Wenn es um KI-Unternehmen geht, jagt eine Meldung die nächste, doch über die letzten paar Monate haben bei KI-Usern ganz bestimmte Schlagzeilen für Aufsehen gesorgt.
So hat sich OpenAI beispielsweise mit dem US-Militär zusammengetan und damit den Unmut der Community auf sich gezogen. Als Resultat suchen viele Nutzer nach Ersatz für ChatGPT. Dementsprechend haben wir euch gefragt, welche Alternativen ihr nutzt.
Die Ergebnisse sind eindeutig:
- 39 Prozent setzen auf Gemini von Google
- 18 Prozent setzen auf Claude von Anthropic
- 10 Prozent blieben bei ChatGPT
Das ist im ersten Moment kaum verwunderlich, da Gemini und Claude ohnehin schon die größten Konkurrenten von ChatGPT sind, zumindest auf dem westlichen Markt. Im Osten sind dann vor allem chinesische LLMs beliebt wie unter anderem DeepSeek.
Warum Gemini? Einige Nutzer setzen auf Gemini, einfach weil bereits ein Google-Konto besteht, doch auch Benchmarkleistungen sind für euch interessant, zum Beispiel GameStar-Community-Mitglied AriZ:
»Ich verwende Gemini einfach, weil ich durch Android sowieso einen Account habe und bei ChatGPT hätte ich mich registrieren müssen. Außerdem schneidet Gemini auch [in Benchmarks] nicht schlecht ab.«
29:19
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Der geheime Favorit
Eine KI hat es der GameStar-Community besonders angetan: Mistral. Sie steht im Voting zwar nur auf Platz 5, doch in den Kommentaren zur Umfrage und anderen Artikeln wird Mistral besonders häufig genannt.
Bei euch gilt sie oft als einzig konkurrenzfähige KI aus Europa, wie zum Beispiel Wanty schreibt:
»Mistral weil europäisch, weil OpenSource, weil selbst hostbar, weil konkurrenzfähig.«
Damit zählt Wanty auch schon die häufigsten Gründe für die Beliebtheit von Mistral auf.
Die KI kommt vom gleichnamigen französischen Unternehmen Mistral AI. Die Mission von Mistral ist die »Demokratisierung der künstlichen Intelligenz durch Open Source, effiziente und innovative KI-Modelle, Produkte und Lösungen«, wie es auf der offiziellen Webseite heißt.
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»Open Source« ist die KI allerdings nur im weitesten Sinne, denn um wirklich als »Open Source« zu gelten, sollten auch die Trainingsdaten offengelegt werden, doch das wurden sie bisher nicht. Stattdessen bezeichnet man Modelle dieser Art als »Open Weight« (via Opensource.org).
Der Name stammt von den finalen Weights und Biases eines neuralen Netzwerks. Sie bestimmen, wie das Modell Daten interpretiert und ausgibt. Open Weight orientiert sich also an Open Source, liefert aber weder Trainingscode noch Datensets.
Dennoch, wenn ihr eure Daten lieber nicht an Google, OpenAI und Co. weitergeben wollt, ist Mistral eine lokale Option.
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