Nvidia Geforce GTX 460

Grafikkarten   |   Datum: 12.07.2010
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Nvidia Geforce GTX 460 im Test

Schnell und leise im Benchmark-Test

Wir wollen nicht in Superlative verfallen. Aber die 230 Euro preiswerte Geforce GTX 460 entpuppt sich im Test als Nvidias beste Grafikkarte seit der Geforce 8800 GTX von 2006.

Von Daniel Visarius |

Datum: 12.07.2010


Hoffentlich haben Sie in den letzten Wochen keine Geforce GTX 465 (280 Euro) gekauft. Denn die Nvidia Geforce GTX 460 rechnet praktisch genauso schnell und kostet deutlich weniger. Basis des neuen Erfolgs ist der überarbeitete GF104-Grafikprozessor. Nicht bloß ein halbierter GF100, sondern ein eher an die Bedürfnisse von Spielern beziehungsweise Spiele-Engines angepasster Grafikprozessor. Zwei Versionen bringt Nvidia auf den Markt: eine 1.024-MByte-Variante für 230 Euro und eine mit 768 MByte für 200 Euro. Noch sind aber nur wenige der bisher preiswertesten DirectX-11-Grafikkarten von Nvidia im Handel verfügbar.

Unmittelbarer Gegner beider Varianten ist die ATI Radeon HD 5830, die im Handel zwischen 200 und 240 Euro kostet, aber auch die starke und weit teurere ATI Radeon HD 5850 (300 Euro) liegt leistungsmäßig in greifbarer Nähe. Schließlich rechnet die je nach Benchmark-Parcours in etwa so schnell wie die Geforce GTX 465.

Achtung: Dieser Test wurde auf unser neues Grafikkarten-Wertungssystem umgestellt und ist deshalb nicht ohne Weiteres mit vorhergehenden Tests vergleichbar. Alle wichtigen Tests gleichen wir sukzessive an das neue Wertungssystem an.

Nvidia Geforce GTX 460 : Warum nicht gleich so? Die Geforce GTX 460 ist ganz anders und so viel besser als der Rest der GTX-400-Serie. Warum nicht gleich so? Die Geforce GTX 460 ist ganz anders und so viel besser als der Rest der GTX-400-Serie.

Die Geforce GTX 460

Auf der Geforce GTX 460 kommt nicht der GF100-Grafikchip von Geforce GTX 480, Geforce GTX 470 und Geforce GTX 465 zum Einsatz, sondern erstmals der überarbeitete GF104-Baustein. Im Vergleich zum GF100 hat Nvidia wesentliche Teile der Optimierungen für professionelle Anwendungen gestrichen, um den für Spiele relevanten Einheiten mehr Platz zu geben und die Herstellungskosten sowie die Stromaufnahme zu senken (entfernt wurde die ECC-Fehlerkorrektur für Speicher und Cache sowie die Unterstützung für schnelle Double-Precision-Berechnungen). Auf den mit 512 KByte für einen Grafikchip ungewöhnlich großen L2-Cache-Speicher kann der GF104 aber weiterhin zurückgreifen.

Der GF100 hat insgesamt 512 Shader-Prozessoren, von Nvidia in Anlehnung an die Programmierschnittstelle für allgemeine Berechnungen CUDA-Cores genannt. Selbst beim 450 Euro teuren Spitzenmodell Geforce GTX 480 hat Nvidia nur 480 Einheiten aktiviert. Der GF104 hat nach unserer Vermutung insgesamt maximal 384 Shader-Prozessoren, eine offizielle Angabe seitens Nvidia steht allerdings noch aus. Sicher ist, dass bei der Geforce GTX 460 336 Rechenwerke freigeschaltet sind, die mit 1.350 MHz beinahe so schnell takten wie auf einer GTX 480 (1.401 MHz). Die GTX 465 hat mit 352 zwar ein paar zusätzliche Shader, aber die laufen lediglich mit 1.215 MHz. Auch die Taktraten der übrigen Chipteile liegen mit 675 MHz deutlich über denen von GTX 465 und GTX 470 und nur knapp unter denen der GTX 480. Von den 15 Polygon-Tesselatoren der GTX 480 bleiben bei der GTX 460 noch sieben übrig, wobei der GF104 vermutlich über insgesamt acht verfügt.

