Path of Exile - Free2Play

Action-Rollenspiel  |  Release: 23. Oktober 2013  |   Publisher: -
Seite 1 2 3   Fazit Wertung

Path of Exile im Test

Pfad der endlosen Möglichkeiten

Die Hochsaison für Action-Rollenspieler geht weiter: Im Test klären wir, wie sich die Free2Play-Alternative Path of Exile mit seiner Kombination aus frischen Ideen und alten Genre-Tugenden gegen Diablo 3 und Torchlight 2 schlägt?

Von Maurice Weber |

Datum: 08.02.2013


Zum Thema » Einsteiger-Guide zu Path of Exile So geht's leicht ins Spiel » Top 10 der ungewöhnlichen Rollenspiele Beine amputieren und Frauen verführen! Manchmal tun Spiele so, als seien sie »fertig«. Und erscheinen dann auch einfach. Obwohl in Wirklichkeit kaum mehr als eine Beta drin steckt. Jüngstes Beispiel für solche eine Frechheit ist The War Z . Umgekehrt können Spiele, die sich noch Beta nennen, schon ein packendes Erlebnis bieten – jüngstes Beispiel: Dota 2 . Das von vielen Action-Rollenspiel-Fans sehnlich erwartete Path of Exile ging vor kurzem in die offene Betaphase und ist damit für jedermann kostenlos zugänglich.

Das Action-Rollenspiel des neuseeländischen Indie-Entwicklers Grinding Gear Games tritt mit großem Tiefgang beim Charakterbau gegen Genre-Goliath Diablo 3 an, ganz ungeachtet der Tatsache, dass die Rolle des David eigentlich schon von Torchlight 2 besetzt ist. Zwar fehlen in der offenen Betaversion noch ein paar Inhalte, trotzdem lässt sich Path of Exile bereits jetzt hervorragend spielen und einschätzen. Und da man auch schon Scheinchen im Echtgeld-Shop abdrücken kann, machen wir an dieser Stelle den Test. Falls sich in der finalen Fassung entscheidende Dinge ändern, werden wir darüber berichten und außerdem die Wertung entsprechend anpassen.

Das Free2Play-Modell
Path of Exile lässt sich auf der offiziellen Website komplett gratis herunterladen, das soll sich auch nach Ende der offenen Beta nicht ändern. Weil der Titel nur online gespielt werden kann, müssen wir uns einen (ebenso kostenlosen) Account anlegen. Finanzieren soll sich Path of Exile ausschließlich über den Echtgeld-Shop, der kosmetische Items zu teils grotesk überzogenen Preisen anbietet.

Wir fühlten uns zu keiner Zeit genötigt, dort Geld auszugeben, weil auch nichtzahlende Helden das komplette Spiel ohne Einschränkungen zu sehen bekommen. Die einzigen Ingame-Vorteile, die man dort erstehen kann, sind mehr Platz in der Beutetruhe und die Möglichkeit, mehr als 24 Charaktere zu erstellen. Mit 2,50€ ist das aber vergleichsweise erschwinglich und obendrein lange nicht nötig, weil schon der kostenlose Platz sehr großzügig bemessen ist.

Endlager Wraeclast

Der Kontinent Wraeclast ist viele Dinge: Grabstätte untergegangener Hochkulturen, Heimat der Hoffnungslosen, Selbstbedienungs-Bankett für Zombies, Sirenen und anderes Getier. Alles in allem also kein Fleckchen Erde, mit dem man viel anfangen kann – außer vielleicht, seinen Müll dort abzuladen. So halten es die Herrscher des Reiches Oriath und verbannen all den Abschaum nach Wraeclast, der im eigenen Land seine Daseinsberechtigung verwirkt hat. Politisch unbequeme Elemente, Auftragsmeuchler, Kindsmörder… kurz gesagt: Menschen wie du und ich.

So findet sich unser gar nicht so edler Held zu Spielbeginn an der sturmgepeitschten Küste eines verfluchten Kontinents wieder, mit nichts als den Lumpen an seinem Leib und den besten Wünschen aus Oriath, doch bitte bald den Löffel abzugeben. Also entscheiden wir uns, zu überleben.

Path of Exile
Gemeinsam mit unserem geisterhaften Wächter in Rüstung lassen wir an einem Feuerschrein die Klingen spielen.

