Super MSI Ventus 3X Nvidia
62,43
RX 7900 XTX AMD
60,29
RTX 4070 Ti Gigabyte Gaming OC Nvidia
55,81
RTX 3090 Nvidia
54,90
RTX 3080 Ti Nvidia
54,54
RX 7900 XT AMD
52,29
RTX 4070 Super Nvidia
52,04
RTX 3080 Asus Rog Strix Gaming Nvidia
48,93
RTX 4070 Nvidia
44,85
RTX 3070 Ti Nvidia
37,90
RX 6900 XT AMD
37,80
RX 7800 XT AMD
37,79
RTX 3070 Nvidia
35,21
RTX 4060 Ti 8GB Nvidia
32,51
RTX 4060 MSI Ventus 2X OC Nvidia
26,55
B580 Intel
24,80
A750 Intel
23,15
RX 7600 XT XFX Speedster Quick309 AMD
20,67
RX 7600 AMD
20,34
  • 0,00
  • 30,00
  • 60,00
  • 90,00
  • 120,00
  • 150,00

In 3DMark Steel Nomad schneidet die RTX 5090 satte 55 Prozent besser ab als der direkte Vorgänger. Der Sprung ist zwar bei Weitem nicht so groß wie der von der RTX 3090 auf die RTX 4090, aber dennoch größer, als viele erwartet hatten.

Ich kann mich da nicht ausnehmen und hatte den Leistungszuwachs während eines Livestreams auf 40 Prozent, in einem späteren Artikel auf 20 bis 30 Prozent geschätzt.

Meine Überraschung war dementsprechend groß. Doch bringt die RTX 5090 die Performance auch in Spielen auf die Straße?

Geforce RTX 5090: Performance-Rating

Die Antwort auf die Frage lautet: Jein. Ja, es gibt Spiele, die nativ, also ohne Raytracing, DLSS und (Multi) Frame Generation, so viel schneller laufen, wie es 3DMark Steel Nomad andeutet.

Aber es gibt auch Spiele, in denen das Leistungsplus deutlich geringer ausfällt – dazu gleich mehr. Im Schnitt aus neun Spielen in 4K-Auflösung (inklusive Ausreißer nach oben) ergibt sich ein Plus von 42 Prozent:

Performance-Rating (inklusive Ausreisser nach oben)
Durchschnitt aus Alan Wake 2, Cyberpunk 2077, Hogwarts Legacy, The Witcher 3: Wild Hunt, Dragon's Dogma 2, Ark: Survival Ascended, Senua's Saga: Hellblade 2, Icarus und Dying Light 2

  • 3.840 x 2.160 (Ø FPS)
  • 1% Low (Ø FPS)
RTX 5090 32,0 GByte
104,3
73,6
RTX 4090 24,0 GByte
73,7
52,3
RX 7900 XTX 24,0 GByte
56,8
44,0
  • 0,0
  • 22,0
  • 44,0
  • 66,0
  • 88,0
  • 110,0

Performance-Rating (ohne Ausreisser nach oben)
Durchschnitt aus Alan Wake 2, Hogwarts Legacy, Dragon's Dogma 2, Senua's Saga: Hellblade 2, Icarus und Dying Light 2

  • 3.840 x 2.160 (Ø FPS)
  • 1% Low (Ø FPS)
RTX 5090 32,0 GByte
99,4
71,3
RTX 4090 24,0 GByte
74,2
51,3
RX 7900 XTX 24,0 GByte
53,8
43,5
  • 0,0
  • 20,0
  • 40,0
  • 60,0
  • 80,0
  • 100,0

Während die meisten Titel zwischen 30 und 40 Prozent flotter laufen als auf der RTX 4090, tanzen drei Titel aus der Reihe.

