StarCraft 2: Wings of Liberty - PC

Echtzeit-Strategie  |  Release: 27. Juli 2010  |   Publisher: Activision Blizzard
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Starcraft 2: Wings of Liberty im Test

Anfangs flügellahm, später der Überflieger

Das wichtigste Strategiespiel der Welt ist endlich erschienen, höchste Sternzeit für einen Test: Die Kampagne und der Multiplayer-Modus von Starcraft 2: Wings of Liberty erfüllen die hohen Erwartungen. Sofern man etwas Geduld mitbringt.

Von Michael Graf |

Datum: 29.07.2010


Als wir die Kampagne von Starcraft 2: Wings of Liberty testen, müssen wir an ein Interview denken, das wir mit Rob Pardo über das erste Starcraft geführt haben. Denn darin sagte der Blizzard-Veteran: »Obwohl Starcraft nur ein albernes Armeespielchen war, wollten wir eine richtige Geschichte erzählen.«

Zum Thema » Test-Video: Die Kampagne So gut ist der Solo-Feldzug » Technik-Check Grafikvergleich & Tuning Und das trotz der spärlichen Präsentation: Bei den (immerhin vertonten) Dialogen blendete Starcraft anno 1998 hölzern animierte Charakterbildchen ein, die Render-Zwischensequenzen hatten teils weniger mit der Handlung zu tun als Gothic 3 mit dem Begriff »bugfrei«.

Trotzdem fesselte das erste Starcraft mit einer wendungsreichen Handlung. Die Erinnerung an Kerrigans Tod und Wiederauferstehung beschwört noch heute eine Gänsehaut auf Spielerarme. Dazu hat Starcraft 2 nun ebenfalls das Zeug.

Und was ist mit dem Multiplayer-Modus?

Der erste Teil unsere Tests zu Starcraft 2: Wings of Liberty und die Wertung beziehen sich auf den Solo-Modus, den Mehrspieler-Test samt eigener Wertung lesen Sie ab Seite 6 dieses Artikels.

Die Inszenierung: bahnbrechend

Starcraft 2: Wings of Liberty ist, um mit Pardo zu sprechen, ebenfalls ein »albernes Armeespielchen«. Aber die Präsentation der Geschichte ist besser geworden, viel besser. Und zwar nicht nur, weil die schönen Rendersequenzen nun besser zur Handlung passen.

Auf dem Raumkreuzer Hyperion, der als Kampagnenmenü dient, können wir zwischen den Missionen wie in einem Adventure vier Räume besuchen: die Brücke, das Labor, die Bar sowie die Waffenkammer. Und überall warten Gesprächspartner, mit denen der Kampagnen-Hauptcharakter Jim Raynor gut übersetzte (allerdings nicht interaktive) Dialoge führt – ähnlich wie Christopher Blair im Klassiker Wing Commander, in dem sich die Charaktere zwischen den Missionen ebenfalls unterhielten.

Diese Gespräche inszeniert Starcraft 2 in einer aufgebohrten und extrem detaillierten Version der 3D-Engine, selbst die Lippenbewegungen hat Blizzard den ordentlichen deutschen Sprechern angepasst – kein Vergleich zu den Porträtbildchen aus dem ersten Starcraft. Viele Dialoge finden vor oder nach bestimmten Missionen statt, es gibt aber auch optionale Wortwechsel. Und selbst die wollen wir nicht verpassen, weil sie den Charakteren mehr Profil verleihen.

Die Charaktere: lebendig

Die Hauptfigur der Kampagne ist natürlich Jim Raynor, der einen Guerillakrieg gegen die Terranische Liga und ihren Diktator Arcturus Mengsk führt. Zugleich wird Raynor vom Hass auf seine ehemalige Geliebte getrieben, die Zerg-Königin Kerrigan, die gerade mal wieder über die Menschheit herfällt. Klar, diese Charaktere sind nicht sonderlich tiefgründig und klischeehaft, Raynor etwa passt als alternder Weltraum-Cowboy wunderbar ins Standard-Schema "gebrochener Rebell«. Für ein Strategiespiel gibt sich Starcraft 2 trotzdem alle Mühe, den Figuren Leben einzuhauchen. Und besser gezeichnet als Kane aus C&C 4 sind sie allemal.

An Raynors Seite stehen unter anderem Matt Horner, der ehrenhafte Kapitän der Hyperion, der bärbeißige Space Marine Tychus Findlay sowie der zwielichtige Rastalocken-Elitekrieger Tosh. Letzteren hat Blizzard als einzigen Charakter unpassend vertont, Tosh spricht nämlich mit aufgesetztem Jamaika-Slang.

