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Xbox One Project Scorpio - Hardware der 4K-Konsole analysiert

Während sich die Xbox One oft noch mit Full HD schwer tut, soll das »Project Scorpio« von Microsoft ab Ende 2017 4K-Gaming auf der Konsole ermöglichen. Wir werfen einen genauen Blick auf die Hardware.

von Nils Raettig,
15.06.2016 15:40 Uhr

Xbox One Project Scorpio - Entwickler sprechen über die 4K-Konsole für 2017 3:12 Xbox One Project Scorpio - Entwickler sprechen über die 4K-Konsole für 2017

Project Scorpio ist aus dem Sack: Microsoft hat auf der diesjährigen E3 eine deutlich leistungsfähigere Version der Xbox One mit diesem Codenamen angekündigt, die unter anderem natives 4K-Gaming ermöglichen soll. Neben der bereits vor einigen Tagen bestätigten Xbox One S ist Project Scorpio damit bereits die zweite Konsole, die die Xbox One-Familie ergänzt.

Die Xbox One S erscheint bereits im August ab 299 Euro, Hauptvorteile gegenüber der Xbox One sind die kompaktere Bauweise, ein verbesserter Kontroller und Kompatibilität zum neuen HDR-Standard, 4K-Inhalte wird sie aber nur in Videoform unterstützen. Laut Entwicklerstudio The Coalition (Gears of War) bietet die One S zwar auch etwas mehr Leistung als die Xbox One (was Microsoft aktuell dementiert), so groß wie im Falle von Scorpio wird der Leistungssprung aber sicher nicht ausfallen.

Entsprechende Gerüchte über die Performance und die technischen Specs von Project Scorpio machen schon seit Wochen die Runde, dass die zuletzt gehandelte Leistungsfähigkeit von beachtlichen 6 Teraflops nun auch offiziell bestätigt wurde, kommt aber doch etwas überraschend. Zum Vergleich: Die Grafikeinheit der aktuellen Xbox One erreicht nur 1,31 Teraflops, die PlayStation 4 kommt auf 1,84 Teraflops.

Microsofts Präsentation auf der E3 hat noch viele weitere interessante Hinweise auf die Hardware und die Leistungsfähigkeit von Project Scorpio gegeben, die wir hier genauer analysieren – vor allem in Hinblick auf die versprochene 4K- und VR-Kompatibilität und im Vergleich zu Sonys Plänen mit der PlayStation 4 Neo (auch als PS4 4K oder 4.5 bezeichnet).

Genug Teraflops für 4K-Gaming und VR?

Ob sich die von Microsoft angekündigten 6 Teraflops Rechenleistung für Project Scorpio nur auf die GPU oder auf den gesamten Chip beziehen, ist aktuell nicht ganz klar, da im oben zu sehenden Ankündigungsvideo beide Bezüge hergestellt werden. Den Löwenanteil davon wird aber mit Sicherheit die Grafikeinheit ausmachen. Damit liegt Scorpio etwa auf dem Niveau aktueller High-End-Grafikkarten aus dem Desktop-Bereich wie AMDs Radeon R9 390X (5,91 Teraflops) oder Nvidias GTX 1070 (6,5 Teraflops).

Die Angabe der theoretisch möglichen Gleitkomma-Berechnungen pro Sekunde (»Floating-Point Operations per Second« beziehungsweise »FLOPS«) lässt sich zwar nicht eins zu eins auf die reale 3D-Leistung übertragen, der Leistungssprung von Project Scorpio gegenüber der klassischen Xbox One dürfte aber dennoch immens ausfallen. Bleibt nur die Frage, ob er auch groß genug für flüssiges Spielen in 4K und in der virtuellen Realität sein wird?

Battlefield 4
maximale Details, MSAA, Auflösungsskala 100 %

  • 1920x1080 4xAA/16xAF
  • 2560x1440 4xAA/16xAF
  • 3840x2160 0xAA/16xAF
Geforce GTX 1080 8.192 MByte
154,9
97,8
68,5
Geforce GTX 1070 8.192 MByte
131,5
83,7
56,3
Geforce GTX 980 Ti 6.144 MByte
117,9
75,7
51,3
Geforce GTX 980 4.096 MByte
97,1
59,1
41,5
Radeon R9 FuryX 4.096 MByte
95,9
65,8
45,3
Radeon R9 Fury 4.096 MByte
91,4
62,3
42,2
Radeon R9 390X 8.192 MByte
86,1
57,3
38,5
Geforce GTX 970 4.096 MByte
82,4
50,9
36,3
Radeon R9 390 8.192 MByte
79,8
53,7
36,6
Radeon R9 290X 4.096 MByte
75,3
51,0
36,7
Geforce GTX 780 3.072 MByte
64,3
41,2
27,6
Geforce GTX 960 4.096 MByte
54,0
34,6
24,2
Radeon R9 380X 4.096 MByte
50,8
33,8
23,8
  • 0,0
  • 32,0
  • 64,0
  • 96,0
  • 128,0
  • 160,0