Genauer gesagt sind es Ark: Survival Ascended (plus 79 Prozent), Cyberpunk 2077 (plus 50 Prozent) und The Witcher 3: Wild Hunt (plus 49 Prozent). Wenn ich die Ausreißer rausrechne, bleibt immerhin noch ein Plus von im Schnitt rund 34 Prozent. Hier die Ergebnisse aus den einzelnen Spielen:

AW2
Alan Wake 2 (Höchste Voreinstellung)

  • 3.840 x 2.160 (Ø FPS)
  • 1% Low (Ø FPS)
RTX 5090 32,0 GByte
73,5
60,4
RTX 4090 24,0 GByte
56,4
49,8
RX 7900 XTX 24,0 GByte
40,7
37,9
  • 0,0
  • 16,0
  • 32,0
  • 48,0
  • 64,0
  • 80,0

CP 2077
Cyberpunk 2077 (Höchste Voreinstellung)

  • 3.840 x 2.160 (Ø FPS)
  • 1% Low (Ø FPS)
RTX 5090 32,0 GByte
105,1
81,2
RTX 4090 24,0 GByte
70,1
57,7
RX 7900 XTX 24,0 GByte
62,7
56,9
  • 0,0
  • 22,0
  • 44,0
  • 66,0
  • 88,0
  • 110,0

HL
Hogwarts Legacy (Höchste Voreinstellung)

  • 3.840 x 2.160 (Ø FPS)
  • 1% Low (Ø FPS)
RTX 5090 32,0 GByte
123,9
62,6
RTX 4090 24,0 GByte
93,6
42,9
RX 7900 XTX 24,0 GByte
76,0
60,9
  • 0,0
  • 26,0
  • 52,0
  • 78,0
  • 104,0
  • 130,0

W3
The Witcher 3: Wild Hunt (Höchste Voreinstellung)

  • 3.840 x 2.160 (Ø FPS)
  • 1% Low (Ø FPS)
RTX 5090 32,0 GByte
144,1
112,0
RTX 4090 24,0 GByte
96,7
81,3
RX 7900 XTX 24,0 GByte
64,7
61,7
  • 0,0
  • 30,0
  • 60,0
  • 90,0
  • 120,0
  • 150,0

DD2
Dragon's Dogma 2 (Höchste Voreinstellung)

  • 3.840 x 2.160 (Ø FPS)
  • 1% Low (Ø FPS)
RTX 5090 32,0 GByte
85,6
51,5
RTX 4090 24,0 GByte
61,7
44,0
RX 7900 XTX 24,0 GByte
42,8
29,6
  • 0,0
  • 18,0
  • 36,0
  • 54,0
  • 72,0
  • 90,0

Ark
Ark: Survival Ascended (Höchste Voreinstellung)

  • 3.840 x 2.160 (Ø FPS)
  • 1% Low (Ø FPS)
RTX 5090 32,0 GByte
92,7
41,0
RX 7900 XTX 24,0 GByte
60,1
16,6
RTX 4090 24,0 GByte
51,9
24,1
  • 0,0
  • 20,0
  • 40,0
  • 60,0
  • 80,0
  • 100,0

H2
Senua's Saga: Hellblade 2 (Höchste Voreinstellung)

  • 3.840 x 2.160 (Ø FPS)
  • 1% Low (Ø FPS)
RTX 5090 32,0 GByte
71,3
64,2
RTX 4090 24,0 GByte
59,5
56,0
RX 7900 XTX 24,0 GByte
43,2
40,0
  • 0,0
  • 16,0
  • 32,0
  • 48,0
  • 64,0
  • 80,0

Icarus
Icarus (Höchste Voreinstellung)

  • 3.840 x 2.160 (Ø FPS)
  • 1% Low (Ø FPS)
RTX 5090 32,0 GByte
113,1
82,7
RTX 4090 24,0 GByte
82,4
35,9
RX 7900 XTX 24,0 GByte
55,9
33,8
  • 0,0
  • 24,0
  • 48,0
  • 72,0
  • 96,0
  • 120,0

DL2
Dying Light 2: Stay Human (Höchste Voreinstellung)