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Starcraft 2: Wings of Liberty
Der Ex-Marschall und Rebell James Raynor ist die Hauptfigur der Kampagne.

Neben den Gesprächen bietet die Hyperion unterhaltsames Drumherum, etwa eine TV-Nachrichtensendung, die über den aktuellen Stand des Krieges berichtet. Und deren Moderator gerne mal die Korrespondentin abwürgt, wenn sie zu positiv über Raynors Rebellentruppe und deren Erfolge berichtet.

In der Bar steht sogar ein Spielautomat, auf dem wir Lost Viking spielen können, einen Arcade-Shooter in der normalen Spiel-Engine – der zugleich ein Beleg dafür ist, dass sich mit dem funktionsgewaltigen Editor sogar Actionspiele basteln lassen. Außerdem können wir in den Menübildschirmen immer wieder einzelne Details anklicken, etwa Raynors ehemalige Marshall-Dienstmarke oder ein Banner, das uns gerettete Kolonisten geschenkt haben. Solche atmosphärischen Gimmicks gab's noch in keinem Echtzeit-Titel – dafür ein besonderes Lob an Blizzard.

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Avatar OldestVisitor
OldestVisitor
#1 | 29. Jul 2010, 13:07
Sicher das Spiel ist gut aber allen Lobliedern kann man sich nicht anschließen. Die Inzenierung ist bahnbrechend? Wer die Kampagne spielt denkt zu allererst an Mass Effekt.
Die Videos sind ok aber meilenweit von dem Wort spektakulär entfernt.
Da hätte ich mir mehr Videos in Richtung SC 1 gewünscht.
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Avatar Azze
Azze
#2 | 29. Jul 2010, 13:15
Du denkst bei der Kampagne an Mass Effect2???

Also ich denke bei dir an meinen ewig grantigen, miesgelaunten Grossvater der an allem und jedem etwas auszusetzen hat - besonderst wenn es keinen Grund gibt.

Mass Effect - lmao OPA
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KeksGoth
#3 | 29. Jul 2010, 13:21
alles im allen stellt sich mir die Frage was die mit 100 millionen und 6 Jahren gemacht haben...es ist bei weitem nicht so rund wie es sein sollte
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OldestVisitor
#4 | 29. Jul 2010, 13:22
Zitat von Azze:
Du denkst bei der Kampagne an Mass Effect2???

Also ich denke bei dir an meinen ewig grantigen, miesgelaunten Grossvater der an allem und jedem etwas auszusetzen hat - besonderst wenn es keinen Grund gibt.

Mass Effect - lmao OPA


Hast du den Test eigenlich gelesen? Es wird geschrieben die Inzenierung ist bahnbrechend und genau das ist sie nicht da die selbe Art und Weise z.B. schon seit MassEffekt 1+2 etabliert ist.

Dass das Spiel sehr gut ist bestreitet keiner aber die 97 Punkte die manche Magazine/Internetseiten raushauen sind nicht nachvollziehbar da das Spiel sicher nicht perfekt geworden ist und auch nicht den Stein der Weisen ausgebuddelt hat.
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Avatar DiNGoD
DiNGoD
#5 | 29. Jul 2010, 13:29
Zitat von GothofChookie:
alles im allen stellt sich mir die Frage was die mit 100 millionen und 6 Jahren gemacht haben...es ist bei weitem nicht so rund wie es sein sollte


Das mit den 100 Millionen stimmte nicht (soll fuer WoW gewesen sein)

Habe ich dass mit Bnet richtig verstanden, wenn ich mich anmelde muss ich meinen richtigen Namen preisgeben? Und wenn ich z.Bsp. die E-Mail eines meines Elternteiles benutze muss ich dann deren Namen benuzten oder kann ich meinen nehmen?!
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Avatar Cr4zyJ0ker
Cr4zyJ0ker
#6 | 29. Jul 2010, 13:31
Bin ich eigentlich der einzige, der die Terraner Musik viel schlechter oder eher unpassender findet als die vom Original? Mir geht irgendwie diese Weltraum-SCFI-Stimmung ab bei den Terranern. Ersetzt wurde sie anscheinend durch ein Südstaaten Flair oder sowas.
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Avatar kimiraya
kimiraya
#7 | 29. Jul 2010, 13:34
Wie kommt ihr denn bitte auf 40 Stunden Spielzeit?

