Wolfenstein: The New Order im Technik-Check : In Wolfenstein: The New Order kämpfen wir gegen hochgezüchtete deutsche Regime-Soldaten. In Wolfenstein: The New Order kämpfen wir gegen hochgezüchtete deutsche Regime-Soldaten.

Wolfenstein: The New Order basiert auf die von id Software entwickelte Engine id Tech 5. Diese wurde erstmals 2011 in Rage eingesetzt und sorgte dort für sowohl für positive wie auch negative Schlagzeilen. Eine Besonderheit der Engine ist unter anderem das Virtual Texturing, auch bekannt als die MegaTexture-Technologie.

Zum Thema » Wolfenstein: The New Order im Test Der beste Blazkowicz » Wolfenstein: The New Order Technik-Probleme zum Launch und Workarounds Diese Technik zur Darstellung von Texturen funktioniert grundlegend anders als bei anderen populären Grafik-Engines: Statt wie üblich viele kleine, einzelne Texturkacheln zur Gestaltung der Spielwelt zu nutzen, werden beim MegaTexturing ganze Level-Areale mit nur einer großen, zusammenhängenden Textur versehen.

Das soll vor allem der Variation der Umgebung dienen, da der Spieledesigner die Möglichkeit hat, ein ganzes Level von Hand zu gestalten, sodass sich immer wiederholende Texturen oder Objekte, wie beispielsweise die hundertste absolut identische Kiste, vermieden werden.

Da das Anzeigen solcher, mehrerer Gigabyte großer Texturen allerdings sehr viel Leistung kosten würde und mit heutigen Grafikkarten nicht zu stemmen ist, teilt die id Tech 5 Engine diese MegaTextur auf und »streamt« nur die Datenpakete von der Festplatte des PCs in den Videospeicher der Grafikkarte, die gerade zur Anzeige des Bildes benötigt werden. Detailliertere Informationen darüber lesen Sie in unserem Special zur id Tech 5-Engine.

Technische Probleme

Seit Release kursieren in diversen Spiele- und Steam-Foren Meldungen über technische Probleme mit Wolfenstein: The New Order. Teilweise führt das Starten des Spiels zu Abstürzen mit einem White-Screen. Auch auf unseren Systemen gab es immer wieder technische Probleme, so stürzte das Spiel bei älteren Grafikkarten beim Laden des Levels einfach ab.

Auch auf aktuellen Grafikkarten und sowohl auf Windows 7 als auch auf Windows 8 kam es gelegentlich zu einem Auflösungs-Bug: Das Spiel startet in einer unpassenden Auflösung und im Grafikmenü wird eine willkürliche, viel zu hohe Auflösung angegeben. Ein Neustart oder mehrere Neustarts des Spiels halfen in diesem Falle weiter.

Wolfenstein: The New Order im Technik-Check : Technische Mängel wie dieser Auflösungs-Bug treten gelegentlich auf. Technische Mängel wie dieser Auflösungs-Bug treten gelegentlich auf.

Ein weiterer, auf allen Grafikkarten reproduzierbarer technischer Mangel sind aufploppende Texturen bei rasanten, aber für einen Shooter keinesfalls ungewöhnlich schnellen Kameraschwenks. Selbst auf High-End-Grafikkarten wie der Geforce GTX 780 Ti und der Radeon R9 290X trat dieses Phänomen auf, wenn auch nur sehr kurz und nicht sonderlich störend. Je geringer die Reserven der Grafikkarten beim Videospeicher sind, desto deutlicher treten die nachladenden Texturen auf.

Einige Probleme wie etwa der Absturz mit White Screen lassen sich entweder durch ein Update des Grafikkartentreibers auf die neueste Version beheben. Bei AMD ist das der Catalyst 14.4, bei Nvidia der 335.23-Treiber. Auf Geforce-Karten kann auch das Deaktivieren von Triple Buffering im Treiber helfen, den Absturz mit weißem Bildschirm zu beseitigen.

Systemanforderungen

1920x1080, Voreinstellung Niedrig

Grafikkarte: AMD Radeon HD 5750 oder Nvidia Geforce GTX 285
Prozessor: AMD Athlon II X3 450 oder Intel Core Duo E7400
Arbeitsspeicher: 2,0 GByte
Festplatte: 44 GByte

Für minimale Einstellungen empfehlen wir mindestens eine Grafikarte auf Niveau der GTX 285 oder bei AMD eine Radeon HD 5750 oder stärker. Prozessorseitig müssen selbst auf minimalen Einstellungen relativ starke Prozessoren ran, unter einem Intel Dual-Core Duo E7400 respektive einem Dreikerner von AMD mit mindestens 3 GHz wie dem Athlon II X3 450 ruckelt das Spiel selbst auf minimalen Einstellungen. Als Arbeitsspeicher müssen mindestens 2,0 GByte verbaut sein. Zwar gibt Bethesda mindestens vier an, mit nur zwei Gigabyte war es uns aber auch möglich, auf niedrigen bis mittleren Einstellungen längere Zeit zu spielen.

1920x1080, Voreinstellung Hoch

Grafikkarte: AMD Radeon HD 5870 oder Nvidia Geforce GTX 560
Prozessor: AMD Phenom X4 965 oder Intel Core 2 Quad Q9650
Arbeitsspeicher: 4,0 GByte
Festplatte: 44 GByte

Für die spielinterne Voreinstellung »Hoch« müssen Sie mindestens Grafikkarten mit einem Gigabyte Videospeicher besitzen. Leistungsmäßig sollten diese einer GTX 560 oder AMD Radeon 5870 entsprechen. Für die Prozessorarbeit werden auf Stufe »Hoch« seitens AMD mindestens vier Kerne in Form des Phenom X4 965 nötig, bei Intel muss ein Prozessor der Leistungsklasse eines Core 2 Quad Q9650 ran. Vier Gigabyte RAM und erneut satte 43 GByte an Festplattenspeicher sind für Wolfenstein nötig.

Update 23.05.2014:
In den Kommentaren kam die Vermutung auf, die große Spieldateien von Wolfenstein seien wie bei Titanfall einer unkomprimierten Speicherung der Sounddateien zuzuschreiben. Dies können wir nicht bestätigen, zumindest in dem Umfang, wie es bei Titanfall der Fall ist. Da bei Wolfenstein allein 33,1 GByte auf den Ordner namens »virtualtextures« zufallen, sind in erster Linie die riesigen Texturen für den insgesamt über 43 GByte großen Spieleordner verantwortlich.