Star Citizen : Der Transport von Frachtgütern soll in Star Citizen mindestens genauso interessant werden wie Raumkämpfe. Der Transport von Frachtgütern soll in Star Citizen mindestens genauso interessant werden wie Raumkämpfe.

In einem recht detaillierten Blog-Eintrag erläutert das Entwicklerstudio Cloud Imperium Games seine aktuellen Konzept-Pläne für die Interaktion mit Objekten und das Fracht-System für das kommende Star Citizen. Wie es heißt, hat man den Fokus mit dem Arena-Commander-Modul bislang hauptsächlich auf reine Action gelegt, wolle dieses Feature aber nicht als alleiniges Kern-Element der Weltraumsimulation ansehen.

Teil einer großen und interaktiven Welt sei eben auch der Handel.Und deshalb möchte man den Spielern ein Fracht-System anbieten, das mehr deutlich mehr Interaktionen mit der Umgebung erlaubt als dies bisher in Weltraumspielen der Fall war.

In der Vergangenheit haben Weltraumspiele das Problem stets dadurch gelöst, dass sie den Spieler von seiner Fracht separiert haben. Eine Ladung Wolfram in Privateer oder Kohlenwasserstoff in Freelancer zu transportieren bedeutete stets, ein Icon aus einem Menü auszuwählen und mitgeteilt zu bekommen, dass das eigene Schiff nun mit diesem Handelsgut beladen wurde.

Für Star Citizen wolle man jedoch deutlich mehr. Nämlich eine vollständige quasi-physische Umgebung mit allem, was im Zusammenhang mit einer Frachtlieferung steht. Deshalb habe man sich ein System als Ziel gesetzt, das die maximale direkte Interaktion mit In-Game-Objekten ermöglicht.

Manipulierbar sein werden in der Spielwelt von Star Citizen also nicht nur kleinere Objekte, die mit einer oder zwei Händen aufgenommen und an einem anderen Ort platziert werden können. Auch massive und schwere Gegenstände sollen sich bewegen lassen - allerdings sind dazu dann In-Game-Tools wie etwa ein Anti-Grav-Pulser oder eine Anti-Grav-Palette notwendig. Damit lassen sich selbst tonnenschwere Container relativ frei per Hand bewegen und in ein Schiff laden. Vorstellbar ist das Hilfswerkzeug als eine technologische Weiterentwicklung heutiger Hubwagen.

Die Inhalte der einzelnen Container sollen sich übrigens per Stasis-Feld sichern lassen - ebenso wie die Container selbst im Laderaum des Raumschiffes magnetisch verankert werden können. So besteht für den Piloten die Möglichkeit, die Fracht auch im Weltraum per Knopfdruck aus dem Cockpit abzuwerfen. Beispielsweise um Piraten abzulenken oder eine gefährlichen Situation zu entkommen.

Wer seine Fracht nicht manuell verladen möchte, kann allerdings auch Nicht-Spieler-Charaktere damit beauftragen.

Gleichzeitig hat das Entwicklerteam übrigens auch eine neue Schiffsserie namens »Hull« vorgestellt. Bei diesen Fracht-Raumschiffen erfolgt die Einlagerung der Fracht an einer Art Teleskop-Konstruktion in der Mitte. Das hat den Vorteil, dass das Schiff »zusammengefahren« werden kann, wenn es nicht beladen ist. So wird eine erhöhte Manövrierfähigkeit und Geschwindigkeit gewährt.

Die MISC-Hull-Serie besteht auf insgesamt fünf Raumschiffen, die sich hinsichtlich ihrer Größe und Frachtkapazitäten unterscheiden. Im Rahmen eines Konzept-Verkaufs können derzeit alle fünf Modelle für 1.250 US-Dollar erworben werden. Es handelt sich dabei allerdings um eine Investition in die Zukunft: Wie bereits bei vergangenen Verkaufsaktionen dieser Art befinden sich die Hull-Raumschiffe noch in der Konzeptionsphase und werden erst später in das Spiel eingefügt.

Mehr: Fakten-Check zu Star Citizen - Was ist drin, wie kommt man rein, was kostet das?

Star Citizen - Reclaimer
Die Reclaimer ist ein Bergungsschiff für bis zu fünf Spieler. Ausgestattet mit einem Traktorstrahl ist das robuste Schiff ideal für die Bergung von Schiffswracks geeignet.