Steam - Gabe Newell: »Modder sollten für ihre Arbeit entlohnt werden«

In einem Gespräch mit Journalisten äußerte sich der Valve-Boss zum Thema bezahlte Mods und über die Erfahrungen aus dem Skyrim-Feldtest, den er »ein ganz schönes Durcheinander« nennt.

von David Gillengerten,
11.02.2017 11:03 Uhr

Steam und bezahlte Modifikationen für Spiele: Diese Kombination ist in der Vergangenheit nicht von Erfolg gekrönt gewesen. Steam und bezahlte Modifikationen für Spiele: Diese Kombination ist in der Vergangenheit nicht von Erfolg gekrönt gewesen.

Sollen Mods für Spiele kostenlos oder gebührenpflichtig sein? Valve-Boss Gabe Newell hat da seine eigene Meinung: »Mod Entwickler erschaffen mit ihrer Arbeit etwas von Wert und wir [Valve] finden, dass sie dafür auf jeden Fall entlohnt werden sollten.« Das erklärte der Unternehmer und Entwickler in einem Gespräch mit der Presse.

Seiner Aussage zufolge helfen beliebte Mods dabei, ein Spiel besser zu verkaufen. Jedoch bekommen die Fan-Entwickler keinen fairen Anteil an diesem Erfolg, so Newell. »Dabei handelt es sich um einen Fehler im System«, resümiert der Mitbegründer von Valve.

Trotz Skyrim-Fehlschlag: Konzept ist das Richtige

Komplett unerwartet kommen die Aussagen von Gabe Newell nicht: Schon im Rahmen der Einführung von Skyrim-Bezahl-Mods hatte er sich klar für das Geschäftsmodell ausgesprochen. Damals versuchte Valve in einem Feld-Test, bezahlte Modifikationen für The Elder Scrolls 5: Skyrim anzubieten. Viele Spieler reagierten mit Kritik und so wurde das Modell schon nach kurzer Zeit wieder eingestellt.

»Die Skyrim-Situation war ein ganz schönes Durcheinander«, so Newell aus der Retrospektive. Er gebe zu, dass man damals einige Fehler gemacht hat: Jedoch sei das grundsätzliche Konzept das Richtige. Auf Nachfragen bestätigte Newell außerdem, dass Steam auch heute bezahlte Mods anbieten würde, wenn der Feld-Test damals besser verlaufen wäre.

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Auf diese Weise habe man jedoch eine Vielzahl an wichtigen Informationen gesammelt, wie ein anderer Valve-Entwickler hinzufügt. Ob und wann es wieder einen Anlauf in Richtung bezahlte Modifikation gibt, wollte man nicht direkt kommentieren.

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