Nvidia Geforce GTX 460 : Dem GF104-Chip fehlen viele für Spiele unnötige Funktionen, die Profi-Anwendungen beschleunigen. Dem GF104-Chip fehlen viele für Spiele unnötige Funktionen, die Profi-Anwendungen beschleunigen. Eine Folge der Spieleoptimierung des GF104 ist die in Relation zu den Shader-Prozessoren stark angestiegene Zahl der Textureinheiten. Im Gegensatz zur Vorgängergeneration und der Radeon-Konkurrenz war die bei der Geforce GTX 480 mit 7:1 wenig ausbalanciert. Bei der GTX 465 beträgt das Verhältnis wegen der identischen Chiparchitektur ebenfalls 7:1, bei der GTX 460 dagegen spieletauglichere 5:1: Speziell Titel aus der letzten oder vorletzten Technikgeneration brauchen mehr Textur- als Shader-Leistung. Aber auch aktuelle Spiele profitieren von den 56 Textureinheiten (GTX 465: 44, Radeon HD 5870: 80).

Die zwei Varianten der Geforce GTX 460 unterscheiden sich nur beim Speicher und der Speicher-Anbindung. Während die GTX 460 mit 1.024 MByte und einer 256 Bit breiten Anbindung maximal 115,2 GByte pro Sekunde vom Grafikchip in den Speicher schaufelt, kommt das kleinere 768-MByte-Modell wegen der mit 192 Bit schmaleren Anbindung nur auf 86,4 GByte/s. Das und die bei 768-MByte-Karte von 32 auf 24 drastisch reduzierten ROP-Einheiten (ROPs sind unter anderem für die Kantenglättung mitverantwortlich) drücken die Spieleleistung bei hochwertigen Kantenglättungsmodi weit unter das Niveau der 1,0-GByte-Platine, wie unsere Benchmark-Tests zeigen.

Als einzige der aktuellen Nvidia-Karten kann die Geforce GTX 460 die Soundsignale Dolby True HD und DTS-HS Master Audio per Bit-Streaming über HDMI an einen entsprechenden Verstärker schicken. Ansonsten entspricht die Geforce GTX 460 technisch den teureren Familienangehörigen: Unterstützung von DirectX 11, PhysX-Effekten auf der Grafikkarte, der 3D-Technik Nvidia 3D Vision sowie über den aktuellen Treiber 258.80 auch so genanntes Surround-Gaming auf drei Monitoren und als 3D Vision Surround in Kombination auch in 3D. Anders als bei AMDs Radeon-HD-5000-Serie und deren Mehrschirmtechnik Eyefinity sind dazu aber zwei Grafikkarten im SLI-Verbund zwingend erforderlich, wenn Sie mehr als zwei Monitore ansteuern wollen.

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Avatar Aerandir
Aerandir
#1 | 12. Jul 2010, 05:48
Wow, klingt beeindruckend! Schöner Test und als NV Fanboi: Freut mich =)
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Avatar Killererpel
Killererpel
#2 | 12. Jul 2010, 05:51
Da weis ich ja schon was ich mir in den nächsten Monaten zusammenspare.Die wird meine gute alte 8800gt ablösen.
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Avatar Suzi Q.
Suzi Q.
#3 | 12. Jul 2010, 06:35
Super, warum nicht gleich so. \o/
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Avatar Prophet
Prophet
#4 | 12. Jul 2010, 07:09
Endlich,... ich wollte schon seit einiger Zeit aufrüsten und konnte mich nicht entscheiden,.. weil Nvidia nix hatte und die ATI Karten ,wegen der fehlenden Konkurenz, teurer sind als sie sein sollten
jetzt ändert sich das hoffentlich
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Avatar Anta21
Anta21
#5 | 12. Jul 2010, 07:24
Ein überraschend gutes Ergebnis, hatte schon termi 4.0 befürchtet....es sei aber angemerkt, dass man für 250 € schon ein HD 5770 1024 CF-Gespann bekommen kann, wenn man sucht...dieses sollte eine GTX460 in allen belangen schlagen können...

