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Warum die GameStar-Community Spiele liebt - Von der Internet-Liebe zur Gilden-Midlife-Crisis

Doom in Papas Büro. Gilde in der Midlife-Crisis oder die große Internet-Liebe. Ihr habt auf unser Video geantwortet, warum ihr Spiele liebt und seid dabei richtig philosophisch geworden.

von GameStar Redaktion,
21.05.2017 11:05 Uhr

#WeLoveGames - Warum lieben wir eigentlich Spiele? 5:42 #WeLoveGames - Warum lieben wir eigentlich Spiele?

Warum lieben wir eigentlich Spiele? Diese philosophische Frage haben wir uns oben im Video gestellt. Und obwohl wir alle das gleiche Hobby und die gleiche Leidenschaft teilen, sind dabei genau wie bei unserem besten Spiel der Welt lauter verschiedene Antworten rausgekommen.

Genauso war es auch bei der Community, die bei ihrem besten Spiel der Welt sogar oft über Bugs und andere Fehler hinwegsah - manchmal reicht eben die Leidenschaft allein. Auch auf unser Video hat die Community geantwortet und uns mitgeteilt, warum sie Spiele liebt. Die Antworten reichen dabei von Gedichten, über philosophischen Meta-Abhandlungen des Mediums bis hin zu kuriosen Alltags-Anekdoten rund um Liebeleien in der eigenen Gilde.

Wir fassen die besten Antworten in diesem Artikel zusammen:

Was ist #WeLoveGames?

Unsere Themen-Woche #WeLoveGames beschäftigt sich mit unserer Liebe zu Spielen. Was macht sie für uns so großartig? Was macht uns als Spieler aus? Und was ist eigentlich das beste Spiel der Welt? Wir schreiben auf GameStar.de, was das für uns als Redaktion bedeutet.

Und dann sind Sie dran! Antworten Sie in den Kommentaren oder auf Twitter mit dem Hashtag #WeLoveGames, teilen Sie ihre Geschichten, Anekdoten und Antworten zum Thema. Wir werden die Beiträge dann hier als eigene Artikel veröffentlichen. Also lassen Sie uns gemeinsam eine Woche lang unser liebstes Hobby feiern!

Bei den folgenden Beiträgen handelt es sich um Kommentare der GameStar-Community unter dem Video »Warum lieben wir eigentlich Spiele?«. Der Übersicht wegen wurden Schreibfehler verbessert und Abkürzungen ausgeschrieben, die Texte selbst sind aber unverändert.

Was sich reimt, ist gut

Pad Game: Andere spielen das Spiel des Lebens / Ich lebe für das Spiel.

Ankommen ist nicht nötig / denn mein Weg ist gleich dem Ziel.

In meiner Brust, da schlägt ein Gigahertz / mein Hemd sitzt nur mit Enterknopf.

Mir passiert niemals ein Missgeschick / wenn dann baue ich gleich TeraFLOPS.

Ich ruf auch schonmal »Myst! / bei der Reise in Obduction.

schau dann Space Chanel 5 / denn ich lieb rhythmisches Klatschen.

Mein Casino hat geöffnet / bringt gern mit, wen ihr so kennt.

Doch statt Poker und Blackjack / spielen wir Hearthstone und Gwent.

Es geht um gute Unterhaltung / Gewalt ist ein Tabu,

ich jag das Gold, wie Guybrush Threepwood / doch ich kämpf wie eine Kuh.

WASDenn bloß mit dem los? / Ist der Typ etwa gestört?

Nein, das sind nur Gedanken / aus dem Leben eines Nerds.

Ja, ich bin ein echter Steam-Punk / Anarchie prägt meine Bucket List.

Und das nur, weil mein Verstand / auf diese riesigen Rabatte trifft.

Wer soll das denn alles spielen? / Die Vernunft erteilt mir Hiebe.

Doch das Gefühl gewinnt / weil ich Spielen wirklich Liebe.

