Seite 2: 3D-Karten für jeden - Von preiswert bis teuer

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Minimum 600 MHz

3D-Karten für jeden 3D-Karten für jeden

Angesichts ihrer Leistungen sind zumindest Karten um die 400 Mark das Geld absolut wert. Falls Sie hingegen noch mehr ausgeben wollen, sollten Sie sich den Sinn Ihrer Investition genau überlegen - das Preis-Leistungs-Verhältnis wird rapide schlechter. Zumal es mit der teuren Grafikkarte alleine nicht getan ist: Wer wirklich Nutzen daraus ziehen will, muss mit seiner sonstigen Hardware noch andere Voraussetzungen erfüllen. So ist etwa ein Prozessor jenseits der 600 MHz Pflicht, um das Leistungspotenzial einer Geforce 2 oder ATI Radeon auch nur annähernd abrufen zu können. Deren Hauptvorteil gegenüber günstigen Modellen liegt hauptsächlich in hohen Auflösungen, für die ein hochwertiger 19-Zoll-Monitor das Minimum darstellt.

Kostenfaktor Speicher

Die Hochpreispolitik hat diverse Ursachen. Da wäre erst mal die Technik: Die Entwicklung moderner 3D-Chips kostet immens viel Geld, was natürlich auf den Endkundenpreis umgeschlagen wird. Außerdem finden sich auf den Boards immer größere Mengen an schnellem, aber sehr teurem Video-Speicher. So liegt die 64-MByte-Variante einer Geforce 2 GTS-Karte durchschnittlich 300 Mark über dem 32-MByte-Kollegen. Laut Guillemot macht der Hersteller damit trotzdem kaum zusätzlich Gewinn, da ihn das Zusatz-RAM im Einkauf selbst rund 200 Mark kostet. Noch schlimmer sieht es bei der nagelneuen Geforce 2 Ultra aus. Hier macht der Speicher rund zwei Drittel der Produktionskosten aus. Das ist auch mit ein Grund, warum der Preis aktueller 3D-Karten so lange stabil bleibt. Hier hilft den Herstellern außerdem die momentane Kaufbereitschaft der Kunden. Seit Monaten laufen selbst Spitzenmodelle ausgesprochen gut, dementsprechend groß ist der Gewinn und klein die Veranlassung, Preise überhastet zu senken.

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