  • 3.840 x 2.160 (Ø FPS)
  • 1% Low (Ø FPS)
RTX 5090 32,0 GByte
129,2
106,4
RTX 4090 24,0 GByte
91,5
79,1
RX 7900 XTX 24,0 GByte
64,9
58,9
  • 0,0
  • 26,0
  • 52,0
  • 78,0
  • 104,0
  • 130,0

Raytracing, Upscaling und Zwischenbildgenerierung

Die Raytracing-Performance fällt ähnlich aus. Im Schnitt liefert die RTX 5090 rund 30 Prozent mehr Bilder pro Sekunde als der direkte Vorgänger:

Full Raytracing/Path Tracing in 4K
Durchschnitt aus Alan Wake 2, Cyberpunk 2077 und Hogwarts Legacy

  • 3.840 x 2.160 (Ø FPS)
  • 1% Low (Ø FPS)
RTX 5090
44,8
29,2
RTX 4090
34,5
21,6
RX 7900 XTX
17,9
12,6
  • 0,0
  • 10,0
  • 20,0
  • 30,0
  • 40,0
  • 50,0

Ein Grund hierfür dürfte sein, dass aktuelle Spiele noch nicht von Technologien wie RTX Mega Geometry profitieren, auf die die neuen Raytracing-Kerne ausgelegt sind.

Nun aber zum Elefanten im Raum: den Fake Frames. Nvidia hat hier vollmundig von bis zur Verachtfachung der Bildrate gesprochen. War das eine Übertreibung? Laut den folgenden Benchmarks nicht.

Alan Wake 2
Raytracing: Höchste Voreinstellung

  • 3.840 x 2.160 (Ø FPS)
  • 1% Low (Ø FPS)
RTX 5090 DLSS Leistung + FG 4X
228,9
107,0
RTX 4090 DLSS Leistung + FG 2X
96,8
48,5
RTX 5090 DLSS Leistung
73,0
48,1
RTX 4090 DLSS Leistung
54,4
47,4
RTX 5090 Nativ
28,5
23,6
RTX 4090 Nativ
20,6
19,0
RX 7900 XTX FSR Leistung
19,8
16,7
RX 7900 XTX Nativ
5,9
5,2
  • 0,0
  • 46,0
  • 92,0
  • 138,0
  • 184,0
  • 230,0

Cyberpunk 2077
Raytracing/Path Tracing: Höchste Voreinstellung

  • 3.840 x 2.160 (Ø FPS)
  • 1% Low (Ø FPS)
RTX 5090 DLSS Leistung + FG 4X
279,8
181,8
RTX 4090 DLSS Leistung + FG 2X
120,3
93,9
RTX 5090 DLSS Leistung
86,8
68,6
RTX 4090 DLSS Leistung
71,2
60,2
RX 7900 XTX FSR Leistung + FG 2X
56,7
39,9
RTX 5090 Nativ
30,8
26,7
RX 7900 XTX FSR Leistung
29,9
27,2
RTX 4090 Nativ
22,7
19,8
RX 7900 XTX Nativ
8,8
8,0
  • 0,0
  • 56,0
  • 112,0
  • 168,0
  • 224,0
  • 280,0

Hogwarts Legacy
Raytracing: Höchste Voreinstellung

  • 3.840 x 2.160 (Ø FPS)
  • 1% Low (Ø FPS)
RTX 5090 DLSS Leistung + FG 4X
326,5
120,7
RTX 4090 DLSS Leistung + FG 2X
167,2
74,2
RTX 4090 DLSS Leistung
97,3
42,7
RTX 5090 DLSS Leistung
94,9
40,7
RX 7900 XTX FSR Leistung
94,9
42,8
RTX 5090 Nativ
75,0
37,2
RTX 4090 Nativ
60,2
26,0
RX 7900 XTX Nativ
39,1
24,7
  • 0,0
  • 66,0
  • 132,0
  • 198,0
  • 264,0
  • 330,0

  • 0
  • 0
  • 0
  • 0
  • 0
  • 0

Zwar werden die FPS nicht in jedem Fall verachtfacht, wie das Beispiel Hogwarts Legacy zeigt. In Alan Wake 2 macht die RTX 5090 aber eine Punktlandung und in Cyberpunk 2077 verneunfacht DLSS 4 im Performance-Modus samt Multi Frame Generation die Bildrate sogar.