Zu Überleben schaffen in Wraeclast nur die Starken. Und stark werden wir, wie in einem Action-Rollenspiel üblich, nur auf eine Art: Indem wir losziehen, uns der Bedrohung stellen und allerlei Ungeziefer volles Pfund aufs Maul geben. Dabei steuern wir unseren Helden aus der Draufsicht, hämmern per Mausklick auf Feinde ein und entfesseln Fähigkeiten, die sich auch mal durch ganze Horden fräsen. Das macht von der ersten Minute an Spaß, aber ganz so rasant und brachial wie bei der Konkurrenz fühlen sich die Schlachten nicht an.

So fehlt uns ein wenig die Physikengine eines Diablo 3, die gefallene Feinde effektvoll auf die Bretter schmettert. Und während Zauber und Spezialschläge zwar ordentlich Staub aufwirbeln, fehlt es gewöhnlichen Schwerthieben an Wucht – zumal wir abhängig von unserem Genauigkeitswert manchmal sogar wirkungslos ins Leere hauen. Das Kampfgefühl erinnert eher noch an das alte Diablo 2 als an seine modernen Erben – im Guten wie im Schlechten.

Die Gier nach Freiheit

Während wir uns so durch die Monsterscharen entlang der Küste schnetzeln, beschleicht uns eine Gewissheit: Die Maus werden wir so schnell nicht mehr aus der Hand legen. Dabei gibt es in der linearen Spielwelt eigentlich gar nicht so viel Interessantes zu tun.

In allen drei Akten kämpfen wir uns meist einfach von einem Gebiet ins nächste und hoffen (oft vergebens) darauf, mal ein wenig mehr Abwechslung zu Gesicht bekommen – gerade am Dschungel des zweiten Akts haben wir uns schnell sattgesehen. Zwischendurch knipsen wir dicken Bossmonstern das Licht aus (was hier viel leichter klingt als es ist; aber dazu später mehr) und erledigen optionale Nebenaufgaben. Die laufen aber meist darauf raus, dem Auftraggeber irgendetwas zu beschaffen oder noch mehr Monster einzustampfen – ziemlich öde Durchschnittskost also.

Path of Exile : Eine der wenigen Quests, bei der wir eine Entscheidung treffen dürfen: Drei Banditenfürsten streiten sich um das Land, wir können uns gegen Bezahlung mit einem davon verbrüdern. Alira etwa bietet uns dauerhaft mehr Mana.

Banditenfürsten: Alira
Eine der wenigen Quests, bei der wir eine Entscheidung treffen dürfen: Drei Banditenfürsten streiten sich um das Land, wir können uns gegen Bezahlung mit einem davon verbrüdern. Alira etwa bietet uns dauerhaft mehr Mana.

Warum wollen wir also trotzdem immer weitermachen? Na klar: Uns hat mal wieder die Gier gepackt. Andauernd finden wir neue Ausrüstung und steigen im Level auf und nie haben wir genug. Path of Exile spinnt ein fesselndes Motivationsgeflecht aus Beutejagd und Heldenentwicklung, vor allem weil es uns dabei ungeheure Freiheiten lässt.

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Avatar Halleluja
Halleluja
#1 | 08. Feb 2013, 14:01
Verdiente Wertung!
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Avatar MasterofOregano
MasterofOregano
#2 | 08. Feb 2013, 14:07
Ja, habe es durchgespielt. Also die ersten 2 Schwierigkeitsgrade.

Es macht mehr Spaß wie Diablo 3. Warum? Weil die Items viel viel cooler sind ;-)

Das Aussehen, die Namensgebung, die Stats, die VIELFALT! an Grafiken für Items... usw. ^^

Überall ist Diablo 3 eher wie eine Demo zu nem Fanprojekt.
Ich habe Diablo 3 lange gespielt und fand dort nur die Story besser als in PoE. Ok vllt auch weils lokalisiert war ^^


Also wer geil auf viele Items ist die man auch anziehen kann ;-) soltle zuschlagen.

Als schmankerl ist das Skill-System eines der genialsten und individuellsten in der ganzen RPG-Geschichte.

Der Skillbaum hat über Tausend Knöpfe oder so? ^^ also richtig fett fett ^^
- Und da sind die Zauber und Waffenskills noch netmal drin ! Die haben nämlich ein Extra-System ! Das dient stark der orientierung und hält das trotz der Milliarden-schweren Auswahl kinderleicht in der Übersicht.
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Avatar CookinT
CookinT
#3 | 08. Feb 2013, 14:12
hätte blizzard das spiel rausgebracht wäre es nicht über 75 gekommen, der underground bonus scheint selbst die animationen zu überblenden
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Avatar Iaquinta
Iaquinta
#4 | 08. Feb 2013, 14:14
Zitat von CookinT:
hätte blizzard das spiel rausgebracht wäre es nicht über 75 gekommen, der underground bonus scheint selbst die animationen zu überblenden


Blizzard ja hat bewiesen mit Diablo 3, wie schlecht Sie doch mittlerweile Spiele kreieren.

