Payday 2 :

Zum Thema PayDay 2 ab 19,99 € bei Amazon.de Nach den heftigen Protesten aus der Community gegen die kürzliche Einführung von Mikrotransaktionen in Payday 2, meldeten sich nun die Entwickler in einem AMA (Fragerunde) auf Reddit zu Wort.

Darin begründet Payday-Produzent Almir Listo auch, warum man entgegen des ursprünglichen Versprechens, keine Mikrotransaktionen einzuführen, gehandelt hat. Man habe sich damals tatsächlich nicht vorstellen können, jemals Mikrotransaktionen einzuführen - und dieses Statement sei ehrlich gemeint gewesen.

Seit Release habe sich jedoch die finanzielle und personelle Situation grundlegend geändert. »Durch unsere Partnerschaft mit 505 Games, produzieren wir eine festgelegte Menge an neuen Inhalten für Payday 2 bis ins Jahr 2017. Bei Overkill wollten wir jedoch noch mehr machen«, so Listo. »Um Payday 2 so gut wie möglich weiterzuentwickeln, haben wir unsere Teamgröße von 25 auf 75 verdreifacht und um das zu ermöglichen, haben wir uns für das Schwarzmarkt-Update entschieden«.

Man habe nicht im Traum mit so einer scharfen Reaktion aus der Community gerechnet, so der Entwickler. Eine Mitschuld daran gibt Overkill aber offenbar der Spielepresse - diese habe in »uninformierten Clickbait-Artikeln« Stimmung gegen die Mikrotransaktionen gemacht. Dagegen wehren sich unter anderem Kotaku und Destructoid in aktuellen Artikeln zu Listos Ausführungen. Auch viele Nutzer sehen darin nur ein Täuschungsmanöver seitens Overkill, so schreibt ein Reddit-User: »Es ist ganz schön mutig, sich nach diesem wohlverdienten PR-Desaster jetzt als Opfer [der Presse] darzustellen« - viele andere äußerten sich ähnlich.

Auch die Stat-Boosts, die in den neuen Item-Drops enthalten sein können, stellen Laut Overkill kein Problem dar, da Payday 2 kein kompetitiver Shooter sei: »Das Team kämpft gegen die KI - man gewinnt zusammen oder verliert zusammen. Jeder Vorteil kommt also dem ganzen Team zugute. Wir stellen sicher, dass die Vorteile nicht die Balance durcheinander bringen und nicht die Spielerfahrung der anderen Spieler beeinträchtigt.«

Trotz der »Wut und der Enttäuschung in der Community«, funktionieren laut Listo die Mikrotransaktionen vom ökonomischen Standpunkt aus »wie geplant«. Das Black Market Update scheint also finanziell erfolgreich zu sein - Spieler kaufen offenbar die Drills zum Öffnen der Safes. »Wir hoffen, dass wir zumindest Teile der Community davon überzeugen können, dass dies die richtige Entscheidung war, um die Stabilität von Overkill als unabhängiges Studio und das Wachstum von Payday 2 dauerhaft zu sichern«, sagte Listo.