Crysis 3
maximale Details, MSAA

  • 1920x1080 4xAA/16xAF
  • 2560x1440 4xAA/16xAF
  • 3840x2160 0xAA/16xAF
Geforce GTX 1080 8.192 MByte
96,0
60,4
39,8
Geforce GTX 1070 8.192 MByte
81,2
50,2
32,3
Geforce GTX 980 Ti 6.144 MByte
73,4
45,9
30,1
Geforce GTX 980 4.096 MByte
57,2
35,5
23,4
Geforce GTX 970 4.096 MByte
49,8
30,7
20,4
Geforce GTX 960 4.096 MByte
32,4
19,9
11,9
Geforce GTX 780 3.072 MByte
49,4
29,4
19,0
Radeon R9 FuryX 4.096 MByte
69,5
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Radeon R9 Fury 4.096 MByte
65,5
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Radeon R9 390X 8.192 MByte
60,1
40,9
28,3
Radeon R9 390 8.192 MByte
59,7
39,3
26,3
Radeon R9 380X 4.096 MByte
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Radeon R9 290X 4.096 MByte
55,9
36,6
25,8
  • 0,0
  • 20,0
  • 40,0
  • 60,0
  • 80,0
  • 100,0

Far Cry Primal
maximale Details

  • 1920x1080 SMAA
  • 2560x1440 SMAA
  • 3840x2160 SMAA
Geforce GTX 1080 8.192 MByte
99
74
41
Geforce GTX 1070 8.192 MByte
91
63
34
Geforce GTX 980 Ti 6.144 MByte
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Geforce GTX 980 4.096 MByte
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24
Geforce GTX 970 4.096 MByte
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20
Geforce GTX 960 4.096 MByte
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14
Geforce GTX 780 3.072 MByte
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30
Radeon R9 Fury 4.096 MByte
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29
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28
Radeon R9 390 8.192 MByte
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Radeon R9 380X 4.096 MByte
43
31
17
Radeon R9 290X 4.096 MByte
60
45
24
  • 0
  • 20
  • 40
  • 60
  • 80
  • 100

Hitman
maximale Details, DX 12

  • 1920x1080 SMAA
  • 2560x1440 SMAA
  • 3840x2160 SMAA
Geforce GTX 1080 8.192 MByte
99,3
78,8
46,0
Geforce GTX 1070 8.192 MByte
88,0
64,9
37,5
Geforce GTX 980 Ti 6.144 MByte
74,5
56,4
32,9
Geforce GTX 980 4.096 MByte
63,1
45,6
24,2
Geforce GTX 970 4.096 MByte
51,9
37,8
21,1
Geforce GTX 960 4.096 MByte
37,4
27,3
15,2
Geforce GTX 780 3.072 MByte
37,8
28,3
15,8
Radeon R9 FuryX 4.096 MByte
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71,8
39,5
Radeon R9 Fury 4.096 MByte
85,3
67,8
38,5
Radeon R9 390X 8.192 MByte
80,6
62,7
37,6
Radeon R9 390 8.192 MByte
74,4
57,9
35,2
Radeon R9 380X 4.096 MByte
57,0
43,1
22,4
Radeon R9 290X 4.096 MByte
74,6
58,2
32,6
  • 0,0
  • 20,0
  • 40,0
  • 60,0
  • 80,0
  • 100,0

Metro Last Light
maximale Details, Tesselation Very High

  • 1920x1080 SSAA/16xAF
  • 2560x1440 SSAA/16xAF
  • 3840x2160 0xAA/16xAF
Geforce GTX 1080 8.192 MByte
90,2
58,6
52,7
Geforce GTX 1070 8.192 MByte
75,6
48,5
44,0
Geforce GTX 980 Ti 6.144 MByte
72,9
45,0
41,1
Geforce GTX 980 4.096 MByte
59,1
35,7
32,5
Geforce GTX 970 4.096 MByte
50,4
31,3
28,4
Geforce GTX 960 4.096 MByte
34,1
20,6
18,8
Geforce GTX 780 3.072 MByte
42,7
26,2
23,0
Radeon R9 FuryX 4.096 MByte
66,4
43,3
39,4
Radeon R9 Fury 4.096 MByte
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40,0
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52,9
33,6
30,7
Radeon R9 390 8.192 MByte
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31,6
28,7
Radeon R9 380X 4.096 MByte
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21,4
19,6
Radeon R9 290X 4.096 MByte
48,4
30,5
27,1
  • 0,0
  • 20,0
  • 40,0
  • 60,0
  • 80,0
  • 100,0

