World in Conflict - PC

Echtzeit-Strategie  |  Release: 21. September 2007  |   Publisher: Sierra
Seite 1 2 3   Fazit Wertung

World in Conflict im Test

Tolles Solospiel und brillanter Multiplayer

Der Entwickler Massive vereint mit World in Conflict eine grandios erzählte Solo-Kampagne und brillante Multiplayer-Schlachten in einem Spiel.

Von Daniel Matschijewsky |

Datum: 14.09.2007


Kalter Krieg, das ist der Versuch, die Vormachtstellung eines feindlichen Landes mit ökonomischen, politischen und propagandistischen Mitteln einzudämmen oder zurückzudrängen - so lautet zumindest die langweilige Definition. Zu langweilig, finden die Russen, weshalb sie 1989 aus dem Kalten Krieg kurzerhand einen heißen Krieg machen, überraschend in Seattle einfallen und die USA innerhalb weniger Wochen überrennen - fertig ist das Szenario für World in Conflict . Nun, das mag nicht allzu einfallsreich klingen, dafür ist dem Entwickler Massive ( Ground Control ) die Umsetzung vorbildlich gelungen. Mehr noch: Derart packende Mehrspieler-Gefechte und spannende Solo-Missionen in einem Spiel vereint sind uns seit Warcraft 3 (2002) nicht mehr untergekommen. Warum es trotzdem nicht zur Strategie-Referenz reicht? Lesen Sie weiter ...

Die Amis räumen auf ...

Die erste Ernüchterung gibt's gleich beim Start der Kampagne: Man kann nur auf amerikanischer Seite spielen. Die Russen bleiben dem Multiplayer-Teil vorbehalten. Der Ärger darüber verfliegt schnell, denn die Entwickler haben die 14 Aufträge äußerst ideenund wendungsreich inszeniert. Schon die erste Mission schlägt in Sachen Tempo und Vielfalt selbst Command & Conquer 3 : Sie zerstören feindliche Panzer, befreien eingekesselte Soldaten, sichern ein Depot, erledigen per Artillerieschlag in Gebäuden verschanzte Infanteristen und pulverisieren Luftabwehrgeschütze.

World in Conflict :

Leerlauf gibt's keinen, stattdessen bekommen Sie in den 30 bis 60 Minuten dauernden Missionen am laufenden Band neue Haupt- und Nebenaufgaben, die oftmals für Überraschungen sorgen. So sollen Sie beispielsweise eine Kirche einnehmen und halten, bis auf einmal der Vorgesetzte ins Funkgerät brüllt, dass Sie dort sofort verschwinden sollen. Keine Sekunde zu früh, denn plötzlich bepflastert ein feindlicher Bomber das Gebiet mit Napalm. Der neue Auftrag: das anliegende Dorf zurückerobern und eine zeitlang verteidigen. Auch hier wendet sich das Blatt, als ein Bombardement eine wichtige Brücke zerstört. Da Sie nie wissen, was auf Sie zukommt, wird jede Mission zu einem einzigartigen Erlebnis.

... mit echten Helden ...

In der Kampagne steuern Sie den jungen Lieutenant Parker, der auf Nebenfiguren trifft, die im Vergleich zu anderen aktuellen Strategiespielen einen erfreulich ausgefeilten Charakter besitzen. Da gibt's zum Beispiel Ihren obersten Vorgesetzten Colonel Sawyer, einen knallharten Vollblutsoldaten, der Widerworte nicht leiden kann, im Grunde aber ein herzensguter Mensch ist. Oder den ängstlichen Captain Bannon, der im Verlauf der Handlung - so viel darf verraten werden - die Möglichkeit erhält, echten Heldenmut zu beweisen.

World in Conflict : Dass man eine innige Beziehung zu den Figuren aufbaut, liegt vor allem an den hervorragend in Szene gesetzten Zwischensequenzen in Spielgrafik. Da greift Sawyer beispielsweise zu einer quietschbunten Touristen- Wanderkarte, um seine Taktik zu erklären, nur weil er gerade nichts Besseres zur Hand hat. Bannon wiederum muss sich mit seinem Vater herumschlagen, einem hochdekorierten Vietnamveteranen, der seinen Sohn in Telefonaten heruntermacht, statt ihm in der Krise seelisch beizustehen. Bei solchen Charakteren ist es kein Wunder, dass man mit leidet, wenn der eine oder andere in eine brenzlige Situation gerät.

... und allerhand Gerät

Doch wie spielt sich all das? World in Conflict kommt ohne Basisbau aus. Stattdessen ordern Sie mit einem in jeder Mission fest begrenzten Geldkonto Infanteristen, Panzer und Helikopter, die einige Sekunden später über dem Wunschgebiet abgeworfen werden.

World in Conflict : Das geht jedoch nicht überall, denn nur wenn Sie ins Feindgebiet vordringen und strategisch wichtige Punkte erobern, wächst auch die Landezone für den Nachschub.

