Im Rahmen der US-Spielemesse PAX hat das Entwicklerstudio BioWare bewegte Bilder aus dem kommenden Rollenspiel-Ungetüm Dragon Age: Inquisition gezeigt und neue Infos veröffentlicht. Was es alles an Neuigkeiten zu erfahren gab, haben wir hier zusammengefasst. Die eingebetteten Videos wurden auf der Messe PAX bei der BioWare-Präsentation mitgefilmt und zeigen wesentlich mehr vom Spiel als das offizielle Material von Electronic Arts (siehe Video oben).

Spielbare Qunari & Rüstungstausch

Im Gegensatz zu Dragon Age 2 dürfen sich Spieler zu Beginn einen Helden aus vier verschiedenen Völker - nämlich Menschen, Elfen, Zwerge und Qunari - wählen. Letztere sind erstmals als Rasse für den eigenen Protagonisten verfügbar. Außerdem steht jede Rasse in der männlichen und weiblichen Variante zur Auswahl.

Zwischen den Party-Mitgliedern lassen sich Items und Rüstungen beliebig tauschen, wobei sich das Outfit nun an den jeweiligen Charakter anpasst und nicht deplatziert wirkt. Je nachdem, wer die Ausrüstung anlegt, ändert sich deren Erscheinungsbild also. Im Vergleich zu den zum Teil minimalistischen Inventar-Angaben im Vorgänger, erhalten alle Gegenstände außerdem detaillierte Namen und Beschreibungen. Wir werden außerdem die Möglichkeit haben, Waffen und Rüstungen auch selbst zu schmieden.

Die taktische Ansicht ist zurück

Ein Element, das von vielen Fans in Dragon Age 2 besonders schmerzlich vermisst wurde und auch in der PC-Version nur in Ansätzen enthalten war, kehrt mit Inquisition zurück: die Taktik-Ansicht. Die Kämpfe lassen sich also wie gewohnt per Knopfdruck pausieren und die Kamera in eine übersichtliche Vogel-Perspektive schwenken. Von hier weist man seinen Recken bequem Angriffsziele zu und platziert flächendeckende Zaubersprüche.

Neue Technik, präzisere Dialog-Optionen

Gespräche laufen in Dragon Age: Inquisition wie gewohnt mit einer Auswahl an wählbaren Antworten ab. Steht eine schwerwiegende Entscheidung bevor, werden zu den Optionen zusätzliche Hinweise eingeblendet, die klarstellen sollen, was die Option bewirken wird. Zwar soll so das Resultat des Gesprächs nicht vorab verraten werden, BioWare will damit aber sicherstellen, dass sich Spieler über ihre Entscheidung bewusst sind. Spieler sollen also z.B. davor bewahrt werden, einen Kampf loszutreten, wenn sie ihr Gegenüber lediglich einschüchtern wollten.

Auch zur Technik äußerten sich die Macher des Rollenspiels. Auf NextGen-Plattformen und High-End-PCs soll Inquisition dank der Frostbite Engine 3 eine weitaus bessere Figur machen, als auf PS3 und Xbox 360. So sollen die Dichte an NPCs höher, die Welt detaillierter und die Effekte schöner ausfallen. Die Interaktion mit der Spielwelt soll außerdem sehr viel ausgeprägter und dynamischer sein als in den Vorgängern. Ein umfangreiches Wetter- und Shader-System sorgt z.B. dafür, dass Schlamm an Stiefeln kleben bleibt oder wir uns im Matsch nur langsam fortbewegen können. Mit einer Fackel oder einem Feuerzauber lässt sich ein Kriegsschiff in Brand setzen. Die zerstörbare Umgebung können wir im Kampf nutzen: Wenn wir eine Mauer einreißen, werden unsere Gegner von den herabfallenden Gesteinsbrocken erschlagen.

Gute Reise!

Statt den Camps in Dragon Age: Origins und Hawkes Zuhause in Dragon Age 2 wird es in Inquisition die Festungen geben, in denen z.B. Ausrüstung aufgefüllt werden kann, aber diese sollen kein vollwertiger Ersatz für das Camp-System sein. Stattdessen hat man bei BioWare etwas Neues im Sinn, um das jedoch noch ein großes Geheimnis gemacht wird.

Das Reise-System wird ebenfalls einer Generalüberholung unterzogen, die letztendliche Mechanik steht aber noch nicht fest. BioWare will aber sicherstellen, dass der Raum zwischen den Gebieten gefüllt wird, um das Gefühl einer zusammenhängenden Welt zu erwecken und gleichzeitig ein Schnellreise-System á la »beliebig von A nach B teleportieren« vermeiden.

Unsere Entscheidungen im Spielverlauf werden eine größere Tragweite haben als bisher. Wenn wir unseren Soldaten sagen, dass sie eine Festung verteidigen sollen, uns dann aber selbst lieber in der Gegend umschauen, kann es gut sein, dass die Festung bis auf die Grundmauern niedergebrannt ist, bis wir zurückkommen. Wir sollten unseren Truppen also im Kampf zur Seite stehen, um ihre Moral zu stärken und so im Endeffekt den erarbeiteten Einfluss der Inquisition aufrechtzuerhalten.

Außerdem lohnt es sich, die Erfahrungspunkte zu holen, denn die Gegner leveln nicht mit: Wir tun uns im Spiel also auf lange Sicht leichter, wenn wir nicht jeder Konfrontation aus dem Weg gehen. Unsere Begleiter helfen uns in Dragon Age: Inquisition nicht nur im Kampf. Erkunden wir die Umgebung, so machen sie uns auf Dinge aufmerksam, die wir sonst vielleicht übersehen hätten.

Mehr zu Dragon Age: Inquisition lesen Sie in unserer Vorschau und in der ausführlichen Titelstory der GameStar 10/2013.