Update 21. Januar: Mittlerweile scheint sich die Lage wieder etwas entspannt zu haben - und es gibt wohl etwas Hoffnung. Dies sagte zumindest jetzt Chris Taylor in einem aktuellen Magazin mit dem Magazin Polygon. Zwar war er bei der Formulierung seiner Aussagen sehr vorsichtig, doch insgesamt war seine Stimmung besser als noch in den vergangenen Tagen.

»Ich will keinerlei Mutmaßungen von mir geben. Doch die Dinge sehen jetzt sehr viel besser aus. Ich denke, dass noch immer ein langer Weg vor uns liegt. Doch wir haben uns sehr gut darauf vorbereitet, damit wir das alles realisieren können. (...) Ich tätige bereits mehrere Anrufe und vereinbare Meetings, um mit Schlüsselpersonen zu sprechen, damit diese zu uns zurückkommen. Immerhin haben jetzt viele Leute ihre Augen geöffnet - keine Überraschungen.«

Die Kickstarter-Kampagne von Wildman konnte bisher etwas mehr als 272.000 Dollar einnehmen. Laut der Statistikseite Kicktraq kommen die von Gas Powered Games für das Spiel geforderten 1,1 Millionen Dollar zusammen, sofern die Einnahmen auf demselben Niveau bleiben wie bisher. Einer Verwirklichung des Projekts scheint somit nichts im Wege zu stehen.

Update 20. Januar: Gestern wendete sich Gas Powered Games-Chef Chris Taylor an die Community, um diese entscheiden zu lassen, ob nach der Massenentlassung beim Entwickler die Kickstarter-Kampagne von Wildman abgebrochen werden soll.

Nach Taylors heutiger Aussage, sei eine entsprechende Abstimmt respektive eine Zählung der Kommentare kaum erforderlich, da der Zuspruch wohl unerwartet positiv wäre. Etwas vergleichbares habe er persönlich noch nie erlebt. Entsprechend wird die Crowdfunding-Aktion bis zum Schluss weiterlaufen. Diese konnte bisher seit dem Start am 14. Januar knapp 250.000 US-Dollar erzielen, fast ein Viertel der angestrebten Summe. Taylor hofft, sollte die Kampagne erfolgreich verlaufen, alle entlassenen 40 Mitarbeiter wieder einstellen zu können.

Wildman : Nach 15 Jahren seit der Gründung hat Entwickler Gas Powered Games auf einmal keine Mitarbeiter mehr -- trotz laufender Kickstarter-Kampagne für das Spiel Wildman. Nach 15 Jahren seit der Gründung hat Entwickler Gas Powered Games auf einmal keine Mitarbeiter mehr -- trotz laufender Kickstarter-Kampagne für das Spiel Wildman. Ursprüngliche Meldung: Das mutet schon sehr eigenartig an: Vor nicht einmal fünf Tagen startete das Studio Gas Powered Games rund um Chris Taylor eine Kickstarter-Kampagne für das »evolutionäre« Action-Rollenspiel Wildman (wir berichteten). In dieser Zeit bekam das Projekt zwar nicht herausragende aber doch ordentliche 210.000 US-Dollar der angepeilten 1,1 Millionen von über 4.000 Unterstützern zugesagt.

Doch anscheinend ist das Taylor nicht genug, denn mittlerweile gab es bei dem Studio eine gewaltige Massenentlassung. »Entlassungen« ist dabei wohl noch untertrieben -- bei Gas Powered ist derzeit offenbar Endzeit-Stimmung. Bis auf Chris Taylor und ein bis zwei Vertraute scheint niemand mehr offiziell bei dem Entwickler angestellt zu sein. Circa 40 Mitarbeiter mussten ihren Hut nehmen.

Bereits vor dem Start der Wildman-Action meinte Taylor, dass man mit dem Gang auf Kickstarter alles auf eine Karte setzen würden. Sollte die Kampagne scheitern, würde dies das Ende des Studios einläuten. Hier bekommt man allerdings den Eindruck, als würde der Stecker etwas früh gezogen werden. Den Schritt der Massenentlassungen begründete Taylor damit, dass er so den ehemaligen Mitarbeitern eine entsprechende Abfindung bezahlen konnte. Nach Ablauf der Kickstarter-Kampagne wäre dies nicht mehr möglich gewesen.

Wie es jetzt weitergeht weiß Chris Taylor anscheinend selbst nicht so recht. Daher wendete er sich an die Community und fragte, was er nun tun solle. Die Kampagne abbrechen oder sie weiterlaufen lassend und bei Erfolg die Leute wieder einstellen? Vorausgesetzt, diese haben in der Zwischenzeit nicht bereits eine andere Anstellung gefunden …

Quelle: Joystiq
Quelle: Kotaku
Quelle: Kickstarter-Video mit Erklärung von Chris Taylor