Zu viele Spiele? - Entwickler klagen über Markt-Übersättigung

Die vielen Spiele, die heutzutage erscheinen, bereiten Entwicklern Probleme. Ist der Markt übersättigt?

von Ömer Kayali,
14.10.2017 13:30 Uhr

Viele Plattformen, viele Spiele - Einige Entwickler sehen eine Übersättigung des Spielemarktes.Viele Plattformen, viele Spiele - Einige Entwickler sehen eine Übersättigung des Spielemarktes.

Als Spiele-Entwickler hat man es heutzutage nicht leicht. Wöchentlich erscheinen Unmengen an neuen Games, sehr zum Leidwesen von kleineren Entwicklern. Das sieht auch Brian Fargo so, der Chef von inXile, die zuletzt Torment: Tides of Numenera auf den Markt gebracht haben. Im Interview mit GamesIndustry erklärte er:

"Man könnte sagen, es gibt ein größeres Risiko, dass ein Spiel in einem Meer von Produkten untergeht, als dass es wegen zu niedrigem Qualitätsniveau nicht im Geschäft ausgestellt wird. Die Statistiken, die zeigen, dass immer mehr und mehr Spiele auf Steam erscheinen, waren für keinen von uns vorteilhaft. Das ist gewissermaßen ein Doppel-, Dreifachschlag gegen die kleineren Publisher/ Entwickler."

Brian Fargo von inXileBrian Fargo von inXile

In der Tat haben wir bereits vor einiger Zeit darüber berichtet, dass 2017 das Jahr mit den meisten Spiele-Releases auf Steam werden könnte. Doch nicht nur die kleineren Entwickler, sondern auch viele Spieler stehen dem eher kritisch gegenüber. Durch diese Übersättigung ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass ein guter Indie-Titel in der großen Menge untergeht, wie auch Brian Fargo erklärt hat.

Indie-Entwickler verdienen nur wenig

Außerdem führt das dazu, dass viele Indie-Entwickler Schwierigkeiten haben, sich ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Das behauptet Jeff Pobst von Hidden Path (Counter-Strike: Global Offensive, Age of Empires 2: HD Edition). Gegenüber GamesIndustry erklärte er:

"Eine Zeit lang konnten wir Spiele verkaufen, die nicht 60 Dollar kosteten und wir konnten damit gutes Geld machen… und wir hatten die Möglichkeit noch mehr Spiele zu machen. Diese Möglichkeit ist jetzt eingeschränkt, weil es eine so große Anzahl an Spielen zu geringen Preisen im Handel gibt. […] Ich kenne viele Indie-Entwickler, die ihr Studio schließen, weil sie nicht mal genug verdienen, um für ihr eigenes Wohlbefinden zu sorgen. Und das war mal eine ziemlich sichere Angelegenheit. […] Wenn es einen finanziellen Druck gibt, ist es sehr schwer für die Leute, sich zusammenzufinden und tatsächlich gute Unterhaltung zu machen. Also ist das hart, das ist wirklich hart."

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