Titanfall 2 : Titanfall 2 soll die Spieler am Tech-Test-Wochenende überzeugen - das Feedback der Spieler ist aber eher negativ. Titanfall 2 soll die Spieler am Tech-Test-Wochenende überzeugen - das Feedback der Spieler ist aber eher negativ.

Zum Thema Titanfall 2 ab 15,99 € bei Amazon.de Titanfall 2 für 54,99 € bei GamesPlanet.com Der erste Tech-Test von Titanfall 2 ist abgeschlossen, Konsolen-Spieler konnten auf PS4 und Xbox One den Shooter über das Wochenende antesten. Und während PC-Spieler nur zuschauen dürfen, lohnt es sich zumindest, das erste Feedback der Spieler anzuhören.

Das fällt - durchaus überraschend - eher negativ aus. Sowohl Fans des Originals als auch Neueinsteiger finden kritische Worte. Neben der Community äußern auch Journalisten ihre Sorge um den zweiten Teil, der sich dieses Jahr gegen Battlefield 1, Call of Duty: Infinite Warfare, Call of Duty: Modern Warfare Remastered und durchaus auch gegen Overwatch durchsetzen muss.

Wir fassen einige Kritikpunkte unterhalb beispielhaft zusammen:

Optik und Sound

Es ist keine große Veränderung, sie stört aber: Gegner werden jetzt mit einer orangen Umrandung hervorgehoben. Ein identifizieren von Gegnern ist kaum nötig, sie sind nicht zu übersehen. Selbst im eingeschalteten Stealth-Modus ist die Umrandung zu sehen, was die Fähigkeit derzeit relativ nutzlos macht - das ist aber hoffentlich nur ein Bug. Und auch ein Verstecken ist kaum möglich: Ein vorbeilaufender Titan sieht den Spieler nicht, der sich in einem Busch vor ihm versteckt. Der orange Lichtschein wird aber auch durch das Blattwerk angezeigt.

Außerdem stören sich Spieler am Kamera-Wechsel zwischen Ego-Perspektive und Third-Person bei Aktionen wie Titanen-Exekutionen. Sie sehen laut Fans nicht besser aus, reißen aus der Immersion heraus und sorgen nicht für mehr Übersicht, nur weil die Kamera einen Schritt herauszoomt. Die (extrem brutalen) First-Person-Exekutionen und -Animationen waren für viele Fans von Titanfall ein Alleinstellungsmerkmal.

Fans vermissen ebenfalls den guten Sound des Vorgängers: Waffen klingen im zweiten Teil von Titanfall schwächer, außerdem bleiben KI-Einheiten stumm und es gibt kein »battle chatter« mehr. Es gibt zwar Vermutungen, dass die Entwickler zum Einsparen der Download-Menge einfach die Sounds herausgestrichen haben. Allerdings wurde dies nicht offiziell kommuniziert, weshalb man schlicht auf den Wahrheitsgehalt der Theorie hoffen muss.

Gameplay

Die Beta-Spieler sind mit einigen Design-Ideen unzufrieden. Dazu gehört die Entscheidung, aus Titans einen Streak zu machen, der erspielt werden muss. In Titanfall 1 bekam noch jeder Spieler im Match seinen Titan, mit erzielten Punkten wurde die Freischaltung nur deutlich verkürzt.

Das kann Einsteiger frustrieren, die durchaus über Matches hinweg nicht an Titans kommen. Es sorgt aber auch für eine neue Balance-Ausrichtung: Weil man in Titanfall 2 nicht zwingend an einen Titan kommt, sind diese nun deutlich schwächer im Vergleich zu Piloten. Die Mechs sich nicht mehr massive Bedrohung für das Leben von Infanterie-Spielern, die Vorzeichen haben sich eher noch gedreht.

Da hilft es auch nicht, dass die Rodeo-Mechanik jetzt einfacher ist und um den Rodeo-Part gekürzt wurde: Man hüpft nur noch kurz auf den Titan, lässt eine automatische Animation abspielen, und springt wieder vom Rücken des Mechs. Einen gefährlichen Todesritt gibt es nicht mehr.

Auch die Beta-Maps scheinen nicht zu überzeugen: Der Flow des Vorgängers kann wohl nicht erreicht werden, was das Aneinanderreihen von Wallruns und das Entdecken spektakulären Bewegungsrouten angeht.

Gestrichen und Gekürzt

Fans vermissen ebenfalls Features, die nicht aus Titanfall 1 übernommen werden und die Einzigartigkeit des Sci-Fi-Shooters unterstreichen. Beispielsweise gibt es keine Burn Cards mehr. Die wurden in TF1 vor dem Match zusammengestellt und verbesserten einzelne Features. Beispielsweise gab es mehr Waffenschaden, unendlich Granaten oder ein deutlich verkürzten Titanfall. Aber: Die Card muss vor jedem Spielertod ausgewählt werden und zählt nur für die Dauer des Lebens, kann also im schlimmsten Fall komplett verschwendet werden.

Burn Cards gibt es in Titanfall 2 nicht mehr, stattdessen können Spieler kurze Boosts aktiveren. Amped sorgt beispielsweise für kurzzeitig erhöhten Waffenschaden. Ticks sind Spinnenroboter, die bei Kontakt Schaden verursachen. Und die Smart Pistol kehr zurück, als temporär Boost und nicht mehr als Hauptwaffe. Nett, die Tiefe und Andersartigkeit der Burn Cards erreichen die Boosts aber nicht.

Titanfall 2 ist gegenüber dem Vorgänger spürbar langsamer, die Spiel-Geschwindigkeit ist nicht viel höher als beim Sci-Fi-Konkurrenten Call of Duty: Black Ops 3 und erreicht wohl nicht mehr den chaotischen Adrenalin-Level des Vorgängers, den wir noch im Nachtest gelobt hatten.

Viele Baustellen, aber trotzdem spaßig

Alles scheint deswegen nicht verloren: Fans erklären via Reddit, dass sie die Marke schlicht sehr mögen, und deswegen den bestmöglichen Shooter wollen. Und trotz all der Kritik: Ein schlechtes, nicht spielenswertes Produkt ist Titanfall 2 auch in der derzeitigen Variante nicht. Zwei Monate vor Release habe Respawn Entertainment aber schlicht noch viel zu tun, um die Fans des Originals zu überzeugen.

Bleibt zu hoffen, dass Respawn und EA genau auf das Feedback der Community hören, an einigen Stellschrauben nochmal dreht und - falls man tatsächlich nicht zufrieden mit dem Ergebnis ist - nicht den Herbst-Release zwischen Battlefield und Call of Duty erzwingt.

Titanfall 2
In der Einzelspieler-Kampagne übernehmen wir Jack Cooper, der im Feld vom einfachen Soldaten zum Piloten aufgestiegen ist.