Der dritte Teil der James-Bond-Filme genießt unter den Fans einen absoluten Kultstatus. Völlig zu Recht, da der von Ian Fleming geschaffene Agent 007 in dem Film von Sean Connery gespielt wird, der hier einmal mehr in der Paraderolle des britischen Geheimagenten brilliert.
Nach Jamaika in »James Bond jagt Dr. No« und dem Ostblock in »Liebesgrüße aus Moskau« verschlägt es den bekanntesten Geheimagenten seiner Majestät in die USA – mit einem kurzen Abstecher in die Schweiz. Die Szenerie bildet für viele Fans den perfekten Schauplatz, um das Franchise auf das nächste Level zu heben: die Federal-Reserve-Goldreserve in Fort Knox (Kentucky).
Erzschurke Auric Goldfinger (Gert Fröbe) plant dort das Verbrechen des Jahrhunderts, um die westliche Wirtschaft ins Wanken zu bringen und ein beispielloses ökonomisches Chaos auszulösen. Um ihm dabei in die Quere zu kommen, nutzt James Bond eine Technik, die 1964 noch Fiktion war – heute aber weitverbreitete Realität ist.
Dieser Artikel stammt im Original von unserer französischen Schwesterseite ALLOCINE und erscheint bei GameStar Tech in übersetzter und angepasster Form.
James Bond war seiner Zeit 30 Jahre voraus
Wenn ihr an James Bond denkt, habt ihr natürlich sofort spektakuläre Gadgets vor Augen. Der im Film eingesetzte Aston Martin DB5 entwickelte sich zu einem absoluten Kultauto und wurde 2010 sogar für eine Millionensumme versteigert.
Von Waffenmeister Q bis unters Dach mit Spezialausrüstung vollgepackt, glänzte der Wagen mit einem Feature, das 1964 wie pure Utopie anmutete: dem direkten Urahn des modernen GPS.
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Enshrouded 1.0: James Bond säuselt uns ins Ohr, während unser Magier die neuen Konstrukt-Gegner plättet
Q erklärt zwar nicht bis ins letzte Detail, wie das System arbeitet, doch sobald das Gerät das Versteck von Auric Goldfinger ortet, werden die Koordinaten auf einer Kartenanzeige im Cockpit visualisiert.
Als dieser filmische Vorläufer ersonnen wurde, kreiste noch kein einziger Navigationssatellit um die Erde. Erst 1965 begann das US-Verteidigungsministerium (Department of Defense) mit den theoretischen und praktischen Arbeiten rund um GPS.
Bis 1978 der erste Satellit die Erdumlaufbahn erreichte und 1995 schließlich die vollständige Konstellation aus 24 Satelliten für ein GPS betriebsbereit war, sollte also noch reichlich Zeit vergehen.
Das erste verbaute Navigationssystem fürs Auto erschien 1981
Im Jahr 1981 brachte Honda mit dem »Electro Gyrocator« das erste echte bordeigene Navigationssystem auf den Markt. Ganze 17 Jahre nach der Veröffentlichung von Goldfinger.
Das System war dabei noch deutlich vom heutigen Standard entfernt und funktionierte komplett ohne Satelliten über ein Gyroskop sowie Wegsensoren. Damit konnte das Navi die Route auf transparenten Folienkarten nachzeichnen.
1990 ging der Mazda Eunos Cosmo in Japan als erstes Serienfahrzeug mit vollwertigem, integriertem GPS-Navi in die Geschichte ein.
In den 2000er-Jahren machten mobile Navigationsgeräte die Technik schließlich für euch alle im Alltag erschwinglich, ehe in den 2010er-Jahren Smartphones und Google Maps endgültig das Steuer übernahmen.
Da lässt sich ohne jeden Zweifel festhalten: Q und James Bond waren ihrer Zeit meilenweit voraus! Und heute fühlt sich die Technik nicht mehr so innovativ an wie noch zur Veröffentlichung von Goldfinger.
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