Mit dem Test der Nvidia Geforce GTX 560 Ti Schwerpunkt haben wir unseren Benchmark-Parcours modernisiert. In einem zweiten Schritt ändern wir nun auch das Wertungssystem, um der immer mageren Ausstattung und der immer größeren Leistungsspanne Rechnung zu tragen. Für den einen großen Grafikkarten-Vergleichstest in der kommenden GameStar-Ausgabe 04/2011, die ab Ende Februar am Kiosk liegt, haben wir die 20 wichtigsten Referenzkarten neu bewertet. Natürlich wurden auch an alle getesteten, konkreten Produkte die Maßstäbe angelegt, die wir auch aufgrund Ihrem Kommentaren in den letzten Monaten erarbeitet haben. Das neue Wertungssystem betrifft unsere Online-Tests genauso. Wie das aussieht, sehen Sie im gerade veröffentlichten Test der Palit Geforce GTX 560 Ti Sonic. In den nächsten Tagen und Wochen gleichen wir die Wertungen aller wichtigen Referenzkarten und die in unseren Bestenlisten an. Alle neuen Tests erscheinen direkt mit dem neuen Grafikkarten-Wertungssystem.

Neues Grafikkarten-Wertungssystem : Ab sofort hat die Spieleleistung 60 Prozent Anteil an der Gesamtnote. Ab sofort hat die Spieleleistung 60 Prozent Anteil an der Gesamtnote.

Statt wie bisher mit 40 Prozent fließt die Spieleleistung nun mit 60 Prozent in die Wertung ein. Auf diese Weise können wir den Leistungs-Vorsprung von High-End-Karten gegenüber den jeweils aktuellen Preis-Leistungs-Krachern bessern abbilden. Dafür verliert die Bildqualität von 20 auf 10 Prozent an Gewicht, weil die meist minimalen optischen Unterschiede im Eifer des Gefechts nicht auffallen. Von ihrer insgesamt etwas besseren Bildqualität profitieren die Geforce-Karten aber auch weiterhin und behalten ihren Vorsprung von einem Punkt. Die Technik-Note, zuletzt eine Melange aus technischen Features und dem Stromverbrauch lösen wir auf: Extras wie die Unterstützung von Eyefinity und 3D Vision, die zusätzliche Hardware erfordern, sowie GPU-PhysX werden zu einem Teil der Ausstattung, die weiter 10 Prozent ausmacht. Anstelle der Technik-Note führen wir die Wertungskategorie »Energieeffizenz« neu ein. Hier erfahren Sie alles über den Stromverbrauch im Leerlauf und unter Volllast sowie die Energieeffizienz, also wie viel Performance eine Grafikkarte in Relation zu ihrer Stromaufnahme liefert. Bei gleicher Spieleleistung erreicht die Grafikkarte eine höhere Punktzahl, die absolut weniger Strom zieht; der Anteil an der Gesamtnote liegt bei 10 Prozent. Beim Kühlsystem ändert sich nichts, sein Anteil beträgt weiter 10 Prozent.

Falls Ihnen die Umstellung des Benchmark-Parcours entgangen ist, hier eine Zusammenfassung: Statt Colin McRae: Dirt 2 nutzen wir nun das auf der gleichen Engine aufbauende, aber technisch anspruchsvollere F1 2010 im DirectX-11-Modus. Den verwenden wir auch bei Metro 2033 sowie beim kostenlosen Battleforge. Die DirectX-10-Front wird von Crysis noch solange gehalten, bis Crysis 2 erscheint, Far Cry 2 und H.A.W.X. mussten ihren Posten verlassen. Auf vielfachen Wunsch nehmen wir mit Call of Duty: Black Ops und Mafia 2 wieder zwei DirectX-9-Spiele ins Programm. Auf H.A.W.X. 2, welches das DirectX-11-Feature Tesselation für besonders fein ausmodellierte Gebirgsketten nutzt, mussten wir verzichten, weil die Geforce GTX 570 hier je nach Einstellung um 50 Prozent schneller rechnet als die ähnlich teure Radeon HD 6970. Durch die exorbitanten hohen, absoluten Unterschiede hätten die Radeons bei der abschließenden Durchschnitts-Wertung nicht den Hauch einer Chance gehabt, selbst wenn Sie alle anderen Spiele mit einigen Frames Vorsprung für sich entschieden hätten. Auch die neuen Benchmarks installieren wir auf unserem etablierten Grafikkarten-Testsystem unter Windows 7 Ultimate 64 Bit, dass mit einem 3,2 GHz flotten Core i7 965 und 6,0 GByte Speicher noch immer schnell genug ist.

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