Bin ich’s oder ist der Handheld-Markt in den letzten zwei Jahren regelrecht explodiert? Unschuldig bin ich ja nicht, immerhin besitze ich ein Steam Deck und eine Switch 2.
Das sind ja schöne Konsolen. Für das Bild eines Jubiläumsartikels habe ich nach Jahren meinen 3DS XL herausgekramt – und erwische mich jetzt dabei, wie ich immer wieder zur Klappkonsole greife.
Wieso?
Der 3DS macht zwei Dinge immer noch besser als Steam Deck und Switch 2.
1. Batterielaufzeit
Mein 3DS lag bestimmt vier oder fünf Jahre unbenutzt herum. Als ich die Konsole herausgeholt und aufgeklappt habe, fiel ich fast vom Stuhl: Der Handheld hatte immer noch eine volle Batterieanzeige!
Ja gut, klar, da war ein bisschen fauler Zauber dabei, denn nach rund einer Stunde musste der 3DS auch an den Strom. Und trotzdem: Voll aufgeladen, komme ich mit dem der Konsole locker auf vier Stunden, je nach Spiel sogar mehr. Und das mit nur 1.750 mAh (via Nintendo).
Da haben Steam Deck und Switch 2 im Handheld-Modus keine Schnitte.
- Steam Deck LCD (ca. 5.300 mAh): Bei anspruchslosen Spielen komme ich auf zweieinhalb bis drei Stunden. Wird’s anspruchsvoller, ist spätestens nach 2 Stunden Sense.
- Switch 2 (5.220 mAh): Ace Attorney läuft bei mir gut und gerne zweieinhalb Stunden. Bei Cyberpunk kratze ich an den 70 bis 75 Minuten.
19:37
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Wie kann es sein, dass der 3DS XL mit weniger Saft länger durchhält? Ein wichtiger Faktor ist, dass die Konsole insgesamt weniger Energie braucht. Hinzu kommt, dass das Gerät mit weniger Energie besser haushaltet.
Und dann ist da ja noch die Sache mit der Batterie beim Steam Deck. Die Konsole komplett entladen lassen, kann zu Problemen führen (via Steam Forum). Während ich ins Schwitzen gerate, wenn ich nur daran denke, würde mein 3DS wohl auch dann noch booten, wenn ich schon lange nicht mehr bin.
2. Ergonomie
Ich habe recht große Tatzen und finde sowohl Steam Deck als auch Switch 2 angenehm zu halten – und trotzdem würde ich den 3DS XL der Ergonomie wegen jeden Tag bevorzugen.
Das liegt vor allem an der Größe.
Die Displays von Switch 2 und Steam Deck (LCD) sind knackig und gefallen mir gut. Damit Kontraste und Farben ordentlich knallen, müssen die eine gewisse Bildschirmdiagonale haben.
Wenn es aber darum geht, die Handhelds lange in der Hand zu halten, gewinnt der 3DS XL einfach. Gerade bei einem Spiel, das mich über Stunden fesselt – und dem kommen Akkulaufzeit und Ergonomie entgegen.
Einen gewaltigen Nachteil hat der 3DS dann doch. Leider ist der Nintendo eShop nicht mehr zu erreichen. Heißt: Wenn ich mit den Games auf meiner Konsole (und meinen physischen Cartridges) durch bin, müsste ich mir erstmal Spiele besorgen. Da merkt man das Alter einfach.
Wisst ihr, was ich auch vermisse? Handhelds mit zwei Bildschirmen. Es gibt zwar welche von chinesischen Herstellern wie Ayaneo oder Ayn, aber an die habe ich mich aufgrund meiner schlechten Erfahrung noch nicht rangetraut. Gleichzeitig das Spielgeschehen zu sehen und eine Map oder das Inventar offen zu haben, ist purer Luxus. Das weiß ich danke meines 3DS XL mehr zu schätzen denn je.
Kramt ihr auch hin und wieder alte Konsolen aus und verliebt euch neu? Schreibt es gerne in die Kommentare.
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