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L.A. Noire - The VR Case Files - Eine einzigartige Zeitreise

Mit L.A. Noire The VR Case Files versucht sich Rockstar Games erstmals an der virtuellen Realität. Vive-Besitzer dürfen sich auf eine eindrucksvolle Zeitreise in die Vergangenheit freuen.

von Daniel Feith,
09.11.2017 16:00 Uhr

L.A. Noire - The VR Case Files - Gameplay-Video aus der VR-Version 0:25 L.A. Noire - The VR Case Files - Gameplay-Video aus der VR-Version

Mangelnde Experimentierfreudigkeit kann man Rockstar Games im Fall von L.A. Noire nicht vorwerfen. Das 2011 erschienene Krimi-Spiel beeindruckte zum Release mit einer revolutionären Technologie für Gesichtsanimationen, die PC-Version bot sogar einen stereoskopischen 3D-Modus. Damals anno 2011 war »3D zuhause« nämlich noch hip und nahezu jeder wollte dabei sein. Auch Rockstar Games.

Jetzt also das nächste Experimentierfeld: Virtual Reality. Im Dezember erscheint mit L.A. Noire The VR Case Files eine Version des »Crime Thrillers« zunächst exklusiv für HTC Vive. Die beinhaltet aber nicht das komplette Spiel, sondern lediglich sieben der insgesamt 26 Kriminalfälle. Wir konnten einen davon bei Rockstar Games in München probespielen.

Konzentration auf das Wesentliche

Die Entscheidung, nicht das komplette Spiel in VR umzusetzen ist angesichts einiger für Virtual Reality ungeeigneter Spielmechaniken in L.A. Noire durchaus sinnvoll. Viele Sequenzen im Hauptspiel dürften nur mäßig bis schlecht in einer Virtuellen-Realität-Umgebung funktionieren.

Rockstar Games konzentriert sich in den VR Case Files deshalb auf das Wesentliche: die Untersuchung von Tatorten, das Verhören von Zeugen, einige zünftige Prügeleien und vor allem das Erleben der Spielwelt. Eine gute Entscheidung der Entwickler, denn die genannten Elemente funktionieren in VR hervorragend.

Beweisstücke halten wir wirklich vor unsere Augen um Details zu entdecken.Beweisstücke halten wir wirklich vor unsere Augen um Details zu entdecken.

Da wir uns dank Room-Scale-Technik der HTC Vive frei im Raum bewegen können, fühlen wir uns wirklich wie ein Ermittler am Tatort. Wir knien uns hin, um Beweise vom Boden aufzuheben und halten diese direkt vor unsere Augen, um Details zu erkennen. Wir schaudern, als wir eine schlimm zugerichtete Leiche durchsuchen müssen. Wir staunen auch nach sechs Jahren erneut über die Qualität der Gesichtsanimationen und haben beinahe das Gefühl, mit einer echten Person beim Verhör zu sprechen.

Grauzone

Die Bewegung in der Spielwelt ist flexibel gelöst. Entweder wir teleportieren uns zu interessanten Punkten am Tatort, »beamen« uns frei umher oder »laufen« indem wir die Arme schwingen wie beim Joggen. Letzteres ist allerdings nur bei der Verfolgung von Flüchtiger wirklich immersiv, beim langsamen Gehen fühlt es sich eher albern an.

L.A. Noire - The VR Case Files - Screenshots aus der Vive-Version ansehen

Erstaunlich spaßig sind dagegen die Autofahrten in der Cockpit-Perspektive. Wo sonst hat man schon die Chance, durch das Los Angeles der 40er-Jahre zu cruisen? Wir manövrieren die Straßenkreuzer langsam, aber sicher mit unserem virtuellen Lenkrad durch L.A. Zu Gute kommt uns dabei aber, dass damals noch eher wenig Verkehr war. Gewöhnungsbedürftig ist die Steuerung in VR nämlich schon.

Das ist das Hauptspiel: L.A. Noire - Test zur PC-Version lesen

Bei aller Begeisterung gibt es aber auch ein paar Wermutstropfen. So profitiert die VR-Version von L.A. Noire zwar von den angepassten Texturen der parallel erscheinenden Neuauflage für 4K-Systeme und Nintendo Switch - die schon 2011 altbackene Beleuchtung hat Rockstar Games aber nicht verbessert. Schade, da wäre atmosphärisch noch deutlich mehr drin gewesen. Cool finden wir dafür, dass wir das Spiel optional auch in Schwarz-Weiß erleben dürfen. Dadurch hat man noch mehr das Gefühl, in einem Film Noir mitzuspielen, und auch das Problem mit der merkwürdigen Beleuchtung und Farbgebung entfällt.

Jetzt auch mobil: So spielt sich L.A. Noire auf Nintendos Switch

Wer die komplette Geschichte von L.A. Noire erleben will, muss außerdem das Hauptspiel extra kaufen, da die VR Case Files von diesem komplett entkoppelt sind. Die VR-Fälle funktionieren zwar auch komplett eigenständig, aber eingebettet in die große noir-typische Story um Korruption im Sündenpfuhl L.A. nochmal viel besser. Wir empfehlen daher, im Zweifel einfach beides zu spielen.

L.A. Noire - The VR Case Files erscheint im Dezember (ein genaues Datum gibt es noch nicht) exklusiv für HTC Vive. Eine Version für Oculus Rift und PlayStation VR könnte folgen, Konkretes konnte uns Rockstar Games dazu aber noch nicht sagen.

L.A. Noire - Test-Video zur PC-Version des Detektivspiels 5:31 L.A. Noire - Test-Video zur PC-Version des Detektivspiels

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