2026 spaltet eine Frage die Autoindustrie: Es geht um die Entscheidung, was künftig im Cockpit zum Einsatz kommt

Es kommt Bewegung in das Cockpit. Während General Motors Carplay auslaufen lassen wird, setzt Porsche in Zukunft auf Apple. Auch andere Hersteller positionieren sich.

Neben Android Auto und CarPlay setzen einige Hersteller auch auf eigene Lösungen für das Cockpit. (Bildquelle: Apple) Neben Android Auto und CarPlay setzen einige Hersteller auch auf eigene Lösungen für das Cockpit. (Bildquelle: Apple)

2026 unterteilt sich die Autoindustrie in drei Lager - und es geht nicht um Verbrenner, E-Autos oder Wasserstoff, sondern um die Hoheit über die Displays im Auto.

Die meisten modernen Autos unterstützen mindestens eine Schnittstelle für das Cockpit. CarPlay und Android Auto dürften die bekanntesten sein. Daneben gibt es aber auch hauseigene Lösungen der Hersteller sowie neue Herausforderer, wie Auto DeX von Samsung.

Zudem können Autofahrer die Unterstützung mithilfe von Gadgets nachrüsten.

In den nächsten Jahren deutet sich eine Spaltung beim Einsatz von digitalen Lösungen im Cockpit an, das berichtet Golem.

Die Strategien der Hersteller von Autos lassen sich in drei große Lager unterteilen, in die ab 2026 Bewegung kommen wird.

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Fokus auf eigenständige Lösung

Hersteller wie Tesla oder Rivian setzten bisher konsequent auf eigene Technologien für das Cockpit. General Motors, zu dem Automarken wie Chevrolet, Corvette und Cadillac gehören, bestätigt, schrittweise bis 2028 ebenfalls auf eine eigene Lösung setzen zu wollen. Der Hersteller möchte die Unterstützung von Android Auto oder CarPlay bis zum Jahr 2028 aus der gesamten Produktpalette entfernen.

Das englische Onlinemagazin BGR berichtet, dass General Motors sich so Mehreinnahmen von rund 20 bis 25 Milliarden Dollar im Jahr 2030 verspricht. Diese sollen vor allem durch Software-Abonnements und digitale Zusatzdienste erwirtschaftet werden.

Angepasste Integration von Carplay oder Android Auto

Einige Hersteller im Premium-Segment unterstützen Android Auto und Carplay, möchten aber die Kontrolle behalten. So teilte BMW mit, dass es keine Pläne gäbe, Apples CarPlay Ultra zu unterstützen.

Gut zu wissen: CarPlay Ultra wurde von Apple im Mai 2025 eingeführt. Anders als bisherige Lösungen geht die Integration über eine Spiegelung des Smartphones hinaus. So kontrolliert CarPlay Ultra alle dem Fahrer zugewandten Bildschirme.

Tesla soll ebenfalls an der Integration von CarPlay arbeiten, allerdings nur innerhalb der eigenen Benutzeroberfläche. Auch eine Integration von Android Auto könnte in Zukunft dazukommen.

Vollständige Kontrolle durch externe Software

Mit Porsche und Aston Martin haben sich gleich zwei Hersteller im Premium-Segment für CarPlay Ultra entschieden. Damit geben sie ein Stück weit die Kontrolle über das Cockpit ab.

Mit Hyundai soll zudem ein weiterer Hersteller CarPlay Ultra ab diesem Jahr in einem ersten Wagen anbieten.

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