Eingabeverzögerung

Die Eingabeverzögerung, also die Zeit, die zwischen Eingabe auf der Maus oder Tastatur und der Ausgabe auf dem Monitor vergeht, fällt unter Einsatz von Multi Frame Generation niedrig aus:

Alan Wake 2
Höchste 4K- und Raytracing-Einstellung

  • Latenz in Millisekunden
DLSS Leistung
38,4
DLSS Leistung + FG 2X
47,5
DLSS Leistung + FG 3X
51,8
DLSS Leistung + FG 4X
53,4
DLSS Qualität
55,4
DLSS Qualität + FG 2X
64,0
DLSS Qualität + FG 3X
68,2
DLSS Qualität + FG 4X
73,1
Nativ
92,8
  • 0,0
  • 20,0
  • 40,0
  • 60,0
  • 80,0
  • 100,0

Cyberpunk 2077
Höchste 4K- und Raytracing-Einstellung

  • Latenz in Millisekunden
DLSS Leistung
27,7
DLSS Leistung + FG 2X
30,9
DLSS Qualität
32,3
DLSS Leistung + FG 3X
32,6
DLSS Leistung + FG 4X
35,4
DLSS Qualität + FG 2X
40,5
DLSS Qualität + FG 3X
44,3
DLSS Qualität + FG 4X
45,2
Nativ
62,0
  • 0,0
  • 14,0
  • 28,0
  • 42,0
  • 56,0
  • 70,0

Hogwarts Legacy
Höchste 4K- und Raytracing-Einstellung

  • Latenz in Millisekunden
DLSS Leistung
36,2
DLSS Qualität
37,4
Nativ
38,7
DLSS Leistung + FG 2X
38,8
DLSS Qualität + FG 2X
40,2
DLSS Leistung + FG 3X
41,0
DLSS Leistung + FG 4X
41,7
DLSS Qualität + FG 3X
43,0
DLSS Qualität + FG 4X
44,0
  • 0,0
  • 10,0
  • 20,0
  • 30,0
  • 40,0
  • 50,0

In Alan Wake 2 sind es unter Verwendung von DLSS 4 im Performance-Modus und maximaler Multi Frame Generation (MFG), also drei Zwischenbildern (4X), 53,4 Millisekunden. DLSS Qualität ohne MFG kommt auf 55,4 Millisekunden.

In Cyberpunk 2077 und Hogwarts Legacy fallen die Verzögerungen deutlich geringer aus, selbst wenn nicht der Performance-, sondern der Qualitätsmodus von DLSS 4 zugrunde liegt. Zumindest für mich ist das nicht spürbar. Und ich gehe stark davon aus, dass es den meisten Spielern genauso geht.

Die Schwelle, ab der die Latenz spürbar wird, liegt im Schnitt erfahrungsgemäß bei rund 100 Millisekunden. Aber es gibt sowohl Leute, die da empfindlicher sind, als auch welche, denen Verzögerungen von weit über 100 Millisekunden nichts ausmachen.

Wichtig bei (Multi) Frame Generation: Die FPS-Basis (der Wert, der durch den gewählten DLSS-Modus intern anliegt) muss ausreichend hoch sein, da sonst trotz hoher Bildrate die Latenz zum Problem wird und das Spielgefühl leidet.

Mit der RTX 5090 ist das erwartungsgemäß unproblematisch, da sie in 4K mit aktiviertem (Full) Raytracing/Path Tracing bereits auf 30 und mehr FPS kommt. Wähle ich den DLSS-Modus Leistung, rendert sie intern in Full HD, das heißt die grundlegende Latenz entspricht der von Full HD-Auflösung.

