Battlefield 1 : Den Erfolg mit Battlefield 1 möchte Electronic Arts im Jahr 2017 auch auf den Bereich E-Sport ausweiten. Aber taugt der Shooter als kompetitive Plattform? Den Erfolg mit Battlefield 1 möchte Electronic Arts im Jahr 2017 auch auf den Bereich E-Sport ausweiten. Aber taugt der Shooter als kompetitive Plattform?

Zum Thema Battlefield 1 ab 16,99 € bei Amazon.de Battlefield 1 für 49,99 € bei GamesPlanet.com Battlefield 1 soll 2017 zur Plattform für kompetitiven Multiplayer ausgebaut werden. Das erklärte der Manager von Electronic Arts E-Sport-Sparte, Chief Competition Officer Peter Moore, im Rahmen der Credit Suisse 2016 Annual Technology Conference.

Mit den Sportspielen FIFA und Madden habe man bereits sehr erfolgreiche Marken im E-Sport etabliert, die allein schon ihrer Natur nach sehr nahe am echten Sport sind. Mit dem großen AAA-Shooter möchte man im kommenden Jahr ebenfalls den kompetitiven Mehrspieler ins Auge fassen:

Wir haben [E-Sport] die letzten Jahre mit hohem Interesse verfolgt und uns in den letzten sechs Monaten entschieden, dass die Zeit reif für Investitionen in diesem Bereich ist. Und nicht nur mit unseren lizenzierten Produkten, denn sie werden im Kalenderjahr 2017 sehen, dass wir mit unserer Marke Battlefield einsteigen werden. Eine komplett eigene Marke, die wir um kompetitive Spielmodi ausbauen wollen.

Im Multiplayer von Battlefield 1 kämpfen die Spieler natürlich auch jetzt bereits gegeneinander um den Matchsieg. Einen wirklichen Fokus auf das kompetitive Element mit entsprechenden Spielmodi, Ranglisten, Ligen, großen Turnieren und Events hat der Weltkriegs-Shooter aber noch nicht.

Wie verdient man mit einer kompetitiven Plattform Geld?

Die Investoren der Konferenz von Credit Suisse hatten für Moore natürlich noch eine weitere Frage: EA verdient an den Mehrspieler-Fans von FIFA durch Paketverkäufe im Modus FIFA Ultimate Team. Durch Ränge, Ligen und Turniere bleiben Fans sprichwörtlich am Ball. Hohe Kundenbindung trifft also auf gute Monetarisierung. Was hat man da für Battlefield geplant?

Peter Moore schaut bei seiner Antwort auf den erfolgreichsten Shooter im kompetitiven Bereich:

Es gibt Mikrotransaktionen in Battlefield, sie heißen Battlepacks […]. Wir haben auch im Speziellen und mit großer Bewunderung gesehen, was Counter-Strike: Global Offensive erreicht hat, und man muss anerkennen, die Spielerbindung ist phänomenal. Wir verkaufen schlicht mehr Einheiten von Battlefield durch den Fakt, dass es kompetitive Spielmodi gibt, in denen man sich messen kann.

Mit der Pyramide zum finanziellen Erfolg

Auch wenn das Spielprinzip mittlerweile über sechzehn Jahre alt ist und der jüngste Teil vor über vier Jahren erschien: Counter-Strike ist so erfolgreich wie nie, Global Offensive ist wohl mittlerweile das meistverkaufte PC-Spiel aller Zeiten noch vor Minecraft. Das liegt natürlich auch am sportlichen Fokus, mit traditionsreichen E-Sport-Teams und Turnieren an der Spitze.

EA hat aber nicht unbedingt diese Spitze des Eisbergs im Auge. Laut Peter Moore ist das kompetitive Gaming-Segment eine Pyramide, bei der man sich gar nicht so sehr auf den oberen Bereich, dem klassischen Profi-E-Sport, konzentrieren möchte. Vielmehr schaue man auf die Basis: Die Millionen von Spieler, die das Produkt kaufen, kompetitive Modi mit mehr oder minder großen Ambitionen spielen, die die Profis feiern und über Mikrotransaktionen weiteres Geld in ihr Hobby stecken. Diese Spieler sind schließlich in der Menge für den großen finanziellen Erfolg verantwortlich.

Wer sich für das Pyramiden-Modell näher interessiert, kann sich den eingebetteten Talk mit Peter Moore von Electronic Arts anschauen. Hier erklärt er EAs Vision für die eigene Zukunft im E-Sport-Markt.

Details zur kompetitiven Zukunft von Battlefield 1 gibt es übrigens noch nicht. Moore bleibt in seinen Aussagen vage, der Entwickler DICE hat noch keine entsprechenden Pläne geäußert. Battlefield 1 erschien am 21. Oktober 2016 für PC, Xbox One und PlayStation 4.

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