Indie Entwickler.... sollten sich einige großen Entwickler zu Herzen nehmen.
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Avatar MasterofOregano
MasterofOregano
#5 | 08. Feb 2013, 14:15
Zitat von CookinT:
hätte blizzard das spiel rausgebracht wäre es nicht über 75 gekommen, der underground bonus scheint selbst die animationen zu überblenden


Also mein Krieger mit der dicken Arena-Plate und der doppelköpfigen genialen Runen-Axt sieht gottgleich aus. Auch wenn der damit zuhaut, da brutzelt nurnoch das Zombifleisch, da ich in der Axt einen "Gem" mit Flammenschaden reingesetzt habe ;-)
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Avatar servana
servana
#6 | 08. Feb 2013, 14:15
Der nächste Diablo Killer kommt also...

Ne, mal im ernst: PoE ist sicher ein gutes Spiel für Hardcore Spieler. Aber die Hardcore Spieler sind schon lange nicht mehr die angesprochene Zielgruppe der großen Entwickler. Deswegen kommen solche kleinen Indie Games wohl gerade recht. Die haben nicht so große Produktionskosten und können die eine gewisse Zielgruppe glücklich machen, die bei den großen kein passendes Spiel mehr finden.

Wobei ich zum Game selber sagen muss das de fette Skillbaum auch nur mehr Schein als Sein ist. Man merkt das er darauf ausgelegt ist, am Anfang die Spieler zu flashen, wenn man sich aber ein wenig damit beschäftigt hat, merkt man das er doch nicht sooo besonders ist.
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Avatar finnkieper
finnkieper
#7 | 08. Feb 2013, 14:17
Der Ranger in diesem Video ist ja mal so was von geil ! :'D
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Avatar MasterofOregano
MasterofOregano
#8 | 08. Feb 2013, 14:19
Zitat von servana:
Der nächste Diablo Killer kommt also...

Ne, mal im ernst: PoE ist sicher ein gutes Spiel für Hardcore Spieler. Aber die Hardcore Spieler sind schon lange nicht mehr die angesprochene Zielgruppe der großen Entwickler. Deswegen kommen solche kleinen Indie Games wohl gerade recht. Die haben nicht so große Produktionskosten und können die eine gewisse Zielgruppe glücklich machen, die bei den großen kein passendes Spiel mehr finden.


Ist aber schon seltsam, wie es Indie-Entwickler hinbekommen grafisch sowie spielerisch so nahe an eine Mega-Produktion eines Milliardenschweren Unternehmens rankommt.

Ich vermute einfach mal, Blizzard ist nurnoch ein Haufen reicher Adels-Säcke die sich auf ihrem Geld ausruhen.

Würde jeder! Mensch so machen. Haste genug Geld biste zufrieden und fett ^^
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Avatar lionxx
lionxx
#9 | 08. Feb 2013, 14:20
Was mir in der Beta aufgefallen ist: Die Atmosphäre ist ähnlich düster-stimmig wie in Diablo 2, nicht wie in Diablo 3 (einer der Hauptgründe warum ich Diablo 2 deutlich mehr mochte).
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Avatar Cd-Labs: Radon Project
Cd-Labs: Radon Project
#10 | 08. Feb 2013, 14:22
Zitat von MasterofOregano:


Ist aber schon seltsam, wie es Indie-Entwickler hinbekommen grafisch sowie spielerisch so nahe an eine Mega-Produktion eines Milliardenschweren Unternehmens rankommt.

Ich vermute einfach mal, Blizzard ist nurnoch ein Haufen reicher Adels-Säcke die sich auf ihrem Geld ausruhen.

Würde jeder! Mensch so machen. Haste genug Geld biste zufrieden und fett ^^

Verwundert mich auch nach wie vor:
Bei Starcraft II haben sie es ja sehr gut geschafft den alten Look und das alte Gameplay technisch und spielerisch gut zu transferieren, bei Diablo III haben sie genau dies verhauen!

Ich meine NICHT, dass Diablo III ein mieses Spiel ist!
Aber es ist halt einfach keine gelungene Fortsetzung...
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Details zu Path of Exile

Plattform: PC
Genre Rollenspiel
Untergenre: Action-Rollenspiel
Release D: 23. Oktober 2013
Publisher: -
Entwickler: Grinding Gear Games
Webseite: http://www.pathofexile.com/
USK: noch nicht geprüft
Spiele-Logo: Download
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