Zum Thema » AMD Radeon HD 7950 im Test Sparsame High-End-Grafikkarte » AMD Radeon HD 7970 im Test Viel Lärm um viel Leistung » Radeon-Historie Von ATI zu AMD Als AMD die Radeon HD 7950 Ende Januar 2012 vorstellte, spielte sie praktisch außer Konkurrenz. Damalige Geforce-Topmodelle der GTX-500-Baureihe deklassierte sie und musste nur der 100 Euro teureren HD 7970 aus dem eigenen Haus den Vortritt lassen. Seit Nvidias GTX-600-Grafikkarten der HD 7950 starke Konkurrenz machen, hat es die Oberklasseplatine bedeutend schwerer. Jetzt verpasst AMD der Radeon HD 7950 wie schon zuvor der Radon HD 7970 eine Geschwindigkeitsupdate mit höheren Taktfrequenzen und einer automatischen Übertaktungsfunktion.

Wohl nicht ganz zufällig fällt der Termin der neuen Bios-Version mit dem Erscheinen der Geforce GTX 660 Ti zusammen. Das neueste Modell von Nvidia arbeitete in unserem Test in vielen Spielen so schnell wie die Radeon HD 7950 , kostet aber etwas weniger. Mit der Extra-Portion Megahertz sowie der zusätzlichen Leistungsspritze in Form von Powertune mit Boost will AMD alle Vorteile wieder auf die eigene Seite ziehen.

Update März 2013: Gut ein Jahr nach Veröffentlichung der aktuellen Radeon- und Geforce-Generation haben wir das komplette Portfolio von AMD und Nvidia erneut getestet. Durch permanente Treiber-Optimierungen haben sich die Relationen der einzelnen Karten zueinander leicht verschoben, so dass die in diesem Artikel stehenden Benchmarks nicht mehr das aktuelle Leistungsgefüge abbilden. Ständig aktualisierte Benchmarks finden Sie im Artikel Die besten Grafikkarten.

AMD Radeon HD 7950 Boost : Äußerlich unterscheidet sich die Radeon HD 7950 mit neuem Bios nicht von den alten Modellen – das kann für Verwirrung sorgen. Äußerlich unterscheidet sich die Radeon HD 7950 mit neuem Bios nicht von den alten Modellen – das kann für Verwirrung sorgen.

Das neue HD-7950-Bios im Detail

AMD Radeon HD 7950 Boost : Seit der Radeon HD 6970 haben die Top-Modelle von AMD einen Kippschalter, um zwischen zwei Bios-Versionen zu wählen. Seit der Radeon HD 6970 haben die Top-Modelle von AMD einen Kippschalter, um zwischen zwei Bios-Versionen zu wählen. Mit dem neuen Bios hebt AMD den Chiptakt der AMD Radeon HD 7950 Boost von 800 auf 850 MHz an und spendiert der Karte zudem eine dynamische Taktsteigerung. Derart beschleunigt erreicht die neue Grafikkarte bis zu 925 MHz und taktet damit nominell gut 15 Prozent schneller.

Um das kostenlose Leistungsplus zu bekommen, müssen aber die Rahmenbedingungen stimmen. Nur wenn die Temperatur noch nicht den kritischen Punkte von über 80°C erreicht hat und zudem die Recheneinheiten nicht vollausgelastet sind, übertaktet sich die Radeon HD 7950 Boost. Um die zusätzlichen Megahertz zu schultern, erhöht AMD die Chipspannung – bei unserem Testmodell deutlich von 1,125 auf 1,25 Volt. Mit der erhöhten Spannung dürfte auch ein höherer Stromverbrauch und vor allem eine höhere Abwärme und damit ein lauterer Lüfter einhergehen.

Im Handel sollen die neuen Modelle speziell gekennzeichnet werden, nach unseren Informationen mit dem Zusatz »Boost«. Erste Modelle gibt es bereits ab etwa 300 Euro – damit kostet die Boost-HD 7950 etwa 10 bis 20 Euro mehr beziehungsweise genauso viel wie übertaktete Varianten der normale HD 7950. Ob auch Käufer aktueller Modelle der HD 7950 das neue Bios aufspielen können, hängt vom jeweiligen Hersteller der Karte ab. Da nicht jede Karte die zusätzliche Spannung verkraftet, räumen wir einer allgemein zugänglichen Veröffentlichung eher wenige Chancen ein. AMD jedenfalls will das Bios-Update nicht rückwirkend für die Allgemeinheit zum Download anbieten.