Tomb Raider
Sehr Hohe Details

  • 1920x1080 SMAA
  • 2560x1440 SMAA
  • 3840x2160
Geforce GTX 1080 8.192 MByte
81,2
66,3
43,2
Geforce GTX 1070 8.192 MByte
75,0
56,5
35,7
Geforce GTX 980 Ti 6.144 MByte
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50,7
32,2
Geforce GTX 980 4.096 MByte
56,8
39,9
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Geforce GTX 970 4.096 MByte
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11,4
Geforce GTX 780 3.072 MByte
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23,7
11,9
Radeon R9 FuryX 4.096 MByte
46,8
38,1
22,9
Radeon R9 Fury 4.096 MByte
44,4
36,1
21,7
Radeon R9 390X 8.192 MByte
49,0
38,8
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Radeon R9 390 8.192 MByte
44,2
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19,0
Radeon R9 380X 4.096 MByte
33,9
23,5
14,1
Radeon R9 290X 4.096 MByte
45,2
35,6
23,4
  • 0,0
  • 18,0
  • 36,0
  • 54,0
  • 72,0
  • 90,0

Witcher 3
maximale Details, SSAO, HW off

  • 1920x1080
  • 2560x1440
  • 3840x2160
Geforce GTX 1080 8.192 MByte
101,3
78,5
44,1
Geforce GTX 1070 8.192 MByte
89,7
65,7
36,3
Geforce GTX 980 Ti 6.144 MByte
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60,2
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Geforce GTX 980 4.096 MByte
66,8
46,7
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Geforce GTX 970 4.096 MByte
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41,7
22,7
Geforce GTX 960 4.096 MByte
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27,1
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Geforce GTX 780 3.072 MByte
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Radeon R9 FuryX 4.096 MByte
73,0
57,4
35,7
Radeon R9 Fury 4.096 MByte
67,2
53,1
32,9
Radeon R9 390X 8.192 MByte
57,3
44,1
28,1
Radeon R9 390 8.192 MByte
53,9
42,0
26,4
Radeon R9 380X 4.096 MByte
43,7
32,6
18,6
Radeon R9 290X 4.096 MByte
52,3
41,8
26,3
  • 0,0
  • 22,0
  • 44,0
  • 66,0
  • 88,0
  • 110,0

Ein Blick auf unsere jüngsten Benchmarks in der 4K-Auflösung von 3840x2160 zeigt, dass PC-Grafikkarten mit Teraflop-Werten im Bereich von Project Scorpio wie die angesprochene GTX 1070 oder AMDs R9 390X in 4K durchaus spielbare fps-Werte jenseits der 30 Bilder pro Sekunde erreichen können. Dabei ist nicht zu vergessen, dass die Titel aus unserem Benchmark-Parcours größtenteils recht anspruchsvoll sind und dass wir stets in sehr hohen bis maximalen Details spielen. In weniger anspruchsvollen Titeln oder bei etwas reduzierten Details sind auch spürbar flüssigere Werte von 45 und mehr Bildern pro Sekunde möglich.

Da sich Konsolen-Hardware außerdem aufgrund der bei jedem Modell identischen Komponenten und Software besonders effektiv ausreizen lässt, sollte Project Scorpio tatsächlich in der Lage dazu sein, Spiele nativ in 4K flüssig zu berechnen – andernfalls wären Microsofts vollmundige und selbstbewusste Ankündigungen auch kaum zu erklären. Es dürfte allerdings kein Zufall sein, dass im Ankündigungsvideo nur getrennt von »Rendern mit 60 Hertz« und »Spielen in 4K-Auflösung« die Rede ist – eine Kombination von beidem, also Spielen in 4K-Auflösung mit 60 Bildern pro Sekunde, wird wohl eher die Ausnahme als die Regel sein. In sehr anspruchsvollen Spielen könnten auch wie bereits auf der Xbox One Upscaling-Methoden zum Einsatz kommen, nur eben etwa auf Basis von nativ berechnetem Full HD (oder noch höheren Auflösungen) hochskaliert auf 4K.

Das Spielen in VR mit den unter anderem von der Oculus Rift geforderten 90 Bildern pro Sekunde sollte gleichzeitig ein realistisch erreichbares Ziel für die neue Scorpio-Konsole darstellen, weil die Auflösung aktueller VR-Brillen insgesamt deutlich niedriger als 3860x2160 liegt (Oculus Rift und HTC Vive: 2160x1200). Eine weitergehende Kooperation zwischen Oculus und Microsoft ist indes als sehr wahrscheinlich anzusehen, schließlich liegt der Rift aktuell bereits ein Xbox One-Controller bei.

Die Xbox kommt dem PC mit Scorpio in Sachen Leistung wieder ein Stück näher, aber auch Crossplay und Crossbuy sollen die beiden Plattformen in Zukunft enger miteinander verbinden.Die Xbox kommt dem PC mit Scorpio in Sachen Leistung wieder ein Stück näher, aber auch Crossplay und Crossbuy sollen die beiden Plattformen in Zukunft enger miteinander verbinden.

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