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Interaktive Propaganda - Teil 2: Vorbild USA

Nicht nur Terroristen nutzen Videospiele als interaktive Propaganda, sondern auch Staaten – allen voran die USA. Was bedeuetet deren Vorreiterrolle für die Zukunft des Mediums Spiel?

von Michael Förtsch,
27.06.2015 14:00 Uhr

Dass man mit Spielen nicht nur Spaß haben, sondern auch etwas lernen kann, ist unbestritten. Das Gelernte muss aber nicht unbedingt positiv sein. Im ersten Teil unseres Reports über interaktive Propaganda haben wir vorgestellt, wir palästinensische Extremisten, die libanesische Hisbollah-Miliz und der iranische Staat eigene Spiele entwerfen, um bestimmte Weltanschauungen und Feindbilder zu kommunizieren und zu verstärken, etwa den Hass auf Israel.

Das ist allerdings keine ganz neue Idee, Propagandaspiele gibt es schon länger – und zwar aus den Vereingten Staaten. Und auch andere Länder haben ihren Nutzen inzwischen erkannt. Im zweiten Teil unseres Reports greifen wir die Vorreiterrolle der US-Armee auf, die neben einigen Spielen vor allem Hollywood-Filme maßgeblich beeinflusst hat. Außerdem stellen wir einige Projekte anderer Nationen vor und fragen uns schließlich, was man vom Trend zum Propagandaspiel halten soll.

Kommt und greift zur Waffe

Viele Gruppen und Regierungen im Mittleren Osten, weiß der Forscher Vit Sisler, glauben fest an die indoktrinierende beziehungsweise lenkende und belehrende Wirkung der Propagandaspiele. Und diese hinken in ihren Mechaniken, der Grafik und Inszenierung westlichen Produktionen immer weniger hinterher. Wie ein von Whistleblower Edward Snowden enthülltes Dokument aus dem Jahr 2007 beschreibt, betrachten die USA diesen zunehmenden Einsatz von Videospielen mit großem Argwohn und Besorgnis.