AMD Radeon HD 7950 Boost : In Spielen springt die Taktfrequenz des Grafikchips hin und her. Meist liegt er bei 850 MHz, schnellt dann auf 925 MHz, nur um Sekundenbruchteile später wieder auf 850 Mhz oder gar 770 MHz zu fallen.

MHz-Schwankungen
In Spielen springt die Taktfrequenz des Grafikchips hin und her. Meist liegt er bei 850 MHz, schnellt dann auf 925 MHz, nur um Sekundenbruchteile später wieder auf 850 Mhz oder gar 770 MHz zu fallen.

Testsystem

Wir testen die Radeon HD 7950 Boost auf dem gleichen Testsystem wie schon den Vorgänger, bestehend aus einem 3,4 GHz schnellen Intel Core i7 2600K , 8,0 GByte DDR3-RAM und dem P67-Mainboard Maximus IV Extreme von Asus. Statt einer Festplatte nutzen wir eine 512 GByte große Samsung SSD 830 . Unser Benchmark-Parcours besteht dabei aus DirectX-11-Spielen, die die Grafikkarten zum einen technisch fordern, aber auch unsere Leser am meisten interessieren. Deshalb fällt unsere Wahl auf Anno 2070 , Battlefield 3 , Crysis 2 , Dirt 3 , Max Payne 3 , Metro 2033 sowie The Elder Scrolls 5: Skyrim .

Benchmark-Tests

AMD will mit der Radeon HD 7950 Boost den Abstand zur Geforce GTX 660 Ti vergrößern. Im Test zeigt sich, dass der Hersteller dieses Ziel problemlos erreicht. Denn die Taktspritze von 15 Prozent bewirkt eine durchschnittliche Mehrleistung von etwa sechs Prozent ohne Kantenglättung. Damit liegt die Radeon HD 7950 Boost knapp vor der Geforce GTX 660 Ti und gräbt der hauseigenen Konkurrenz in Form der mit 380 Euro deutlich teureren Radeon HD 7970 fast das Wasser ab – der Rückstand beträgt nur noch zehn Prozent. Verglichen mit der normalen Radeon HD 7950 ist die zusätzliche Spieleleistung zwar messbar, aber ob Battlefield 3 in 1920x1080 nu mit 53,2 oder 56,7 fps läuft, macht in der Praxis keinen Unterschied.

Anno 2070 maximale Details
1680x1050
1920x1080
2560x1440
Geforce GTX 690 2x 2.048 MByte
108
96
60
70
61
40
Radeon HD 7970 3.072 MByte
65
56
37
Geforce GTX 680 2.048 MByte
59
54
33
Geforce GTX 590 2x 1.536 MByte
56
51
30
55
47
31
Radeon HD 7950 3.072 MByte
52
45
29
Radeon HD 7870 2.048 MByte
52
45
29
Geforce GTX 670 2.048 MByte
48
42
26
Geforce GTX 580 1.536 MByte
47
39
24
Geforce GTX 660 Ti 2.048 MByte
45
39
24
Radeon HD 6990 2x 2.048 MByte
40
30
21
Geforce GTX 570 1.280 MByte
39
34
21
Radeon HD 6970 2.048 MByte
39
27
17
37
32
19
Radeon HD 7850 2.048 MByte
37
32
20
Radeon HD 6950 2.048 MByte
37
32
21
Radeon HD 6950 1.024 MByte
37
31
20
Radeon HD 5870 1.024 MByte
37
32
20
Radeon HD 6870 1.024 MByte
35
30
19
Geforce GTX 470 1.280 MByte
34
26
16
Radeon HD 6850 1.024 MByte
33
28
17
Geforce GTX 560 Ti 1.024 MByte
30
25
16
Radeon HD 5850 1.024 MByte
29
25
15
Geforce GTX 560 1.024 MByte
28
23
14
Radeon HD 6790 1.024 MByte
28
24
29
Radeon HD 7770 1.024 MByte
27
23
14
Geforce GTX 460 1.024 MByte
24
18
11
Radeon HD 5770 1.024 MByte
22
19
12
Geforce GTX 550 Ti 1.024 MByte
18
14
9
Radeon HD 7750 1.024 MByte
18
15
9
0
22
44
66
88
110
Gemessen in fps. Je höher, desto schneller. Unter 30 fps ruckelt es.