Aber sonst ein sehr guter Test, momentan (ca. 6-7 Stunden) kann ich mich wirklich allen Punkten anschließen.

SC2 ist spitze, aber Warcraft 3 war bahnbrechend.

@ Chookie: Das mit den 100 Millionen ist nur ein Gerücht die tätsächlichen Produktionskosten sind wohl nicht bekannt.
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Avatar Rupert_The_Bear
Rupert_The_Bear
#8 | 29. Jul 2010, 13:34
Zitat von OldestVisitor:


Hast du den Test eigenlich gelesen? Es wird geschrieben die Inzenierung ist bahnbrechend und genau das ist sie nicht da die selbe Art und Weise z.B. schon seit MassEffekt 1+2 etabliert ist.

Dass das Spiel sehr gut ist bestreitet keiner aber die 97 Punkte die manche Magazine/Internetseiten raushauen sind nicht nachvollziehbar da das Spiel sicher nicht perfekt geworden ist und auch nicht den Stein der Weisen ausgebuddelt hat.


In der Tat, also die Aufmachung der Kampagne, hat mich auch irgendwie an Mass Effect 2 erinnert.
Also was ich bisher von der Kampagne gesehen, gehört und gespielt habe hat mir zwar gefallen, aber eine 90er+ Wertung würde ich persönlich nicht abgeben, ne gute 83-86 schon und das ist nicht grade schäbig. Aber mir stellt sich da so bisschen die Frage, 12 Jahre sind seit SC vergangen, 6 Jahre Produktion und irgendwie gefallen mir die Sequenzen in den Bars, auf der Hyperion etc. besser, als die Missionen selbst.
Das Spiel ist gut, kein Zweifel daran, aber hätte man da nicht mehr machen können? Ich meine einige Missionen sind fast 1 zu 1 aus dem ersten SC, also da hab ich an mancher Stelle echt verdutzt geguckt.
Lost Viking hingegen finde ich absolut spaßig und ist ne nette Idee, wie schon das 3D Tetris bei GTA IV. Nur genauso wie bei GTA IV, hab ich mir SC2 heute einfach nur wegen Lost Viking eingeschaltet, da ist doch irgendwas nicht so gelaufen, wie ich es mir erhofft habe.
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Avatar Phillidae
Phillidae
#9 | 29. Jul 2010, 13:36
Zitat von DiNGoD:


Das mit den 100 Millionen stimmte nicht (soll fuer WoW gewesen sein)

Habe ich dass mit Bnet richtig verstanden, wenn ich mich anmelde muss ich meinen richtigen Namen preisgeben? Und wenn ich z.Bsp. die E-Mail eines meines Elternteiles benutze muss ich dann deren Namen benuzten oder kann ich meinen nehmen?!


Kannst dann deinen eigenen Namen verwenden.

Zum Spiel: Ich finds grandios. Bin bei weitem kein Blizzard Fanboy aber die Kampagne macht einen Heidenspaß, ist für meinen Geschmack in der Tat richtig gut inszeniert und auch noch schön lang.
Im Multiplayer ist SC2 sowieso über jeden Zweifel erhaben. Der Mangel an Innovation ist irrelevant weil absehbar. Ist eben der König der RTS neu, besser und wie ich finde auch durchaus hübsch anzusehen.

Über das BNet und das fehlende LAN kann man denken was man will, bisher funktionierts zumindest durchaus gut bei mir. Da ich vorher schon wegen WoW einen Account hatte, wurde ich von der Datenkrake auch nicht überrascht. Dürfte vielen so gehen.
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Avatar Albuin
Albuin
#10 | 29. Jul 2010, 13:38
...mit einer kostenlosen Protoss-Minikampagne, die andere Firmen ganz selbstverständlich als DLC verkaufen würden

Dafür gibts nur 1/3 des Singelplayermodus, welcher mit AddOns vervollständigt werden muss.
Oder irre ich mich?
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Details zu StarCraft 2: Wings of Liberty

Plattform: PC
Genre Strategie
Untergenre: Echtzeit-Strategie
Release D: 27. Juli 2010
Publisher: Activision Blizzard
Entwickler: Blizzard Entertainment
Webseite: http://eu.starcraft2.com
USK: Freigegeben ab 12 Jahren
Spiele-Logo: Download
Leserinteresse:
Platz 132 von 5705 in: PC-Spiele
Platz 10 von 517 in: PC-Spiele | Strategie | Echtzeit-Strategie
 
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