Sie gaben in einem Airbnb in drei Wochen 1.300 Euro für Strom aus. Die Vermieterin fand heraus, dass sie tagelang Kryptowährungen geschürft hatten [Best of GameStar]

Das Mining von Kryptowährungen kann sich wohl immer noch lohnen, insbesondere dann, wenn man versucht, sich vor der Stromrechnung zu drücken.

Privat mit seinem PC Kryptowährung zu schürfen, lohnt sich in der Regel nicht mehr. (stock.adobe.com – ryanking999) Privat mit seinem PC Kryptowährung zu schürfen, lohnt sich in der Regel nicht mehr. (stock.adobe.com – ryanking999)

Wenn man eine Unterkunft über Airbnb bucht, nimmt man normalerweise Dinge mit wie Badesachen, Sonnenbrillen und eine gute Kamera. Doch in diesem Fall haben die Besucher einer Unterkunft gleich zehn PCs eingepackt.

Für eine zünftige LAN-Party wäre das vollkommen in Ordnung, wenn man es vorher mit dem Vermieter abspricht. Doch hier wurden die Rechner wohl dafür genutzt, um Kryptowährung damit zu schürfen (via Genbeta).

Das erzählte zumindest eine Airbnb-Vermieterin auf Tiktok.


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Eine unerwartet hohe Stromrechnung

Kameras sind im Haus der Vermieterin nicht vorhanden, wohl aber davor. So konnte sie sehen, wie die zehn PCs bei der Abreise aus ihrem Haus wieder eingepackt wurden.

Die Quittung folgte bei der nächsten Stromrechnung in Höhe von 1.500 Dollar beziehungsweise ungefähr 1.300 Euro.

  • Zum Vergleich: Würden zehn Gaming-PCs mit einem durchschnittlichen Verbrauch von 600 Watt drei Wochen lang jeden Tag zehn Stunden lang laufen, lägen die Stromkosten in den USA derzeit ungefähr bei 250 Dollar.
  • Strom ist in den Vereinigten Staaten deutlich günstiger als in Deutschland, bei uns wären es daher ungefähr 500 Euro.
  • Das Beispiel ist dabei bereits hochgegriffen, da 600 Watt Durchschnittsverbrauch eher unwahrscheinlich ist, weil man selten ununterbrochen an den Rechnern anspruchsvolle Spiele spielen wird.

Ein weiterer Faktor, der die Stromrechnung in diesem Fall in die Höhe getrieben hat: Die Mieter haben laut Aussage der Vermieterin eine Ladestation für E-Autos vor Ort betrieben.

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Was war das Ende des Lieds?

Die Vermieterin hat die hohen Stromkosten nicht auf sich sitzen lassen und eine Beschwerde eingelegt.

Am Ende mussten die Mieter die Stromkosten übernehmen.

Die Vermieterin hat bei ihrer Unterkunft außerdem die Regel ergänzt, dass sowohl das Betreiben einer Ladestation von E-Autos als auch das Schürfen von Kryptowährungen im Rahmen des Aufenthalts untersagt sind.


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In Bezug auf Gaming-Grafikkarten sind vor allem die Kryptowährungen Bitcoin und Ethereum bekannt. Bitcoins kann man damit aber längst nicht mehr effizient schürfen, weil die Stromkosten den Ertrag durch die große Konkurrenz und eine steigende Komplexität der Berechnungen klar übertreffen.

Ethereum ist dagegen inzwischen auf das Proof-of-Stake-Verfahren umgestiegen, das kein Mining über PC-Hardware mehr erlaubt.

Damit ist das GPU-Mining von Kryptowährungen zu einer Nische geworden, die sich bei eigener Übernahme der Stromrechnung – wie es ein sollte – oftmals nicht mehr lohnt.


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