GameStars 2016: Bester Shooter - Der große Shooter-Krieg

Kein Doom-Marine, keine Affe mit Blitzgewehr und kein riesiger Roboter - den Preis für den besten Shooter bei den GameStars 2016 sichern sich die tapferen Soldaten des Ersten Weltkriegs.

von Johannes Rohe,
04.02.2017 08:00 Uhr

GameStars 2016 - Bester Shooter: Die Gewinner 3:48 GameStars 2016 - Bester Shooter: Die Gewinner

2016 könnte als Jahr der Shooter in die Spielegeschichte eingehen, angesichts der Flut an tollen Ballerorgien für Singleplayer- und Mehrspieler-Fans, die in den vergangenen Monaten erschienen sind.

Dementsprechend hochklassig war das Feld der Anwärter auf unsere Auszeichnung für den besten Shooter bei den GameStars-Wahlen 2016. Besonders erfreulich ist die hohe Anzahl großartiger Newcomer, die sich in die Herzen der Fans ballern konnten.

Tom Clancy's The Division, Overwatch und auch die geglückte Wiederauferstehung von id Softwares Shooter-Klassiker Doom sind nicht bloß der x-te Aufguss einer zu Tode gemolkenen Marke, sondern geben dem Markt neue Impulse - selbst wenn das nur heißt, dass sie clever Ideen kombinieren oder dem Oldschool-Shooter neues Leben einhauchen.

Besondere Erwähnung verdient Shadow Warrior 2. Das vergleichsweise kleine Entwicklerteam von Flying Wild Hog wagt es in diesem Action-Spektakel ganz bewusst, Grenzen hinter sich zu lassen (auch die des guten Geschmacks) und neue Dinge auszuprobieren.

Die vielen Stimmen, die diese Newcomer gesammelt haben, machen deutlich, wie sehr sich die Fans nach etwas Neuem sehen. Call of Duty: Infinite Warfare landet dagegen nur auf Platz 13.

Den ersten Platz sichert sich dann aber doch mit großem Abstand eine Marke, die das Genre seit Jahren definiert. Doch auch sie wagte 2016 einen kleinen Neuanfang in einem Konflikt, den die Spielewelt bislang zu großen Teilen ignoriert.

Platz 3: Rückkehr einer Legende

Warnung: der folgende Absatz enthält Spoiler

Um Doom zu begreifen, braucht es nur eine einzige Szene: Die Fahrstuhlfahrt zu Beginn des ersten Levels. Als die Türen sich öffnen, die harte Rockmusik endet und der Doom Marine auf der letzten Note mit einem satten Tschk-Tschk seine Schrotflinte durchlädt, wissen wir genau, was auf uns zukommt: kompromisslose, schnelle und perfekt durchchoreografierte Action der Extraklasse.

Die Kampagne des neuen Doom ist ein rund zehnstündiger blutiger Tanz mit den finstersten Dämonen der Hölle. Ohne Atempause ballern wir uns durch Mars-Basen, über den roten Planeten und mitten in die Unterwelt.

Doom erfindet zwar keine neuen Spielmechaniken, ist aber die nahezu perfekte Reinkarnation des klassischen Shooters, und erringt damit zu Recht Platz 3 bei den GameStars 2016.

Höllischer Spaß: Doom im Test

Guide: So finden Sie alle Secret Level

Platz 2: Phönix aus der Asche

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Aus den Scherben des gescheiterten Großprojekts Titan bastelte Blizzard einen Multiplayer-Shooter, der aus dem Stand Millionen Spieler begeistert.

Overwatch ist einmal mehr der Beweis für Blizzards Cleverness und Können. Man erfindet kein komplett neues Spielprinzip, sondern bedient sich vieler Ideen aus Team Fortress 2 oder beliebten MOBAs wie League of Legends. Statt diese lieblos zusammenzuklatschen verwendet man eine unfassbare Energie darauf, dem Spiel so viel Feinschliff und Liebe zum Detail zu verpassen, wie möglich.

Das Ergebnis lässt kaum jemanden wieder los, der einmal Hand an Overwatch gelegt hat. Wir sind uns sicher, dass Overwatch noch jahrelang in unseren Bestenlisten auftauchen wird.

Mehr: Overwatch im Test

Die kostenlose Alternative? Overwatch vs. Paladins

Platz 1: Die Urkatastrophe

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Das ist deutlich: Mit sehr großem Abstand wählen unsere GameStar-User Battlefield 1 zum besten Shooter des Jahres. Woran kann's liegen?

Am fantastischen neuen Spielmodus Operations, der die Stärken aus Rush und Conquest perfekt vereint und spannende Schlachten über mehrere Maps inszeniert? An der opulenten Grafik, die Ingame-Videos und Screenshots fast wie echte Kriegsszenen wirken lässt? Oder an der neuen Art, eine Singleplayer-Kampagne in kurzen, geschlossenen Episoden zu erzählen?

Nein, wir vermuten, unsere Community belohnt EA und Dice für den Mut, mal ein ganz neues Setting auszuprobieren, an das sich bislang kaum ein großes Studio gewagt hat: Den Ersten Weltkrieg. Statt noch ein Future-Warfare-Szenario zu wählen oder sich auf die bekannten Gefilde des Zweiten Weltkriegs zu besinnen, versucht man etwas Neues - und wird dafür belohnt.

Damit die Welle der Euphorie weiter anhält, muss Dice aber in den angekündigten DLCs und kostenlosen Updates konstant weiter hochwertige Inhalte liefern. Wir sind gespannt.

Dice hat's drauf: Battlefield 1 im Test

Das erwartet uns: Battlefield 1 - DLCs und Roadmap 2017

Die Top 20 der Shooter 2016

  1. Battlefield 1
  2. Overwatch
  3. Doom
  4. Titanfall 2
  5. Tom Clancy's The Division
  6. Shadow Warrior 2
  7. BioShock: The Collection
  8. Call of Duty: Modern Warfare Remastered
  9. Far Cry Primal
  10. Dying Light: The Following
  11. SUPERHOT
  12. Gears of War 4
  13. Call of Duty: Infinite Warfare
  14. Halo 5: Forge
  15. Plants vs. Zombies: Garden Warfare 2
  16. Killing Floor 2
  17. Battleborn
  18. Heroes & Generals
  19. Prospekt
  20. Duke Nukem 3D: 20th Anniversary World Tour

Alle Gewinner der GameStars 2016


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