Auch die Fehleranfälligkeit der KI bei der Generierung der Zwischenbilder hängt stark davon ab, wie hoch die grundlegende Bildrate ist. Fällt die Bildrate der internen Auflösung zu gering aus, ist die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten von Ghosting und Bildartefakten entsprechend höher.

Darstellungsqualität

Die KI-Zwischenbilder sind für mich beim Spielen nicht als solche erkennbar. Geisterbilder und Artefakte: meistens Fehlanzeige. Und selbst wenn ich oberflächlich nach Darstellungsfehlern suche, finde ich sie nicht.

Bei einer tiefergehenden Analyse werde ich zwar fündig, aber kommt es darauf an? Meiner Meinung nach nicht.

Möglich wird die erstaunliche Bildqualität durch das neue Transformer-KI-Modell, das DLSS 4 Super Resolution und Ray Reconstruction zugrunde liegt.

Bislang war meine Empfehlung immer, DLSS im Modus Qualität zu verwenden, denn spätestens ab dem Modus Performance (unter DLSS 1 bis 3) nimmt die Darstellungsqualität doch spürbar ab.

Aber nun ist das anders. Mit DLSS 4 ist zumindest in den drei von mir dazu herangezogenen Spielen der Performance-Modus fast genauso gut wie die native Auflösung. Hier ein paar Vergleichsbilder - die Aufnahmen sind um 400 Prozent vergrößert.:

4K + Path Tracing Im ersten Bild sind die Details scharf, die NPCs klar vom Hintergrund abgezeichnet. Kein Wunder, schließlich ist nur Path Tracing aktiv.

4K + Path Tracing + DLSS 4 (Transformer) Die Figuren heben sich unter Verwendung des Transformer-KI-Modells gut vom Hintergrund ab. Wenn ihr aber auf die zwei NPCs rechts hinter dem Fahrzeug schaut, ist sind bei genauem Hinsehen leichte Geisterbilder zu erkennen.

4K + Path Tracing + DLSS 4 (CNN) Mit dem CNN-KI-Modell verschwimmen die NPCs sehr stark. Das ist auch beim Spielen erkennbar.

Bei besonders genauem Hinsehen sind durchaus Schwächen erkennbar. Beim Spielen und in Bewegung fallen sie mir allerdings nicht auf.

Der Monitor sollte passen

Für den Test der RTX 5090 habe ich mir übrigens einen 240 Hertz schnellen 4K-OLED-Monitor besorgt. Denn nur damit kommen die hohen FPS-Werte richtig zur Geltung. Auf einem 144-Hertz-Bildschirm verpuffen die 250 FPS.

Leistungsaufnahme und Effizienz

Die maximale Leistungsaufnahme der RTX 5090 liegt bei 575 Watt. Das ist schon ein enormer Wert, gerade wenn ich bedenke, dass bis zur RTX 2080 Ti die Obergrenze bei 250 Watt lag.

Von diesen 575 Watt genehmigt sich das neue Geforce-Flaggschiff im Schnitt aus neun Spielen in 4K-Auflösung rund 510 Watt - ein Plus von 35 Prozent gegenüber der RTX 4090:

Leistungsaufnahme (Rasterleistung)

  • Ø Watt (inklusive Ausreißer)
  • Ø Watt (exklusive Ausreißer)
RTX 5090
509,5
504,0
RTX 4090
378,2
379,8
RX 7900 XTX
347,0
347,1
  • 0,0
  • 102,0
  • 204,0
  • 306,0
  • 408,0
  • 510,0

Effizienz (Rasterleistung)

  • FPS pro Watt (inklusive Ausreißer)
  • FPS pro Watt (inklusive Ausreißer)
RTX 5090
0,20
0,20
RTX 4090
0,19
0,20
RX 7900 XTX
0,16
0,15
  • 0,00
  • 0,04
  • 0,08
  • 0,12
  • 0,16
  • 0,20

Da sie mit Blick auf die Rasterleistung (Performance-Rating mit Ausreißer) aber auch 42 Prozent flotter ist, ist sie sogar minimal effizienter als das ehemalige Topmodell.