mfg Anta

beleg:

http://www.computerbase.de/artikel/grafikk arten/2010/test_nvidia_geforce_gtx_460/20/#abs chnitt_performancerating_ohne_aaaf
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Avatar newcyzz
newcyzz
#6 | 12. Jul 2010, 07:45
Zitat von Anta21:
Ein überraschend gutes Ergebnis, hatte schon termi 4.0 befürchtet....es sei aber angemerkt, dass man für 250 € schon ein HD 5770 1024 CF-Gespann bekommen kann, wenn man sucht...dieses sollte eine GTX460 in allen belangen schlagen können...

mfg Anta


"sollte" "würde" "könnte"..... kauf dir ne ATI und Ende.
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Avatar Theedee
Theedee
#7 | 12. Jul 2010, 08:04
Endlich, danke NVIDIA.

Eine Karte die schnell, leise, kühl und stromsparend ist.

Ichwill sie mir zwar nicht direkt kaufen, aber endlich herscht wieder wirkliche Konkurrenz im Grafikkartensektor bei der Preis/Leistung. Die Karten von ATI sind in den letzten 6 Monaten nicht im Preis gefallen nur weil NVIDIA es nicht gebacken bekommen hat. Wenn man das mit früher (vor 2 Jahren) vergleicht, da haben die Karten in 6 Monaten 30-50 Prozent an Wert verloren.....
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Avatar Neumi
Neumi
#8 | 12. Jul 2010, 08:30
Zitat von newcyzz:


sollte würde könnte..... kauf dir ne ATI und Ende.

Haters will hate ... and flame

Aber was soll's ATI mit dem Ende in Verbindung zu bringen, mach noch nicht mal ich als Nvidia Fan.


@Anta: Hast du den Bericht überhaupt gelesen? Schau dir mal weiter hinten die Benchmarks an. Vielleicht überlegst du dir das mit in allen Belangen dann vielleicht noch.

Naja, ich hab mir mittlerweile eine 470er zugelegt. Braucht zwar mehr Strom, dafür läßt sich aber Just Cause 2 mit vollen Details und zusätzlichen Wassereffekten flüssig spielen. Ich bin zufrieden.
Bei meinem Gehäuse mit 7 Lüftern bleibt sie auch angenehm leise.

Aber die 460er klingt schon interessant, guter Tip für die bisher unentschlossenen. Vor allem auch vom Preis her.
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Avatar trib00n
trib00n
#9 | 12. Jul 2010, 09:04
Die Karte scheint besser zu sein,aber das Wärmeproblem von über 80 grad unter Vollast haben sie immer noch nicht in den Griff bekommen,ich bau mir sicher keine Heizung in mein System ein, nicht im Sommer,und aber auch nicht im Winter, da bietet meiner Meinung nach ATI die besseren Möglichkeiten.

Und jetzt kommt mir nicht mit neuem Lüfter oder whatever. Zurzeit fahre ich ne 4870 und die wird dank meiner Einstellungen nie wärmer als maximal 60 grad unter Vollast. Der verbaute Kühler is auch kaum hörbar
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Avatar Mr.Uhu
Mr.Uhu
#10 | 12. Jul 2010, 09:27
Wow, wenn NVidia die GF104 auf die High-End Modelle loslässt und so GTX485 und GTX475 Karten rauskommen, dann muss ATI sich warm anziehen. Die Karten sind dann auf Grund der Optimierungen nicht nur immer noch schneller, sondern auch vom Verbrauch her gleich und günstiger in der Herstellung.
Ich habe zwar schon eine HD5870 hier, aber ich freue mich trotzdem auf die nächsten paar Monate - vor allem auf Southern Island vs. GF104, bin ja so ein kleiner ATI-Fanboy^^
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