In der Regel notiere ich meine Gedanken und Ideen in einem kleinen digitalen Notizbuch, das genau dafür konzipiert ist. Langfristig wichtige Notizen für Projekte sowie solche, die unterwegs entstehen, werden allerdings auf dem iPad erstellt.
Aus gutem Grund: Die hauseigene App ist extrem gut, smart und bietet spaßige Features.
Schnellnavigation:
1. Schnellnotizen sind extrem praktisch
Der Dauerbrenner unter den Produktivitätstools, die Apple euch zur Verfügung stellt. Schnellnotizen. Das darf in keiner Top-Liste fehlen.
Wischt dazu einfach von der unteren Ecke ins Bild, um binnen Sekunden die Gedanken in Textform festzuhalten. Schnellnotizen sind der Hauptgrund, warum ich auf meinem iPad die Ansicht »Apps im Vollbildmodus« aktiviert habe.
Hier ist der Deal: Um diese Funktion zu nutzen, müsst ihr auf den Stage Manager oder die Fensterfreiheit von Apps verzichten.
Wenn ihr damit einverstanden seid, könnt ihr Schnellnotizen wie folgt einschalten:
- Öffnet die Einstellungen auf dem iPad.
- Wechselt jetzt zu Multitasking & Gesten.
- Aktiviert die Ansicht Apps im Vollbildmodus.
- Scrollt nach unten und aktiviert Mit Finger von Ecke aus streichen.
Tipp: Ihr habt für die beiden Ecken die Auswahl zwischen Schnellnotizen und Screenshot erstellen.
2. Apple Pencil: Handschrift verfeinern
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iPadOS 18: So gut funktioniert Smart Script
Egal, wie sehr ich meine Schönschrift-Skills aus der Schulzeit hervorhole: Auf dem iPad sieht es immer unschön aus. Außer mit Smart Script.
Mithilfe von maschinellem Lernen erkennt die App die Handschrift, verfeinert sie und macht sie lesbarer, ohne sie zu verfälschen. Das Gekritzel wird somit ganz automatisch ansehnlich. Man könnte Smart Script als Gimmick abtun – das habe ich in der Vergangenheit auch getan.
Inzwischen ist diese Funktion bei mir allerdings dauerhaft aktiviert. So kann ich mich beim Schreiben weniger auf die Optik konzentrieren und meine Notizen bleiben dennoch lesbar und ordentlich.
So aktiviert ihr diese Funktion:
- Öffnet die Werkzeugpalette des Apple Pencils.
- Klickt auf das Drei-Punkte-Menü.
- Aktiviert jetzt die Funktion Handschrift automatisch verfeinern.
3. Gitter und Raster
Aufbauend auf Tipp Numero 2 dürfen die Gitter und Raster nicht fehlen, die das Notizblock-Feeling der App auf die Spitze treiben. Die Linien sorgen für mehr Orientierung.
Sie verhindern, dass lange Notizen immer schräger werden und Zeilenabstände unbewusst variieren. Einfach, aber effektiv.
So aktiviert ihr Gitter und Raster:
- Wählt in einer Notiz oben das Drei-Punkte-Menü.
- Öffnet Gitter & Raster und wählt jetzt eine der Optionen aus.
Das Beste daran: Ihr müsst diese Funktion nicht in jeder Notiz erneut aktivieren:
- Geht in die Einstellungen des iPads.
- Wählt unter Apps → Notizen.
- Scrollt runter zum Abschnitt Ansicht.
- Wählt unter Linien & Gitter eine Option aus.
4. Tags für mehr Übersicht
Tags sind eine wunderbare Möglichkeit, um den zahlreichen Notizen eine geordnete Struktur zu verleihen. Zum einen sind sie mit »#Tag« schnell erstellt, zum anderen lassen sich Notizen mit zugeordneten Tags schneller wiederfinden. Hierfür gibt es eine eigene Ansicht.
Es ist übrigens vollkommen egal, an welcher Stelle ihr den Tag in der Notiz schreibt. Das kann sogar der Titel sein. Aber das war‘s noch nicht! In Kombination mit intelligenten Ordnern entfalten die Schlagwörter ihr volles Potenzial.
Diese Ordner sind im Grunde genommen Filter. Eine Notiz bleibt in ihrem Originalordner, erscheint aber zusätzlich im intelligenten Ordner, wenn sie die entsprechenden Schlagwörter enthält.
Wählt beim Erstellen eines neuen Ordners einfach die Option »In Intelligenten Ordner konvertieren« aus. Danach wählt ihr die gewünschten Tags aus der Liste aus.
Tipp: Auch reguläre Ordner können in Smart Folder konvertiert werden:
- Wechselt dazu in den Ordner.
- Wählt das Drei-Punkte-Menü oben aus.
- Aktiviert In Intelligenten Ordner konvertieren.
Wichtig: Intelligente Ordner lassen sich nicht mehr in normale Ordner konvertieren.
5. Formatierungen
Die leistungsstarke App Notion war für meine Zwecke zu viel des Guten. Die Produktivitäts-App (und viele andere) brachte jedoch einige grundlegende Funktionen mit, die Apple jahrelang versäumt hat: Formatierungen.
Glücklicherweise hat Apple einige der wichtigen Funktionen nachgeliefert.
- Überschriften: Die lassen sich nun einklappen, um lange Notizen übersichtlicher zu gestalten.
- Highlighting: Texte können farblich hervorgehoben werden.
- Verlinkungen: Notizen bietet für vernetzte Wissensdatenbanken interne Verlinkungen. Wenn ihr im Text »>>« tippt, erscheint eine erste Vorauswahl für mögliche Verlinkungen. Tippt den Titel der gewünschten Notiz direkt hinter die Zeichenfolge und wählt die entsprechende Notiz aus.
- Math Notes: Die App kann mathematische Formeln in Notizen erkennen. Auch Umrechnungen, beispielsweise von Kilometern in Meilen, sowie das Deklarieren von Variablen, beherrscht die App sehr zuverlässig.
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Die App »Notizen« bietet eine Reihe weiterer praktischer Funktionen, wie das Bearbeiten und Organisieren von PDFs oder das Einbinden von Sprachnotizen. Die fünf oben genannten Tipps nutze ich in der Regel am häufigsten. Vielleicht waren diese euch noch nicht bekannt.
Welche Tipps und Tricks für Apple Notizen kennt ihr? Oder nutzt ihr eine alternative App, um Gedanken und Ideen festzuhalten? Schreibt es gerne unten in die Kommentare!

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