Nvidia Geforce GTX 660 im Test
Kepler-Geforce für knapp über 200 Euro
Endlich kommen die ersten erschwinglichen Nvidia-Grafikkarten mit Kepler-Chip auf den Markt. Im Test muss die Geforce GTX 660 für 225 Euro zeigen, wie schnell sie die Benchmarks absolviert.
Von
Hendrik Weins
|
Datum:
13.09.2012
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Ihrer Zeit meist weit voraus
In der offiziellen Pressemappe findet sich ein denkwürdiges Statement von Nvidia: Über 90 Prozent aller Spieler würden bislang keine Geforce mit Kepler-Chip kaufen! Der Grund ist so einfach wie einleuchtend – bislang kostete das günstigste Modell knapp 300 Euro.
Da überrascht es umso mehr, dass Nvidia so lange gebraucht hat, um endlich erschwingliche Karten der aktuellen DirectX-11.1-Generation auf den Markt zu bringen. Während AMD bereits seit Anfang des Jahres preisbewussten Spieler Modelle für deutlich unter 300 Euro anbietet, zieht Nvidia erst jetzt mit der
Geforce GTX 660
für rund 225 Euround der Geforce GTX 650 für unter 150 Euro nach.
Nvidia stellt die Geforce GTX 660 in direkte Konkurrenz zur Radeon HD 7850, die mittlerweile nur noch rund 180 Euro kostet. Näher am empfohlenen Verkaufspreis liegt aber die
Radeon HD 7870
für etwa 230 Euro. Im Test der Geforce GTX 660 muss sich zeigen, wie sich die neueste Kepler-Grafikkarte gegen die teurere Konkurrenz aus dem eigenen Haus sowie den Konkurrenzplatinen von AMD schlägt. Zudem vergleichen wir die DirectX-11.1-Karte mit den Vorgängermodellen Geforce GTX 560sowie GTX 460 und geben konkrete Tipps zum Aufrüsten.
Update: Gut ein Jahr nach Veröffentlichung der aktuellen Radeon- und Geforce-Generation haben wir das komplette Portfolio von AMD und Nvidia erneut getestet. Durch permanente Treiber-Optimierungen haben sich die Relationen der einzelnen Karten zueinander leicht verschoben, so dass die in diesem Artikel stehenden Benchmarks nicht mehr das aktuelle Leistungsgefüge abbilden. Ständig aktualisierte Benchmarks finden Sie im Artikel
Die besten Grafikkarten
.
Nvidia Geforce GTX 660
Das Referenzdesign der Geforce GTX 660 entspricht dem der Geforce GTX 660 Ti und GTX 670.
Zotac Geforce GTX 660
Zum Test rückte Nvidia aber kein Original heraus. Stattdessen verwenden wir diese GTX 660 von Zotac.
Wie schon bei der
Geforce GTX 660 Ti
so schickte uns Nvidia auch diesmal keine Referenzkarte zum Test, stattdessen greifen wir auf eine verkaufsfertige Karte von Zotac zurück. Der Hersteller übertaktet die Karte mit 993 MHz Chip- und 6.008 MHz effektivem Speichertakt minimal. Für all unsere Tests haben wir die Taktraten aber auf die von Nvidia angegebenen Werte reduziert. Bei Energieeffizienz sowie Lautstärke können wir unser Urteil nicht so einfach verallgemeinern, weil die Ergebnisse unter anderem vom jeweils verbauten Kühler abhängen. Deshalb lassen sich die entsprechenden Messungen nicht für alle Modelle mit gleichem Chip übertragen.
Geforce GTX 660 im Detail
Technisch ähnelt die Geforce GTX 660 den größeren Modellen stark, auch wenn die Grafikkarte auf einem neuen Chip basiert. Der GK106 der Geforce GTX 660 wurde im Vergleich zum GK104 von
Geforce GTX 680
,
Geforce GTX 670
und GTX 660 Ti deutlich abgespeckt. Während auf der Geforce GTX 680 noch 1.536 Shader-Einheiten im Verbund von acht SMX-Blöcken arbeiten (jedes SMX-Modul besitzt 192 Shader), sind es bei der Geforce GTX 660 nur noch 960 Recheneinheiten und fünf SMX-Module. Im Vergleich zum nächst schnelleren Modell Geforce GTX 660 Ti fällt der Unterschied ebenfalls groß aus: Mit 1.344 Shadern besitzt die Ti-Version 40 Prozent mehr Rechenwerke – vor allem in modernen Spielen mit einem hohen Tesselationsanteil oder vielen Shader-Effekten ein immenser Vorteil.
Die Geforce GTX 660 besitzt fünf SMX-Einheiten (hier Raster engines genannt) mit je 192 Shader-Rechenwerken.
Um die geringerre Shader-Anzahl zumindest etwas wett zu machen, verfügt die Geforce GTX 660 mit 980 MHz über den etwas höheren Takt als das Ti-Modell (915 MHz), Speicherinterface (192 Bit), Speichermenge (2,0 GByte GDDR5-VRAM) sowie der Speichertakt (effektiv 6.000 MHz) sind bei beiden Modellen hingegen identisch. Dementsprechend fällt auch die Ansteuerung des Speichers aus. Wie bereits im Test der Geforce GTX 660 Ti beschrieben, werden die 2,0 GByte Videospeicher von unterschiedlichen breiten Speicherinterfaces angesprochen. Ein theoretischer Nachteil, der bislang in der Praxis aber keine nennenswerten negativen Folgen nach sich zieht.
Wie alle GTX-600-Modelle so sorgt auch bei der Geforce GTX 660 ein automatischer Übertaktungsmechanismus für kostenlose Zusatzleistung. Im Fall der GTX 660 erhöht sich der Chiptakt je nach Auslastung von 980 auf mindestens 1.033 MHz. Das von uns getestete Zotac-Modell übertraf diesen Wert leicht und errichte durchgängig 1.072 MHz.
Technische Daten
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Geforce GTX 660
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Geforce GTX 660 Ti
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Radeon HD 7850
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Radeon HD 7870
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Grafikchip
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GK106
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GK104
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Pitcairn Pro
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Pitcairn XT
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Fertigung
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28 nm
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28 nm
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28 nm
|
28 nm
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Chiptakt
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980 MHz
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915 MHz
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860 MHz
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1.000 MHz
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Shader-Einheiten
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960
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1.344
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1.024
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1.280
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Textur-Einheiten
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80
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112
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80
|
80
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GDDR5-Speicher
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2.048 MByte
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2.048 MByte
|
2.048 MByte
|
2.048 MByte
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Speichertakt (effektiv)
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6.008 MHz
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6.008 MHz
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4.800 MHz
|
4.800 MHz
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Speicheranbindung
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192 Bit
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192 Bit
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256 Bit
|
256 Bit
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Speicherbandbreite
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144 GB/s
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144 GB/s
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154 GB/s
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154 GB/s
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Stromverbrauch Volllast (TDP)
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140 Watt
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150 Watt
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130 Watt
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175 Watt
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Stromverbrauch Leerlauf (TDP)
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15 Watt
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15 Watt
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3 Watt
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3 Watt
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Preis
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225 Euro
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270 Euro
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180 Euro
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230 Euro
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