Im Testvideo zu The Witcher 3 haben wir übrigens auch einmal munter unserer Dichtkunst freien Lauf gelassen:

The Witcher 3 - Das Testvideo 20:13 The Witcher 3 - Das Testvideo

Spiele-Liebe füllt Bücher

Julian199: Die Frage wieso ich Spiele mag ist direkt verknüpft mit der Frage, wieso ich Unterhaltung mag. Hier könnte man in die Bereiche Philosophie und Ethologie unendlich tief eintauchen. Da sich das vermutlich keiner durchlesen möchte, belass ich meine Einschätzungen auf der Oberfläche :)

Ich glaube, der Mensch hat einen unglaublichen Durst, sein Potential zu prüfen. Und warum? ... Weil wir dadurch unsere Weiterentwicklung und unsere Erfolge feststellen.

Und genau hier würde ich Gaming als Unterhaltungsmedium anknüpfen. Unsere Generationen sind die ersten, die miterleben, was in der Welt passiert. Gutes, wie auch Schlechtes. Ich würde behaupten, alle (vor allem mitteleuropäische) Nachkriegskinder haben erlebt (persönlich oder durch die Geschichten der Eltern), zu welchen Extremen der Mensch fähig ist.

Wir haben ein anderes Vorstellungsvermögen über die Dinge, die wir schaffen oder vernichten können, als unsere Urgroßväter. Hier helfen uns Spiele erst einmal, grundlegende philosophische Dilemmata zu erleben. Nach dem Motto: Ist es richtig zu töten, um zu retten? Wieviel Wert hat ein Leben? Wie verhalte ich mich, wenn ich Macht habe? Bin ich korrupt?

Auch wenn solche Fragen vermutlich eher im Unterbewusstsein stattfinden, so sind es doch Fragen, die sehr viel zu unserer Mentalitätsbildung beitragen. Viele Spiele drängen sich nicht bewusst in eine solche Tiefe, doch das sind Dinge, die mir etwa beim Total-War spielen immer wieder an die Oberfläche stoßen.

Spiele wie Telltales The Walking Dead spielen vor allem mit unseren Gefühlen.Spiele wie Telltales The Walking Dead spielen vor allem mit unseren Gefühlen.

Zu all dem abstrakten Schickschnack kommt selbstverständlich viel mehr hinzu:

A) Spaß an kooperativen Herausforderungen mit anderen Menschen (WoW Raids, L4D, Payday usw.)

B) Spaß an konkurrierenden Herausforderungen mit anderen Menschen (CS, CoD und PvP generell)

C) Das Erfahren einer emotionalen Geschichte, der Umgang mit den Emotionen (Walking Dead, Last of Us, Heavy Rain)

D) spürbare Verbesserung der eigenen Fähigkeiten durch Training (Project Cars, R-Factor, DCS World, Dark Souls)

E) Das Überlisten eines Gegners durch Taktik, List und Schläue (Company of Heroes, RTS generell)

Ich bin auch der Überzeugung, dass je mehr dieser Punkte ein Spiel abhakt, desto besser ist der gefühlte Unterhaltungswert. Da ich tatsächlich nahezu jedes Genre gleich gern spiele, habe ich einen Riesenpool an Erfahrungen im Gaming gemacht. Ob Arma, Paradox-Titel, R-Factor, DCS World, Call of Duty, CS-S/GO, WoW, Train Simulator oder Total War. Ich habe in jedem Genre Dinge gefunden, die unheimlich motivieren.

Mehr als nur Spielen: Health Games erzielen nachweislich positive Effekte

Und auch wenn eine Regine Pfeiffer argumentieren würde, dass mir diese Fähigkeiten nicht helfen, so bin ich der Meinung, dass das Werten einer Fähigkeit sehr im Auge des Betrachters liegt. Es gibt Spiele, an denen ich hart gearbeitet habe und bei denen ich stolz bin, Hürden überwunden zu haben und Arbeit hineingesteckt zu haben.