Berücksichtige ich das Performance-Rating ohne Ausreißer, liegen RTX 5090 und 4090 in Sachen Effizienz jedoch gleich auf.

Warum ist die RTX 5090 nicht effizienter? Sowohl die RTX 40- als auch die RTX 50-Reihe wurden respektive werden im selben Verfahren bei TSMC gefertigt. Da die Produktion mittlerweile ein bisschen ausgereifter und optimierter ist, wird das Verfahren allerdings nicht mehr 5NM sonder 4NM (also 4 Nanometer) genannt.

Typischerweise ergeben sich Effizienzsteigerungen aus der Verringerung der Strukturbreite, sprich: neuen Fertigungsverfahren.

Interessant ist auch, wie sich Leistungsaufnahme und Effizienz verhalten, wenn ich Raytracing, Upscaling (Upsampling, Super Resolution) und (Multi) Frame Generation berücksichtige:

Leistungsaufnahme (RT + Upscaling und Frame Generation)

  • Ø Watt
RTX 5090
477,2
RTX 4090
359,2
RX 7900 XTX
346,8
  • 0,0
  • 96,0
  • 192,0
  • 288,0
  • 384,0
  • 480,0

Effizienz (RT + Upscaling und Frame Generation)

  • FPS pro Watt
RTX 5090
0,58
RTX 4090
0,36
RX 7900 XTX
0,16
  • 0,00
  • 0,12
  • 0,24
  • 0,36
  • 0,48
  • 0,60

Klar, der Vergleich ist nicht ganz fair, weil RTX 4090 und RX 7900 XTX (vorerst) nur einfache Zwischenbildgenerierung beherrschen. Dennoch bekomme ich mit der RTX 5090 effektiv mehr FPS, weshalb es zumindest interessant ist, die Daten auch aus der Sicht zu betrachten.

Aber ebenfalls klar ist, dass nicht alle Spiele DLSS 4 und Multi Frame Generation unterstützen, weshalb die Effizienz mit Blick auf die Rasterleistung deutlich stärker zu gewichten ist.

Lautstärke

Die Betriebslautstärke der RTX 5090 fällt unter Volllast, gemessen an der Leistungsaufnahme von 575 Watt, moderat aus. Bei offenem Aufbau und einem Abstand von 30 Zentimetern zu den beiden Lüftern messe ich 44 Dezibel.

In einem geschlossenen und möglicherweise gedämmten Gehäuse und bei größerem Abstand dürfte die Karte kaum mehr hörbar sein.

Und falls doch, so produziert Nvidias neues Flaggschiff meiner Meinung nach ein vergleichsweise angenehm tiefes Surren.

Preis-Leistungs-Verhältnis

Was für die Effizienz gilt, gilt auch für das Preis-Leistungs-Verhältnis: Die Rasterleistung ist ausschlaggebend, auch wenn ich mir wieder DLSS 4 samt Multi Frame Generation ebenfalls ansehe:

Preis-Leistungs-Verhältnis (mit Ausreisser)
FPS-Basis: Performance-Rating mit Ausreißer

  • Euro pro FPS
RX 7900 XTX UVP Marktstart: 1.149 Euro
20,23
RTX 5090 UVP Marktstart: 2.329 Euro
22,33
RTX 4090 UVP Marktstart: 1.949 Euro
26,45
  • 0,00
  • 6,00
  • 12,00
  • 18,00
  • 24,00
  • 30,00

Preis-Leistungs-Verhältnis (ohne Ausreisser)
FPS-Basis: Performance-Rating ohne Ausreißer

  • Euro pro FPS
RX 7900 XTX UVP Marktstart: 1.149 Euro
21,36
RTX 5090 UVP Marktstart: 2.329 Euro
23,43
RTX 4090 UVP Marktstart: 1.949 Euro
26,27
  • 0,00
  • 6,00
  • 12,00
  • 18,00
  • 24,00
  • 30,00

