Mein 8 Jahre altes iPad fühlt sich wieder deutlich schneller an, nachdem ich 3 Einstellungen geändert habe

Mein iPad Pro von 2018 fühlt sich nach knapp acht Jahren nicht mehr so schnell an wie damals – mit ein paar Handgriffen konnte ich die Alltags-Performance wieder verbessern.

Altes iPad fühlt sich langsam an? Mit ein paar Handgriffen fühlt es sich wieder etwas flotter an. (Bildquelle: DenPhoto - stock.adobe.com GameStar Tech) Altes iPad fühlt sich langsam an? Mit ein paar Handgriffen fühlt es sich wieder etwas flotter an. (Bildquelle: DenPhoto - stock.adobe.com / GameStar Tech)

Mein iPad Pro hat inzwischen fast acht Jahre auf dem Buckel. Ich habe das aktuelle Betriebssystem iPadOS 26 tatsächlich bis heute nicht installiert, nachdem mir mein Kollege Mirco davon berichtet hat, dass sein iPad danach spürbar langsamer reagierte.

Doch auch bei iPadOS 18 merke ich einen Unterschied zu älteren Vorgängerversionen. Vor einigen Jahren fühlte sich alles irgendwie schneller an, auch wenn grundsätzlich noch alles gut funktioniert. Das ist natürlich nicht verwunderlich, schließlich verlangen neue Features oder Benutzeroberflächen der alten Hardware einiges ab.

Mit drei unkomplizierten Handgriffen konnte ich die Reaktionsfähigkeit meines Tablets allerdings spürbar verbessern. Sie sind mit kleinen Kompromissen verbunden, aber helfen euch womöglich, euer altes iPad noch länger flüssig nutzen zu können.

1. Bewegung reduzieren

Wenn ihr die Option »Bewegung reduzieren« nutzt, profitiert ihr unter anderem von schnelleren Übergängen bei Apps. (Bildquelle: GameStar Tech) Wenn ihr die Option »Bewegung reduzieren« nutzt, profitiert ihr unter anderem von schnelleren Übergängen bei Apps. (Bildquelle: GameStar Tech)

In den Bedienungshilfen von iPadOS versteckt sich die Option »Bewegung reduzieren«. Einmal aktiviert, schaltet das System verschiedene Animationseffekte ab.

Das betrifft laut Apple etwa die Animation beim Öffnen und Schließen von Apps oder auch das Aufrufen der Multitasking-Ansicht. Zusätzlich wird der Parallaxeffekt abgeschaltet, bei dem sich Hintergrundbilder beim Neigen des Tablets mitbewegen.

Auch innerhalb mancher Apps – wie etwa der Wetter-App – werden bestimmte Animationen gestoppt.


Video starten 3:03 Kann man auf einem Android-Tablet PC-Spiele installieren und vernünftig spielen? Ich habe es mit 7 verschiedenen Titeln ausprobiert


Die Aktivierung von »Bewegung reduzieren« schont einerseits die Grafikeinheit des iPads, da diese weniger Effekte berechnen muss. Zudem werden die aufwendigeren Zoom-Animationen durch schnellere Überblendungen ersetzt. Dadurch fühlt sich alles etwas flotter an.

So aktiviert ihr die Einstellung: Einstellungen > Bedienungshilfen > Bewegung > Bewegung reduzieren

Kompromiss: Die Benutzeroberfläche wirkt insgesamt nüchterner und verliert die schicken Animationen. In der Praxis bringt dieser Schritt jedoch den spürbarsten Geschwindigkeitsgewinn.

2. Transparenz reduzieren

Die Option »Transparenz reduzieren« sorgt für eine bessere Lesbarkeit und schont die Grafikeinheit des Tablets. (Bildquelle: GameStar Tech) Die Option »Transparenz reduzieren« sorgt für eine bessere Lesbarkeit und schont die Grafikeinheit des Tablets. (Bildquelle: GameStar Tech)

In den Bedienungshilfen versteckt sich zusätzlich die Option »Transparenz reduzieren«. Sie entfernt die Milchglas- und Weichzeichner-Effekte in Menüs, Widgets oder auch im Kontrollzentrum.

In erster Linie wird dadurch die allgemeine Lesbarkeit verbessert. Allerdings wird auch hier die Grafikeinheit etwas entlastet, da sie keine Echtzeit-Unschärfen berechnen muss.

So aktiviert ihr die Einstellung: Einstellungen > Bedienungshilfen > Anzeige & Textgröße > Transparenz reduzieren

Kompromiss: Das Reduzieren der Transparenz sorgt dafür, dass iPadOS seinen modernen Look verliert und etwas langweiliger aussieht.

Probiert am besten aus, ob ihr einen Leistungseffekt bemerkt und ob ihr mit dem reduzierten Look zurechtkommt.

3. Hintergrundaktualisierung von Apps abschalten

Zahlreiche Apps und Spiele aktualisieren sich ungefragt im Hintergrund. Ihr könnt das allerdings einschränken oder ganz abschalten. (Bildquelle: GameStar Tech) Zahlreiche Apps und Spiele aktualisieren sich ungefragt im Hintergrund. Ihr könnt das allerdings einschränken oder ganz abschalten. (Bildquelle: GameStar Tech)

Viele Apps und Spiele rufen im Hintergrund Daten ab, um beim Öffnen die neusten Inhalte und Benachrichtigungen bereitzuhalten. Diese Funktion ist standardmäßig eingeschaltet und wird von zahlreichen Programmen genutzt.

Bei älteren Geräten können die Hintergrund-Aktivitäten mitunter zu kleinen Rucklern führen, weil es dafür natürlich Hardware-Ressourcen braucht.

Ihr findet die Option unter: Einstellungen > Allgemein > Hintergrundaktualisierung

Ihr könnt einerseits die gesamte Hintergrundaktualisierung für alle Apps deaktivieren. Alternativ habt ihr die Möglichkeit, sie bei wichtigen Apps beizubehalten und nur für unwichtige abzuschalten.


Mehr zum Thema:


Fazit

Die genannten Handgriffe vollbringen natürlich keine Wunder – die Hardware meines iPads bleibt am Ende acht Jahre alt und wird nicht jünger. Dennoch sorgen die reduzierten Berechnungen dafür, dass sich das Tablet im Alltag wieder spürbar flotter anfühlt.

Den größten Effekt habe ich bei »Bewegung reduzieren« bemerkt. Am besten probiert ihr einfach mal aus, wo ihr einen Unterschied bemerkt – ihr müsst natürlich auch nicht alle drei Änderungen umsetzen.

Noch ein Tipp am Rande: Die genannten Einstellungen funktionieren genauso auf dem iPhone. Ihr findet sie dort an gleicher Stelle. Falls euer älteres Apple-Handy also träge reagiert, könnt ihr es dort ebenfalls ausprobieren.


Kommentare(0)
Kommentar-Regeln von GameStar
Bitte lies unsere Kommentar-Regeln, bevor Du einen Kommentar verfasst.

Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.