Sommer, Sonne, Super Mario – zumindest bei mir. Wir Spielerinnen und Spieler leben in einer goldenen Ära, in der wir uns guter Spiele kaum erwehren können. Hinzu kommen allerlei Handhelds, die zumindest mir als Game-Boy-Kind viel Freude bereiten.
Das Steam Deck war wohl eine meiner besten Investitionen überhaupt – für daheim. Klar, für zwei Wochen auf Kreta packe ich mein Steam Deck ein, aber in der Bahn auf einem Kurztrip übers Wochenende ist der 3DS (oder DS Lite) einfach so viel praktischer.
Ich nenne euch 5 Gründe, wieso ich lieber zur ollen Klappkonsole greife.
1. Der 3DS ist taschentauglich
Immer, wenn ich das Steam Deck mitnehme, merke ich, wie klotzig das Teil ist. Selbst im Rucksack nimmt es richtig viel Platz weg. Die Ergonomie ist immer wieder ein Streitpunkt, und die richtige Balance zwischen »groß genug« und »immer noch mobil« zu finden, ist schwer.
Der 3DS ist deutlich handlicher – und passt auch in die Hosentasche, wenn man es drauf anlegt. Gerade im Sommer reise ich mit leichtem Gepäck und habe oftmals nur eine kleine Umhängetasche dabei, da ist der 3DS perfekt.
Und wenn ihr einen DS Lite euer Eigen nennt, dann passt er wirklich fast jede Hosentasche.
2. Längere Akkulaufzeit
Dieser Punkt kommt natürlich mit dem üblichen Kleingedruckten. Der 3DS XL, den ich besitze, wartet mit 1.750 mAh auf, mein Steam Deck LCD mit 5.300 mAh; auf dem Papier ein himmelweiter Unterschied.
Der springende Punkt: Der Klopper von Valve zieht mehr Saft. Klar, steckt ja auch die bessere Technik drin. Da hat der Game Boy so gar keine Schnitte, dennoch haushaltet jeder Handheld mit seiner Power anders.
Es kommt aber auch auf die Spiele an. Bei einem grafisch halbwegs anspruchsvollen Titel bekomme ich beim Steam Deck höchstens zwei Stunden raus. Anspruchslose Spiele reichen bis drei Stunden.
Beim 3DS ist das Wurscht. Ja, die Spiele sind bei Weitem nicht so hübsch (und natürlich älter), aber auf meine vier Stunden komme ich in der Regel trotzdem. Je nach Trip ist das vollkommen ausreichend.
1:00:20
Wird die nächste Steam Machine wieder zum Desaster für Valve?
3. Der 3DS überhitzt nicht so leicht
Die Hitzeentwicklung beim Steam Deck ist nicht zu verachten, vor allem bei bereits besagten grafisch anspruchsvollen Titeln. Daheim auf der Couch bei Raumtemperatur kein Thema.
Bei 35 Grad am Himmel ist das draußen allerdings nicht mehr so spaßig. Bisher ist mir das Steam Deck noch nicht abgeraucht, aber darauf anlegen will ich es auch nicht. Immerhin warnte Valve bereits davor, das Steam Deck bei hohen Temperaturen zu verwenden (via Heise).
Meinem 3DS ist noch nie zu warm geworden, auch nicht im Garten oder am Strand. Klar, auf welches Machinchen meine Wahl fällt.
4. Besser für kurze Sessions
Dieser Grund ist ziemlich subjektiv, denn man kann auch mit dem Steam Deck im Standby-Modus relativ schnell ein Spiel seiner Wahl starten.
Aber beim 3DS kann ich aufklappen und loszocken. Dieses Gefühl des »mal eben Daddelns« gibt mir das Steam Deck nicht.
- Ich brauche kein Case wegen des Klappdesigns.
- Lange Wartezeiten gibt es bei den Spielen eher selten.
- Keine Updates, auf die ich warten muss.
Darüber hinaus habe ich auch weniger Ablenkung. Ihr wisst sicher, wie gigantisch so eine Steam-Bibliothek werden kann. Auf Reisen habe ich eine Handvoll Spiele auf dem DS, die ich einst heruntergeladen habe, plus die Kassette, die im Slot steckt. Keinen vollen Zugriff auf alle Titel zu haben, ist herrlich befreiend.
5. Immer noch bockstarke Exklusivtitel
Und am Ende machen es natürlich die Titel aus. Auf dem 3DS gibt es nämlich richtig bockstarke Titel, die ich sonst nirgends spielen kann. Um nur ein paar zu nennen:
- Hotel Dusk: Room 215
- WarioWare Touched!
- Pokémon Schwarz/Weiß
- Advance Wars: Dual Strike
- Elite Beat Agents
- Shin Megami Tensei 4
- Virtue’s Last Reward
- Professor Layton vs. Phoenix Wright: Ace Attorney
Gerade die Touchfunktion bei Spielen wie Wario Ware oder der doppelte Bildschirm fühlen sich immer noch frisch und unverbraucht an.
Und wenn ich den älteren (und kleineren) DS Lite zur Hand nehme, habe ich noch eine ganze Bibliothek mit Game-Boy-Advance-Spielen, die bei mir im Schrank auf ihren Einsatz warten.
Der 3DS hatte außerdem zwei fantastische Features, die ihrer Zeit voraus waren. Mein Kollege Peter hat eine ganz eigene Story mit dem Steam Deck am Strand zu erzählen.
Machen wir uns nichts vor: Technisch gehören Nintendos Handhelds vor der Switch zum alten Eisen. Ja, der 3DS ist mittlerweile retro, aber ich spiele damit nicht (nur) deswegen.
In Sachen Portabilität macht Nintendo nämlich niemandem etwas vor. Gerade im Sommer für die schnelle Runde unterwegs habe ich lieber den Game Boy in der Tasche als das Steam Deck – der passt da wenigstens rein.



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