Der Akku ist einer der wichtigsten Teile eines jeden Mobilgeräts. Die Ausstattung kann noch so gut sein, wenn es keinen Strom gibt, funktioniert das Device nicht. Bis heute halten sich zahlreiche Mythen über Handyakkus. Ein Reddit-Nutzer hat deshalb einen praktischen Guide erstellt.
Einfacher Akku-Guide spricht über 10.000 Leute an
Moderne Smartphones sind nicht nur technische Wundermaschinen, sondern oft auch sehr gut geschützt. Selbst das Eintauchen in Wasser macht vielen Geräten kaum noch etwas aus. So ist es nicht selten der Akku, der über die tatsächliche Lebensdauer eines Handys bestimmt.
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Dieser Fokus auf Sicherheit und Schutz hat allerdings auch dazu geführt, dass Akkus in den allermeisten Fällen gar nicht mehr oder nur mit sehr großem Aufwand ausgetauscht werden können. Den Akku möglichst lange am Leben zu halten, ist also eines der wichtigsten Gebote bei der Handynutzung.
Wie das aber funktioniert, ist vielen gar nicht klar. Es gibt bis heute viele Mythen, die sich hartnäckig halten. Auf Reddit hat der Nutzer »genkai_ai« kürzlich einen Guide geteilt, in dem er fünf dieser Mythen aufdeckt.
Der Post hat in nur zwei Tagen mehr als 10.000 Likes gesammelt:
Link zum Reddit-Inhalt
Schauen wir uns die Mythen und deren Wahrheitsgehalt also einmal einzeln an.
Mythos 1: Der Akku sollte immer auf 0% entladen werden
Stimmt das? Nein. Tatsächlich melden viele Handys automatisch, dass der Akku leer ist, bevor das in Wahrheit der Fall ist. Das liegt daran, dass Akkus eine gewisse Grundspannung benötigen, um überhaupt geladen werden zu können.
Das komplette Entladen kann sich zudem negativ auf die Lebensdauer des Akkus auswirken. Viele Hersteller empfehlen daher, den Akku irgendwo zwischen 20 und 80 Prozent zu halten.
Mythos 2: Über Nacht laden macht den Akku kaputt
Stimmt das? Hier ist die Antwort gewissermaßen vom Gerät abhängig. Sobald ein Handyakku auf 100 Prozent ist, wird der Ladevorgang beendet. Sinkt er dann allerdings wieder auf 99 Prozent, springt er wieder an.
Das Laden über Nacht ist also nicht zwingend schädlich, aber auch nicht unbedingt effektiv. Viele Handys bieten mittlerweile Einstellungsmöglichkeiten, sodass der Akku etwa nie über einen bestimmten Wert hinweg geladen wird oder das Laden über Nacht so getimt wird, dass die letzten Prozent erst am Morgen hinzukommen.
Mythos 3: 100 Prozent ist immer am besten
Stimmt das? An sich spricht nichts dagegen, ein Handy voll aufzuladen, es ist aber nicht immer nötig. Die Leistung verändert sich nicht durch einen vollen Akku. Am »wohlsten« fühlen sich moderne Lithium-Akkus zwischen 60 und 80 Prozent.
Es kann allerdings zum Problem werden, wenn das Handy immer wieder vorzeitig vollgeladen wird, weil dadurch der Akku eben insgesamt mehr Ladezyklen ausgesetzt ist. Wer etwa noch 50 Prozent hat, muss diese nicht zwangsläufig sofort aufladen.
Mythos 4: Das Schließen von Apps spart Akku
Stimmt das? Tatsächlich ist in der Regel das Gegenteil der Fall. Das Starten von Apps verbraucht meist mehr Energie als der Ruhezustand. Apps, die also regelmäßig genutzt werden, können durchaus im Hintergrund geöffnet bleiben.
Ausnahmen können besonders komplexe Spiele oder ähnliche Programme sein, die auch im Hintergrund viel Energie verbrauchen. Apps, die nur sehr selten genutzt werden, sollten ebenfalls geschlossen werden, weil das auch den Arbeitsspeicher entlastet.
Mythos 5: Das Handy während dem Laden zu nutzen, ist schädlich
Stimmt das? In der Regel nicht. Wer das Handy während des Aufladens »normal« nutzt, geht damit kein Risiko ein. Sollte das Gerät allerdings extrem heiß werden, ist das ein Anzeichen darauf, dass der Akku überlastet wird. Dann kann es helfen, das Laden zu unterbrechen, bis es wieder abgekühlt ist.
Ich tausche iPhone-Akkus seit Jahren selbst – und würde euch trotzdem oft davon abraten
Generell lässt sich festhalten, dass man sich nicht zu viele Gedanken machen muss. Am besten ist es, den Akku irgendwo zwischen 20 und 80 Prozent zu halten. Extrem Hitze oder Kälte sollten vermieden werden. Dann hält der Akku auch ein paar Jahre lang problemlos durch.
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