Zu Lebzeiten wünschte sich Star-Trek-Schöpfer Gene Roddenberry nichts sehnlicher, als die Weiten des Weltalls selbst einmal zu erkunden und mit eigenen Augen zu sehen.
Am 24. Oktober 1991 starb der damals 70-jährige Drehbuchautor an Herzversagen, ohne sich diesen Traum jemals zu erfüllen. In seinem Testament hielt er daher fest, dass seine Asche ins All geschleudert werden sollte – wozu es sechs Jahre später auch tatsächlich kam (Florida Today via Grunge).
Gene Roddenberrys Asche war schon dreimal im All
Genau genommen war die Asche von Roddenberry schon ein Jahr nach seinem Tod einmal im Weltall. Im Oktober 1992 war sie an Bord des Space Shuttles Columbia, nachdem der NASA-Astronaut James Weatherbee sie in seinem persönlichen Gepäck mitführen durfte.
Roddenberrys Frau Majel bat den damaligen Administrator der amerikanischen Behörde für Raumfahrt und Flugwissenschaften Dan Goldin darum, den Traum seines Ehemanns endlich wahr werden zu lassen. Also genehmigte er einen inoffiziellen Flug (via Celestis).
So richtig offiziell im All bestattet wurde Roddenberry als einer der ersten Menschen am 21. April 1997. Neben seiner Asche waren auch die von 23 anderen großen Persönlichkeiten wie zum Beispiel dem bekannten Psychologen Timothy Leary oder dem einflussreichen Physiker Gerard O’Neill an Bord.
Dabei wurden kleine Mengen der Überreste mit einer Kapsel ins All geschleudert. Dort umkreiste sie fünf Jahre lang die Erde und verglühte bei dem Wiedereintritt in die Atmosphäre vollständig.
1:11
Star Trek: Voyager - Across the Unknown expandiert gewaltigt: Vier DLCs im Expansion Pass angekündigt
Das dritte Mal ist aber wohl symbolisch am schönsten. Im Januar 2024 schickte das auf Weltraumbestattungen spezialisierte Unternehmen Celestis die Asche von Gene und seiner Frau Majel gemeinsam mit denen von drei weiteren Star-Trek-Schauspielern – DeForest Kelley (Leonard McCoy), Nichelle Nichols (Uhura) und James Doohan (Scotty) – ins All.
Wenn die Rakete ihr endgültiges Ziel in den Tiefen des Weltraums erreicht, wird sie in einer heliozentrischen Umlaufbahn für immer zwischen Erde und Venus um die Sonne kreisen. So bleiben Gene Roddenberry und Co. ewig ein Teil des galaktischen Universums.
Ihr fragt euch jetzt bestimmt, wie teuer so eine Weltraumbestattung eigentlich ist. Je nachdem für welche man sich entscheidet, entstehen Kosten von 3.500 bis 25.000 US-Dollar (via Celestis). Natürlich muss man hier auch noch bedenken, dass in Deutschland strikter Friedhofszwang herrscht, demnach müsste man für einen solchen Wunsch mit hohen administrativen und logistischen Kosten rechnen.
Falls ihr noch mehr zu Star Trek erfahren möchtet, verlinken wir euch in der obigen Box weitere spannende Artikel zum Thema. Dort könnt ihr dann nachlesen, wie es um den nächsten Kinofilm gerade steht.
Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.
Dein Kommentar wurde nicht gespeichert. Dies kann folgende Ursachen haben:
1. Der Kommentar ist länger als 4000 Zeichen.
2. Du hast versucht, einen Kommentar innerhalb der 10-Sekunden-Schreibsperre zu senden.
3. Dein Kommentar wurde als Spam identifiziert. Bitte beachte unsere Richtlinien zum Erstellen von Kommentaren.
4. Du verfügst nicht über die nötigen Schreibrechte bzw. wurdest gebannt.
Bei Fragen oder Problemen nutze bitte das Kontakt-Formular.
Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.
Nur angemeldete Plus-Mitglieder können Plus-Inhalte kommentieren und bewerten.