Deswegen liebe ich Spiele: Ich lerne, ich erfahre und ich entwickle mich.

Ich weiß, der Kommentar ist schon zu lang, aber eine Sache muss noch hinzugefügt werden. Spiele sind das erste große Medium, das aktiv funktioniert. Bücher, Filme und Serien können toll sein und dennoch ist ihr Unterhaltungswert nicht vergleichbar, da wir lediglich konsumieren und nicht agieren. Ich glaube ich schreibe ein Buch. Wartet bitte noch mit der Verlosung, bis es veröffentlich ist, liebe GameStar.

Strategie-Spiele erfordern in der Regel eine Menge taktisches Geschick.Strategie-Spiele erfordern in der Regel eine Menge taktisches Geschick.

Perfekt für jede Gelegenheit

Flori der Fux: Spiele, das perfekte Medium.... ja warum eigentlich? Logisch, Spiele machen Spaß. Es gibt für jeden Gemütszustand das richtige Spiel. Brauche ich etwas Ruhe, um den Puls runter zu kriegen, spiele ich ein Adventure oder (hier klicken, um Buuuh zu rufen) den Train Simulator. Wenn ich auf Krawall gebürstet bin und Dampf ablassen will, dann lasse ich nicht meine Umwelt leiden, sondern zerlege eine Horde Viecher in Shadow Warrior 2. Bock auf Grusel? Outlast. Epik? Witcher 3. Kurzweil ohne viel Anstrengung? Stardew Valley. Für jede Laune ist immer was dabei.

Außerdem: Aktivität! Gerade in der Woche bin ich abends nach der Arbeit oft sehr müde. Wenn ich mich dann auf die Couch setze, um Fernsehen zu gucken, dauert es nicht lange, ehe ich einschlafe. Mit Büchern verhält es sich bei mir ebenso, nur mit dem Vorteil, dass ich hier jederzeit frei speichern kann (also... Lesezeichen). Davon mal abgesehen hat mir Fernsehen in der heutigen Zeit überhaupt nichts mehr zu bieten. Ich habe den Kabelanschluss zum Jahresende gekündigt, weil ich seit Monaten nicht eine Minute fern gesehen habe. Das meiste ist billiger, anspruchsloser Schund, oder der verzweifelte Versuch der Sendeanstalten, mich politisch zu indoktrinieren. Die 17,50 Euro Propagandasteuer im Monat würde ich viel lieber in Games investieren, denn von denen habe ich etwas.

Warum entweder oder? Bücher in Spielen im Plus-Report

Gute Filme, ja, die gibt es auch noch, wenn auch selten. Bei nächster Gelegenheit möchte ich mir z.B. Alien: Covenant ansehen. Aber auch so ein Film unterhält für zwei, vielleicht drei Stunden. Dann guckt man ihn sich vielleicht in ein paar Jahren nochmal an. Aber ein gutes Spiel? Das beschäftigt mich allermindestens doppelt so lange wie ein guter Film und ich erlebe die Geschichte aktiv und hautnah. Ich bin nicht nur der popcornknabbernde Komsument, sondern von mir hängt es ab, ob und wie die Geschichte ausgeht. Besonders motivierend wird es, wenn ich meine Geschichte nicht bloß allein, sondern sogar zeitgleich erleben kann mit Freunden, die hunderte Kilometer von mir entfernt leben. Wenn wir uns gegenseitig besuchen, bringen wir immer einen Rechner mit, damit wir zusammen Grim Dawn oder Diablo 3 oder Payday 2 zocken können. Natürlich immer Koop, denn das macht einfach unglaublich viel Spaß. Gemeinsam 'nen Film gucken? Geht auch, nur sitzt man halt schweigend nebeneinander. Von daher, aus meiner Sicht kann es mit dem Medium Games kein anderes aufnehmen.

Spiele wie das Heist-Game Payday 2 machen vor allem gemeinsam im Koop Spaß.Spiele wie das Heist-Game Payday 2 machen vor allem gemeinsam im Koop Spaß.


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