Battlefield 3 im Technik-Check
Systemanforderungen und Grafikvergleich
Mit Battlefield 3 möchte der Entwickler Dice neue Maßstäbe in Sachen Grafik setzten. Ob das gelingt und wie das Spiel in den verschiedenen Einstellungen wirklich aussieht, erfahren Sie im großen Technik-Check mit Bildervergleich.
Von
Marc Sehr
|
Datum:
26.10.2011
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Die Battlefield-3-Engine im Detail
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Neue Funktionen im Detail
Battlefield 3
ist möglicherweise das meist herbeigesehnte Spiel dieses Jahres. Die Frostbite 2.0 Engine haucht dem Shooter dabei Leben ein und punktet mit nie gesehener Beleuchtung und wunderschönen Texturen. Spieler, die noch einen Rechner mit Windows XP verwenden, werden allerdings nicht in den Genuss von Battlefield 3 kommen können. Die neueste Generation der Frostbite-Engine wurde auf DirectX 11 ausgelegt, die DirectX-9.0-Unterstützung fiel dabei über Bord. Erst ab Windows Vista und einer DirecX-10.0-fähigen Grafikkarte können Sie das Spiel auf Ihrem Rechner spielen.
Die größten Stärken der Frostbite-2.0-Engine sind zweifellos die Beleuchtung und korrekte Berechnung der Schatten. Im Spiel werden Sie teilweise wie in der Realität von spiegelnden Oberflächen geblendet, sobald Sie im richtigen Winkel zu Oberfläche und Lichtquelle stehen. Per Ambient Occlusion wird zudem der Schattenwurf von Objekten deutlich realistischer dargestellt. Dabei werden Kanten mit Schatten versehen, die in der Realität durch diffuse Reflexionen entstehen. Alle Objekte im Spiel gewinnen durch diese Technik deutlich an Realismus. Neben der Beleuchtung punktet die Engine noch mit ihren weitläufigen, hochdetaillierten Levels, die besonders in den riesigen Multiplayer-Schlachten Verwendung finden. Einziges Manko ist die Darstellung der Vegetation: Mitunter ragen hässliche Büsche aus dem Boden, die so gar nicht in die schöne Landschaft passen wollen.
Battlefield 3 können Sie laut Mindestvoraussetzungen bereits mit einem 2,7 GHz schnellen Prozessor, 2,0 GByte RAM und einer Geforce 8800 GTS oder einer Radeon HD 3870 spielen. Wir haben das überprüft: Spielen können Sie das Spiel zwar mit dieser Konfiguration, allerdings nur in den niedrigsten Details und bei einer Auflösung von 1280x1024. Zuweilen bricht die Framerate an vielen Stellen des Spiels deutlich ein. Erst mit einer
Nvidia Geforce GTX 460
oder einer
AMD Radeon HD 5770
können Sie das Spiel bei hohen Details in 1680x1050 genießen, müssen dann aber auf die höchste Stufe der Kantenglättung und des Ambient Occlusions verzichten. Um Battlefield 3 in ganzer Pracht zu erleben sollten zumindest ein Quad Core, 2,0 GByte RAM und eine
Nvidia Geforce GTX 560
oder eine
AMD Radeon HD 6950
in Ihrem Rechner werkeln.
Update: Die Technik-Tabelle habe wir nun nachgereicht und ist auf der letzten Seite dieses Technik-Checks zu finden.
Grafikmenü
Das Grafikmenü ist mit seinen über 15 Einstellungsmöglichkeiten sehr umfangreich ausgefallen.
Mit vier vordefinierten Einstellungsstufen passen Sie das Spiel leicht an Ihr System an. Darüber hinaus können Sie Battlefield 3 mit der Funktion »Auto« selbst die Einstellungen für einen flüssigen Spielablauf überlassen. Wer die elf verschiedenen Einstellungen eigenhändig regeln möchte, darf das auf der Stufe »Individuell« erledigen. Allerdings sollten Sie beachten, dass Sie nicht alle Änderungen sofort im Spiel auswirken. Für die Einstellungen »Texturenqualität«, »Gitterqualität« und »Terrainqualität«, sowie »Terrainausstattung« und »Anisotroper Filter« ist ein Level-Neustart erforderlich, selbst wenn Sie im Grafikmenü nur bei ersterem explizit darauf hingewiesen werden.
Die beiden Voreinstellungen »Ultra« und »Hoch« nutzen DirectX-11-Funktionen, während die Voreinstellungen »Mittel« und »Niedrig« fast alle Einstellungen deaktivieren oder zumindest stark reduzieren, die Battlefield 3 eigentlich auszeichnen – beispielsweise das »Umgebungssicht« genannte »Ambient Occlusion« und die Detailstufe der sonstigen Schatten. Erfreulich: Neben VSync, das standardmäßig deaktiviert ist, dürfen Sie Kantenglättung und Anisotrope Filterung selbst festlegen. Über den Treiber müssen Sie so keine Einstellungen mehr erzwingen. Bei einem Klick auf »Zurück« werden Sie in einem kurzen Dialog gefragt, ob Sie die Einstellungen übernehmen und speichern wollen. Sind Sie mit Ihrer Einstellung nicht zufrieden, können Sie jederzeit mit »Einst. Zurücksetzen« die Standardeinstellungen wiederherstellen. ACHTUNG: Dies stellt alle Einstellungen in den Optionen wieder auf Standard, also auch die möglicherweise von Ihnen geänderte Tastaturbelegung.
Grafikqualität
Ultra
In der Ultra-Einstellung sieht das Spiel atemberaubend aus. Besonders die Licht- und Schatteneffekte stechen hervor.
Hoch
Der Unterschied zwischen Ultra und Hoch liegt im Detail. Auf Hoch werden filigrane Objekte in der Ferne deutlich schlechter dargestellt. Auch die Beleuchtung ist einen Tick schlechter als auf der höchsten Einstellung. Zudem ist die Kantenglättung nur in Mittlerer Stufe aktiviert.
Mittel
Die mittlere Einstellung ist besonders in der Beleuchtung deutlich schlechter als noch auf Hoch oder Ultra. Das liegt vor allem am ausgeschalteten Ambient Occlusion.
Gering
In der niedrigsten Einstellung ist das Spiel zwar noch sehenswert, die nicht geglätteten Kanten und die groben Schatten stören dann aber auf Dauer den Spielspaß.
Texturenqualität
Texturen: Ultra
Auf Ultra sind alle Texturen knackscharf und das Spiel ist in dieser Einstellung ein wahrer Augenschmaus…
Texturen: Hoch
… ein Unterschied zur hohen Einstellung lässt sich allerdings nicht feststellen.
Texturen: Mittel
Auf Mittlerer Stufe werden die Texturen nur minimalst unschärfer als in den beiden höheren Einstellungen.
Texturen: Gering
Erst auf »Gering« verwaschen die Texturen ein wenig, sehen aber selbst in dieser Einstellung noch sehr schön aus.
Texturen: Ultra
Texturen mit Schrift sind auf Ultra...
Texturen: Hoch
...Hoch...
Texturen: Mittel
...und Mittel identisch sind.
Texturen: Gering
Erst auf der niedrigsten Stufe werden die Texturen matschiger.