Ich war mir 10 Jahre lang sicher, Vivaldi ist die perfekte Chrome-Alternative, doch jetzt hat sich das geändert

Ich nutze Vivaldi schon seit kurz nach Release, doch das Ende naht.

Gibt es Browser, die meinen Favoriten übertreffen? (Bildquelle: Vivaldi | Jan Stahnke – GameStar Tech) Gibt es Browser, die meinen Favoriten übertreffen? (Bildquelle: Vivaldi | Jan Stahnke – GameStar Tech)

Ich nutze Vivaldi mittlerweile so lange, dass ich mich kaum noch an den Grund für meinen Wechsel von Chrome zu Vivaldi erinnern kann. Es dürften rund zehn Jahre sein, in denen ich der europäischen Chrome-Alternative die Treue halte.

Doch so gut der Browser auch ist: Über die letzten Jahre und Monate sind mir einige Dinge aufgefallen, die mir den Spaß an dem Browser rauben.

Deshalb brauche ich eure Hilfe. Doch dazu später mehr.


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Warum Vivaldi?

Vor einigen Jahren habe ich euch schon mal berichtet, dass Vivaldi mein favorisierter Browser ist. Kurz gesagt liegt es an den vielen praktischen Funktionen und Einstellungen, die man vornehmen kann. 

Hier habe ich euch meine liebsten Funktionen nochmal aufgelistet:

  • Grenzenlose Individualisierung: Von der Position der Tableiste bis hin zur Größe einzelner UI-Elemente – Vivaldi lässt sich bis ins kleinste Detail an den eigenen Workflow anpassen, statt mich in ein festes Korsett zu zwängen.
  • Effizienz durch Mausgesten: Ein absolutes Highlight ist die intuitive Gestensteuerung. Mit einfachen Bewegungen der rechten Maustaste lassen sich Befehle wie das Schließen oder Wechseln von Tabs blitzschnell ausführen. Das geht zwar auch mit Shortcuts auf der Tastatur, aber Mausgesten sind mir lieber, weil ich dann mit einem Kaffee in der linken Hand alle Gesten ausführen kann. Prioritäten? Gesetzt!
  • Zentrale Schnellbefehle: Über ein simples Tastaturkürzel (F2) lassen sich Einstellungen, (ehemals) geöffnete Tabs oder Funktionen direkt suchen und auslösen.
  • Features Out-of-the-Box: Während andere Browser für jede Kleinigkeit eine Erweiterung benötigen, bietet Vivaldi mächtige Werkzeuge (wie Notizen, Paneele oder Split-Screen-Ansichten) nativ an.
  • Liebe zum Detail: Kleine Extras wie das integrierte Arcade-Game »Vivaldia«, tiefgreifende Tab-Management-Optionen (Tab-Stacks) oder der übersichtliche Download-Manager haben mich jahrelang überzeugt.

Warum ich Vivaldi hinter mir lassen will

Der Browser vom norwegischen Entwickler war noch nie wirklich perfekt. Es gab hier und da mal kleinere Bugs, die mich bisher selten gestört haben.

Doch in den letzten Jahren und Monaten sind mir immer wieder ein paar happige Fehler aufgefallen, die das Browsing-Erlebnis deutlich verschlechtert haben:

  • Videoplayer hängen sich in unregelmäßigen Abständen auf. Dann ist der Tab komplett eingefroren und ich muss ihn schließen und neu öffnen.
  • Manche Webseiten funktionieren nicht ordnungsgemäß oder lassen sich gar nicht aufrufen. Zugegeben: Hierbei handelt es sich um ein seltenes Problem, aber wenn es passiert, ist es umso nerviger.
  • Der Vollbildmodus lässt sich nach längeren Browser-Sessions nicht mehr auslösen. Heißt: Ich muss den gesamten Browser schließen und neu öffnen.
  • Neue Features sind gerne mal buggy. So zum Beispiel das neueste »Drag and Drop Tiling«-Feature, das ich theoretisch praktisch fände. Seither wollen manche Tabs allerdings erst nach mehreren Versuchen ihre ursprüngliche Position verlassen, wenn ich versuche, sie woanders hinzuziehen.

Ich bin mir durchaus darüber bewusst, dass das alles keine wirklichen Deal-Breaker sind, zumal viele Probleme Workarounds haben, wie oben beschrieben. Auch die nicht angezeigten Webseiten lassen sich in einem neuen Nutzerprofil wieder aufrufen. 

Dennoch: Nach Jahren minimaler Enttäuschungen habe ich langsam die Nase voll.

Eine Alternative muss her

Ich will nicht sagen, dass ich Vivaldi jetzt hasse und nie mehr installieren will. Im Gegenteil: Es ist fast schon traurig, dass ich den Browser vorerst hinter mir lassen muss (oder will). Ich kann mir gut vorstellen, dass mir die vielfältigen Funktionen von Vivaldi schnell fehlen werden und ich wieder zurückkomme.

Trotzdem will ich mich nach einem neuen Browser umschauen und dabei ein paar neue Möglichkeiten entdecken.

Da kommt ihr ins Spiel: Ich brauche Browser-Empfehlungen – am besten fernab vom Mainstream. 

Immer wenn es um Browser geht, finden sich in den Kommentaren einige Firefox-Vertreter und ich höre euch. Seid versichert! Aber Firefox habe ich (zugegeben vor vielen Jahren) schon benutzt und jetzt will ich etwas Neues ausprobieren.

Dasselbe gilt für Chrome und Edge. Auch den Comet-Browser habe ich schon zu Genüge getestet und war von den KI-Funktionen eher semi-begeistert.

Deswegen frage ich jetzt euch: Welchen Browser würdet ihr mir empfehlen? Und warum? Stimmt gerne ab und schreibt es in die Kommentare!

Ich habe der Umfrage Browser hinzugefügt, die mich interessieren, und habe die oben genannten Browser wie Chrome und Firefox bewusst ausgelassen.

Da ich hauptsächlich auf Windows browse, habe ich auch den Dia-Browser außen vor gelassen, der zwar interessant, momentan aber nur für MacOS verfügbar ist.

Ich werde mir den Browser, für den ihr stimmt, genauer anschauen und ihn mit Vivaldi vergleichen, um herauszufinden: Gibt es bessere Browser für mich als Vivaldi oder werde ich am Ende doch zurückkehren?

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