Der Lebensmittelladen Edeka hat eine neue Werbeaktion gestartet, in der ihr mit Treuepunkten exklusive Lego-Sets mit 50 Prozent Rabatt abstauben könnt. Das klingt doch cool, oder? Ganz so eindeutig ist das leider nicht, denn beim Preis wird leider geschummelt. Aber was ist mit den Sets, sind die denn wenigstens gut?
Mit kritischer Einstellung bin ich in den örtlichen Supermarkt gegangen, habe mir die Aktion genauer angeschaut und eines der Lego FunPacks ausprobiert. Inhaltlich ist da deutlich mehr drin, als ich zuvor erwartet habe, aber reicht das wirklich aus?
Die Aktion und die Lego FunPacks im Überblick
Die Aktion im Überblick:
- Aktionszeitraum: 24. August bis 17. Oktober 2026
- Wie viele Treuepunkte gibt es? Ein Treuepunkt pro 5 Euro Einkaufswert
- Benötigte Treuepunkte pro Set: 5 Stück
Die Sets im Überblick:
- Aktionspreis: 6 Euro pro Stück
- Preis ohne Treuepunkte: 12 Euro pro Stück
- Inhalt:
- das abgebildete Lego-Modell
- kleines Brettspiel mit 8 thematisch zum Modell passenden Spielkarten
- kleines Heft mit Rätseln, Ausmalbild und Spielanleitung
- Metalldose
- Alle Sets
- City: Radlader - 39 Teile
- City: Polizei - 37 Teile
- Creator 3in1: Fahrzeuge - 76 Teile
- Creator 3in1: Tiere - 69 Teile
- Ninjago: Mech Anzug - 45 Teile
- Ninjago: Motorrad - 35 Teile
- Friends: Pferd - 39 Teile
- Friends: Hundepflege - 20 Teile
Der Inhalt im Detail
Um die Aktion für die GameStar zu testen, habe ich mir den Radlader aus der City Themenwelt ausgesucht - dieses Mal musste ich dafür auch nicht 50 Rollen Klopapier kaufen. Warum ausgerechnet den Radlader? Die Minifigur auf dem Bild sieht so motiviert aus. Diese Einstellung gefällt mir.
Taugt das Kernstück? Das eigentliche Modell ist solide, da gibt es nichts zu beanstanden. Alles ist stabil, der Spielwert ist da und ich bin auf keine bösen Überraschungen gestoßen.
Von dem, was ich auf den Bildern sehen kann, gilt das für alle Modelle der Aktion. Wenn es euch wirklich nur um das Lego geht und der Preis es euch wert ist, könnt ihr meines Erachtens nichts falsch machen.
Mehr als erwartet
Als ich die Metalldose geöffnet habe, war ich überrascht, wie viel Kram tatsächlich abseits des Lego-Sets enthalten ist. Alle wichtigen Infos erfahrt ihr hier.
Metalldose: Die Metalldose ist hochwertig und der Deckel wird durch einen Schiebemechanismus abgenommen. Die Oberseite hat einen eingestanzten 3D-Effekt. Durch eine Einkerbung auf der Unterseite könnt ihr die Dosen aber trotzdem Stapeln.
Brettspiel: Auf dem Boden der Dose ist ein kleines Spielbrett. Ziel ist es, dass eure Spielfigur als Erste die Ziellinie erreicht. Einen Würfel braucht ihr nicht, die Bewegungen erfolgen ausschließlich durch die enthaltenen Spielkarten. Spielfiguren sind unverständlicherweise nicht enthalten, ihr könnt aber einfach zwei unterschiedliche Steine aus dem Set verwenden. Ob andere Sets auch andere Spielbretter haben, weiß ich noch nicht. Das Spielprinzip ist aber dasselbe.
Spielkarten: Die Spielkarten geben verschiedene Aktionen vor, mit denen ihr eure Spielfigur bewegt. Spezialkarten, mit denen ihr geärgert werdet, gibt es auch. Lesen können muss man dafür nicht. Die Karten selbst sind schön designt und zeigen verschiedene Bilder, die zur Themenwelt passen. Jedes Set hat eigene Motive, selbst, wenn sie aus derselben Themenwelt sind.
Heft: Als letztes Extra gibt es ein kleines Heft. Darin sind die Spielanleitung, vier Rätsel, ein zweiseitiges Ausmalbild und ein Comic aus drei Bildern enthalten. Die Lösungen gibt es via QR-Code auf der Rückseite. Die Blätter sind dick genug, um mit Buntstiften vernünftig darauf malen und schreiben zu können.
Anleitung: Die Anleitung ist wie bei den Polybags ohne den Hinweis, welche Steine ihr für den einzelnen Bauschritt beiseitelegen müsst. Durch die geringe Anzahl und kleine Bauabschnitte sollte trotzdem auch für Kinder alles verständlich sein.
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Der Aktionspreis
: Ich finde es verrückt, dass Edeka und Lego die 6 Euro ernsthaft als Aktionspreis verkaufen. Die 12 Euro, die sie als Originalpreis für die FunPacks ohne Treuepunkte aufrufen, sind ein Witz. Sie sollen nur das Gefühl vermitteln, mit den Treuepunkten einen guten Deal zu bekommen.
Der Elefant im Raum: Lego hat diverse kleine Sets in Tüten im festen Sortiment, sogenannte Polybags, die ihr nahezu überall für 2,50 bis 4 Euro pro Stück mitnehmen könnt. Gibt es zwischen den Modellen in den FunPacks und den Polybags einen qualitativen oder quantitativen Unterschied? Die klare Antwort lautet Nein.
Der große Unterschied liegt in dem, was den FunPacks noch beigelegt wird. Und die Frage, die ihr euch jetzt stellen müsst ist, ob es euch diesen Aufpreis wert ist.
Lohnen sich die FunPacks?
Wenn ich davon ausgehe, dass ich die Treuepunkte sowieso am Mann habe und dafür nicht extra einkaufen muss, finde ich 6 Euro in Ordnung.
Lego hat versucht, so viel Spielwert wie möglich aus den FunPacks herauszuquetschen, ohne den Materialwert übermäßig nach oben zu drücken. Und dadurch fühlt sich alles auch nach wenig Mühe an. Das ändert aber nichts daran, dass der zusätzliche Spielwert vorhanden ist. Ich hätte mich als Kind wahnsinnig über eines der FunPacks gefreut und gerne alle Funktionen genutzt, die es mir bietet.
Als Schnapper würde ich die Sets aber nicht bezeichnen. Das Preisleitungsverhältnis ist gerade so okay, mehr aber auch nicht. Vor allem, wenn ich die Polybags danebenstelle, die für Lego-Verhältnisse ein erstklassiges Preisleistungsverhältnis haben.
Die Zielgruppe sind vor allem Kinder bzw. Eltern, die bei Edeka einkaufen und ihren Kindern eine Überraschung machen wollen. 6 Euro pro Kind sind aber auch keine Kleinigkeit mehr, die man einfach mal so mitnimmt. Ich persönlich würde daher in diesem Fall immer noch zu den Polybags greifen, die auch beliebte Themenwelten wie Star Wars und Harry Potter abdecken. Wenn das Geld aber da ist, halte ich die FunPacks auch für eine gute Wahl.
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