Zum Thema Dark Souls 3 ab 3,77 € bei Amazon.de DARK SOULS III für 37,99 € bei GamesPlanet.com Na, so wünscht man sich ein Presse-Event! Bandai Namco bietet Journalisten die Chance, den kompletten DLC The Ringed City von Dark Souls 3 zu spielen. Man bekommt zwar einen fertigen Spielstand gestellt, muss also mit einem Ritter ins Gefecht ziehen, aber abseits davon bleibt komplett uns Pressemenschen überlassen, was wir mit der Anspiel-Stunde anstellen wollen.

Doof nur, dass es niemand bis zum ersten Boss schafft. Dabei wollen alle natürlich die brennendste Frage beantworten: Ist der finale Dark-Souls-DLC der krönende Abschluss, den sich Fans erhoffen? Das Thema gewinnt dadurch an Brisanz, dass die Community vom ersten DLC Ashes of Ariandel nicht unbedingt begeistert war, nachdem Serienschöpfer Hidetaka Miyazaki den Spielern mehr Umfang versprach, als sie letztlich bekamen.

Sei's drum, mit dem Scheitern der Pressevertreter lässt sich zumindest ein Themenpunkt frühzeitig abhaken: The Ringed City senkt den Schwierigkeitsgrad nicht, sondern legt sogar eine Schippe drauf. Zum Vergleich: Ich war mit den weitgehend selben Leuten vor Release von Dark Souls 3 auf einem Anspiel-Event in Hamburg und konnte dort schnell feststellen, dass die antretenden Journalisten ziemlich fit im Spiel sind. Wir haben uns damals souverän durch die ersten Bosse geprügelt.

Dass The Ringed City uns so zum Schwitzen bringt, sagt also durchaus was aus. Hier eine kurze Schilderung meines Leidenswegs.

Zur Einordnung: So gut war das Originalspiel Dark Souls 3

Was bietet der DLC The Ringed City?

Mit meinem Ritter starte ich in einem verschneiten Gebiet, das auf den ersten Blick an Ashes of Ariandel erinnert, allerdings vermischt mit Gebieten des Hauptspiels. In der Ferne krümmt sich der Horizont, Gebäude »falten« sich ineinander - »Lore«-Enthusiasten entdecken hier alle möglichen Zeichen für das Ende des aktuellen Dark-Souls-Zeitalters.

Dark Souls 3 - The Ringed City DLC

Die generelle Stoßrichtung des ersten DLC-Gebiets verläuft nach unten. Aus irgendeinem (Story-)Grund gibt's in The Ringed City keinen Fallschaden. Mein Ritter purzelt von einer Klippenterrasse zur nächsten, durchläuft Ruinenreste und bleibt entschlossenen Hauptes am Leben, während unter ihm plötzlich die Erde wegbricht. Was mir der DLC zu Beginn an Gegnern entgegenwirft, erinnert an die Standardkost des Hauptspiels: Verdrehte Untote, die mich mit Dunkelmagie und Schwertern attackieren.

Als Highlight entpuppt sich hier noch ein dicker Koloss, der an die Executioners aus Bloodborne erinnert und mit seinen wilden Schlägen fiese Wunden reißt. In The Ringed City braucht im Prinzip kein Gegner mehr als drei Schläge, um meinen Level-120-Ritter umzubringen, allerdings schraubt From Software aktuell noch fleißig am Balancing. Der Schadens-Output kann sich also durchaus noch ändern.

Zum Vergleich: Ist Bloodborne das beste Souls?

Mein Lauf (und Fall) durch The Ringed City läuft also recht ordentlich an, die frühen Gegner haue ich weg, in schwierigeren Situationen gebe ich halt Fersengeld, um möglichst viel vom DLC-Gebiet zu sehen. Das wirkt im ersten Moment spielerisch recht routiniert, doch dann kommt die Motte. Diese elende, verfluchte Motte!

Eine Motte ruiniert mich

Ich muss durch ein riesiges, weitläufiges Tal gelangen, ohne dass ich weiß, wo es weitergeht. Überall stehen kleine Gebäuderuinen, meterdicke Äste ragen in den Himmel und laden zum Erkunden ein. Diverse Giftpfützen zwingen mich zur Vorsicht. Am Horizont taucht plötzlich eine riesige Motte auf - und beschießt mich mit einer Kanonade aus Blitzen, die meinen Ritter in zwei Sekunden umbringen.

Neustart: Ich versuche, den Lichtblitzen durch flinkes Rollen auszuweichen. Der Beschuss dauert aber so lange an, dass die Teile mich immer erwischen.

Neustart: Ich versuche, von Deckung zu Deckung zu huschen, wenn die blöde Motte eine Feuerpause einlegt. Das klappt auch ganz gut, allerdings ist dieses Tal (wie gesagt) sehr weitläufig. Und ich bin gezwungen, über die riesigen Äste zu laufen, die meilenweit in den Himmel ragen. Da gibt's keine Deckung. Das weiß auch die Motte - und freut sich.

Neustart: Ich wage die Flucht nach vorne. Mit dem Langbogen und 100 Pfeilen im Köcher hole ich das blöde Viech vom Himmel. Nachdem ich den Flattermann fünf Minuten lang mit Holz gespickt habe, stirbt er. Juhu! Und zwei Sekunden später erscheint eine neue Motte am Himmel. Game Over.

Pros und Cons an The Ringed City

Bandai Namco bestätigt mir: Kein Pressevertreter hat das Tal der Motte überlebt. Das hilft mir nicht wirklich beim Lecken der Wunden, aber umso neugieriger bin ich, wie die Reise Ende März weitergeht, wenn The Ringed City erscheint. Der Auftakt des DLCs hinterlässt mich mit gemischten Gefühlen. Rein spielerisch bietet er interessante neue Herausforderungen, die mich zum typischen Dark-Souls-Tüfteln motivieren.

Solche Experimente wie das Abschießen der Motte sind schließlich genau das, was den Souls-Spieler reizt: Eine schier unmögliche Situation doch irgendwie zu überleben.

Das Design der Landschaften lässt mich aber eher kalt. Klar, der sich krümmende Horizont sieht schick aus, aber den gab's eben schon im Hauptspiel. Und der Mix aus Schneegebiet und Lothric-Ruinen wirkt auch nicht wirklich wie eine aufregende neue Welt. Aber gut, das hier ist schließlich nur das erste Gebiet eines DLCs, der deutlich größer ausfallen soll als Ashes of Ariandel.