Wird eine Einheit zerstört, tickert deren Wert langsam zurück auf Ihr Konto, und Sie können neue Truppen bestellen. So sorgen die Entwickler einerseits für ausbalancierte Gefechte (Panzer-Rushes entfallen) und erhöhen andererseits die taktische Tiefe. Denn das Ordern von Nachschub kostet nicht nur Geld, sondern auch Zeit. Wer also unbedacht mit seinen Ressourcen umgeht, steht im falschen Moment mit heruntergelassener Hose da.

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Avatar Inder::John Clark
Inder::John Clark
#1 | 03. Aug 2008, 15:28
Dieses Spiel ist der absolute Hammer , wenn ich mal so ausdrücken darf. Ich habe es innerhalb einer woche durchgespielt, und war begeistert.Nicht nur der Kampf und die Taktik haben mich überzeugt,auch die tragische Story ist packend.
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Avatar MIK7
MIK7
#2 | 16. Dez 2009, 14:56
tolles spiel, ich habs seit ca. einem jahr und spiele es immer noch...
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Avatar Der Matrose
Der Matrose
#3 | 18. Jan 2011, 15:56
Sieht gut aus und hat mal eine erfrischend andere Steuerung. Könnte also ein Multiplayer-Hit werden. Ist es aber leider nicht. In sämtlichen Echtzeitstrategiespielen kann man selbst über Internet oder LAN ein Spiel hosten. Mit Freunden spiele ich zum Beispiel regelmäßig Company of heroes, Dawn of war und Schlacht um Mittelerde. In diesen Spielen "erstellt" ein Mitspieler von seinem PC aus ein Gefecht: er legt die map fest, lädt Freunde zum Spiel ein und erledigt verschiednen Einstellungen, wie das Spielziel oder den Schwierigkeitsgrad von Computergegner oder Bots. Wenn diese Einstellungen erledigt sind, wird das Spiel gestartet und man spielt mit den Einstellungen die man selbst haben möchte. Bei World in conflict (WIC) kann man keine eigenen Spiele erstellen. Deshalb habe ich es schon vor langer Zeit verärgert (hat immerhin 30 euro gekostet) von der Platte geputzt. WIC bietet irgendwelche Gefechte an, bei denen man sich seine Mitspieler nicht selbst aussuchen kann. Da zockt man dann auf fremdbestimmten maps mit irgendwelchen fremden Leuten und hat keinerlei Einfluß auf den Spielablauf. Zudem hatten meine Freunde und ich Probleme, uns gegenseitig in der Massgate-Spiel-Lobby zu finden und gegenseitig zu Spielen einzuladen. Ich habe ein paar mal bei Company of heroes gegen fremde Leute gespielt. Wenn man eine Partie verloren hat (was häufig der fall ist), wird man von seinen Gegner über die Chat-Funktion noch verspottet "Fuck you, Nigga!!" war eine der harmlosesten Beschimpfungen. Meine Freunde und ich stehen auf Spiele, bei denen man selbst ein Gefecht hosten kann, wo man selbst bestimmen kann wer mitspielt und bei denen man sämtliche Einstellunge wie Schwierigkeitsgrad usw. selbst erledigen kann. WIC sieht gut aus, bietet mir aber keine Möglichkeit, ein wirklich eigenes Online-Spiel zu erstellen. Schade.
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Avatar RichardLöwenherz
RichardLöwenherz
#4 | 06. Jul 2011, 19:29
Hehe da hab ich ja heute ein tolles Schnäppchen geschossen, das Spiel befindet sich auf der neuen CBS 8/11 :) guter Test auch wenn schon sehr alt aber wen interessiert schon das alter!
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Avatar BeckersBester
BeckersBester
#5 | 24. Feb 2013, 19:15
Dieser Kommentar wurde ausgeblendet, da er nicht den Kommentar-Richtlinien entspricht.
Avatar gnhtd
gnhtd
#6 | 18. Apr 2014, 23:58
Ich finde, dass WiC zu wenig Aufmerksamkeit zukommt / zukam. Dieses Game bietet in mehreren Punkten (wie z.B. : Mods, Innovation und Struktur) vieles, was andere RTS nicht haben. Ich persönlich habe es genossen, als wie Server noch gut gefüllt waren (ohne Clans dazuzuzählen).
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Details zu World in Conflict

Plattform: PC
Genre Strategie
Untergenre: Echtzeit-Strategie
Release D: 21. September 2007
Publisher: Sierra
Entwickler: Massive Entertainment
Webseite: http://www.worldinconflict.com
USK: Freigegeben ab 16 Jahren
Spiele-Logo: Download
Leserinteresse:
Platz 393 von 5716 in: PC-Spiele
Platz 36 von 517 in: PC-Spiele | Strategie | Echtzeit-Strategie
 
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