Aldi spricht von »Zweiklassengesellschaft« – positioniert sich gegen Apps, die bei der Konkurrenz längst Standard sind

Aldi positioniert sich gegen Rabatt-Apps und verspricht, das jeder Kunde beim Einkauf den gleichen Preis zahlt.

Bei Aldi wird es auch in Zukunft keine App mit einem Bonus-Programm und exklusiven Rabatten geben. (Alan, Nicholas Felixpeopleimages.com - Adobe Stock) Bei Aldi wird es auch in Zukunft keine App mit einem Bonus-Programm und exklusiven Rabatten geben. (Alan, Nicholas Felix/peopleimages.com - Adobe Stock)

Treuepunkte sammeln, Coupons aktivieren, Barcodes scannen – wer an der Supermarktkasse sparen will, kommt an digitalen Kundenprogrammen kaum noch vorbei.

Doch einer der größten Discounter in Deutschland stellt sich bewusst gegen den Trend: Aldi warnt laut einer aktuellen Pressemitteilung vor einer zunehmenden »Zweiklassengesellschaft« im Lebensmittelhandel.

Der Discounter plant ab dem 20. Juli mit einer Kampagne deutlich zu machen, dass Aldi Süd und Aldi Nord auch in Zukunft auf exklusive App-Rabatte verzichten werden. Damit würde Aldi sicherstellen, dass alle Kunden, ganz egal, ob mit oder ohne Smartphone, immer den gleichen Preis zahlen.

Die Kostenfalle von Bonus-Apps

Aldi bezieht damit Stellung gegen den Trend immer weiter um sich greifende Bonusprogramme bei Mitbewerbern wie Lidl, Rewe und Netto. Aufwand und Komplexität beim Einkaufen würden steigen und die Programme seien zudem auch oft eine finanzielle Falle.

Wer keine App besitzt oder vergisst, Rabatte zu aktivieren, zahle drauf. Auch Benutzer von Apps seien betroffen, da sie laut Aldi Verbraucherinnen und Verbraucher zu ungeplanten Mehrausgaben von bis zu 30 Prozent verleiten würden.

Fairphone 6
Niederlande
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Gigaset GS6
Deutschland
Gigaset GS6
Punkt MC02
Schweiz
Punkt MC02
Nothing Phone (3)
England
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Crosscall Stellar M6
Frankreich
Crosscall Stellar M6

»In einer Zeit, in der alles komplexer wird, ist Einfachheit wichtiger denn je«, erklärt Aldi in der Pressemitteilung. Den Aldi-Preis müsse man nicht erst suchen oder freischalten, er gelte immer für alle.

Rückbesinnung auf die Tradition

Statt auf Apps und das oft damit einhergehende Sammeln von Kundendaten möchte Aldi auf das klassische Discounter-Prinzip setzen: ein übersichtliches Sortiment von rund 2.000 Artikeln, klare Preise direkt an den Regalen und effiziente Abläufe, die Einkäufe in 15 Minuten ermöglichen sollen.

Mehr zum Thema: Einkaufs-Apps: Ich habe mit den Apps von Rewe und Penny Geld gespart – und dabei einen hohen Preis gezahlt 

Die dadurch erzielten Kostenvorteile gebe man an die Kunden weiter, so Aldi.

Ab dem 20. Juli planen Aldi Süd und Aldi Nord eine groß angelegte Kampagne, um ihren Standpunkt zu untermauern. Sie soll den Kunden zeigen, dass Einkaufen auch einfach und bedingungslos günstig sein kann – ganz ohne lästigen »App-Stress« an der Kasse.


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