Preis-Leistungs-Verhältnis (Upscaling, Frame Generation und Raytracing)
FPS-Basis: DLSS 4 und Raytracing

  • Euro pro FPS
RTX 5090 UVP Marktstart: 2.329 Euro
8,37
RTX 4090 UVP Marktstart: 1.949 Euro
15,21
RX 7900 XTX UVP Marktstart: 1.149 Euro
23,84
  • 0,00
  • 6,00
  • 12,00
  • 18,00
  • 24,00
  • 30,00

Aber schon bei der Rasterleistung schneidet die RTX 5090 besser ab als der direkte Vorgänger. Sie ist zwar deutlich teurer, liefert aber überproportional mehr Bilder pro Sekunde. Darum ist jedes Bild pro Sekunde im Vergleich günstiger.

Das trifft umso mehr zu, wenn ich DLSS 4 in die Rechnung einbeziehe. Dann kostet jeder einzelne Frame nur noch etwas über acht Euro.

Aber auch hier sei noch einmal gesagt, dass der Vergleich lediglich bedingt zulässig ist, weil eben nur vergleichsweise wenige Spiele DLSS 4 unterstützen und die beiden Kontrahenten (derzeit) nur einfache Bildgenerierung beherrschen.

Die Steam-App Lossless Scaling erlaubt Multi Frame Generation zwar auch auf Grafikkarten früherer Baureihen und anderer Hersteller. Die Darstellungsqualität kann aber bei Weitem nicht mit Nvidias Implementierung mithalten.

Fazit der Redaktion

Alexander Köpf
@NebulaMutara

Ich hatte mit Blick auf die RTX 5090 zunächst gemischte Gefühle. Einerseits hatte ich mich wie immer auf das neue Flaggschiff und die neue schnellste Grafikkarte gefreut. Andererseits war zu befürchten, dass das Leistungsplus nur überschaubar ausfällt.

Und Multi Frame Generation stand ich hinsichtlich Darstellungsqualität und Latenz ebenfalls kritisch gegenüber.

Doch die Rasterleistung fällt besser aus, als ich es vermutet hatte. Ein Plus von 42 Prozent ist meiner Meinung nach sehr ordentlich - die Ausreißer rausgerechnet, sind es immerhin noch 34 Prozent. Es ist zwar nicht der größte Leistungssprung aller Zeiten, aber ein durchaus beachtlicher.

Und von wegen Fake Frames! Was Nvidia mit DLSS 4 auf der RTX 5090 abliefert, fühlt sich für mich zu keinem Zeitpunkt wie ein Fake an. Im Gegenteil sogar: Dank des neuen Transformer-KI-Modells, das DLSS 4 Super Resolution (Upscaling oder Upsampling) zugrunde liegt, wirken die Zwischenbilder ganz natürlich. Ich erkenne beim Spielen und ohne genaueres Hinsehen weder Geisterbilder noch Bildartefakte.

Jetzt sind über 250 FPS in 4K, bei maximaler Detailstufe samt Full Raytracing oder Path Tracing möglich - und das praktisch ohne Verlust an Bildqualität. Ein großer Sprung, sofern das Spiel der Wahl die neue Technik denn beherrscht.

Die zusätzliche Eingabeverzögerung, die durch Multi Frame Generation entsteht, liegt außerdem unterhalb meiner Wahrnehmungsschwelle.

Zudem ist das Preis-Leistungs-Verhältnis besser als bei der RTX 4090 – was die UVP der jeweiligen Founders Edition zum Marktstart betrifft. Also alles in Butter?

Nicht ganz. Auch wenn das Preis-Leistungs-Verhältnis in Relation zur RTX 4090 sogar besser ausfällt, ändert das nichts daran, dass 2.329 Euro für eine Gaming-Grafikkarte ein irrwitzig hoher Betrag ist.

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