An Schulen und Unis stehen die Produkte mit dem Apfel hoch im Kurs. Viele Schüler und Studenten verwenden gerne Tablets statt eines kompakten Laptops. Zum Mitschreiben oder Recherchieren ist so ein Tablet auch völlig ausreichend, dazu ist es extrem leicht und dazu noch dünner als jeder Laptop. Je nach Modell ist ein Tablet auch noch günstiger als ein Notebook.
Nun hat Apple aber das neue MacBook Neo vorgestellt, das den Markt für Einsteiger-Notebooks gehörig auf den Kopf stellt. Schaut man sich die Preise von 699 beziehungsweise 799 Euro an, kann man schon ins Grübeln kommen, ob nun ein Neo oder ein iPad die sinnvollere Wahl darstellt.
Welche iPads könnten eine Alternative zum MacBook Neo sein?
Verglichen wird das Neo mit 256-GB-SSD in diesem Artikel mit den folgenden beiden iPads:
- Apple iPad 11 256 GB (2025)
- Apple iPad Air 7 256 GB (2025)
Die Vergleichsmodelle stellen sich quasi schon fast von selbst auf. Um sich für diesen Vergleich zu qualifizieren, muss ein iPad über eine 256-GB-SSD verfügen, es darf nicht vor 2024 veröffentlicht worden sein und letztlich liegt die Obergrenze für den Preis bei 700 Euro.
Ein Vergleich der Kontrahenten
Ein Notebook gegen zwei Tablets, ist da das Ergebnis nicht direkt klar? Nein, das ist es tatsächlich nicht. Auf dem Papier hat das iPad Air mit seinem M3-Prozessor die höchste Leistung, ob das im Benchmark auch so ist, sehen wir uns gleich noch an. Interessanter als die pure Leistungsfähigkeit sind im Alltag eh meist andere Punkte. Da wäre etwa das Gewicht: die beiden Tablets wiegen weniger als 500 Gramm, das MacBook Neo bringt dagegen deutlich mehr als ein Kilo auf die Waage.
Heutzutage wird die Größe des Arbeitsspeichers immer wichtiger, speziell wenn ihr auch gelegentlich auf KI-Funktionen zurückgreifen möchtet. Das Neo kommt mit 8-GB-RAM, was schon ziemlich wenig ist, bei iPad 11 sind es sogar nur 6 GB, aber auch das reicht noch für anspruchslose Aufgaben aus. Beim iPad Air gibt es dagegen satte 12 GB, das sollte bei einem Tablet auf absehbare Zeit ausreichend sein.
| MacBook Neo | iPad 11 | iPad Air 7 | |
|---|---|---|---|
| Chip | A18 Pro (6‑Core CPU, 5‑Core GPU) | A16 (6‑Core CPU, 5‑Core GPU) | M3 (8-Core CPU, 9-Core GPU) |
| Arbeitsspeicher | 8 GB | 6 GB | 12 GB |
| Display | 13,3-Zoll-IPS | 10,9-Zoll-IPS | 11-Zoll-IPS |
| Helligkeit | 500 Nits | 500 Nits | 600 Nits |
| Biometrie | Touch ID (nur bei 512-GB-Modell) | Touch ID | Touch ID |
| Konnektivität | WiFi 6E, Bluetooth 6.0 | WiFi 6, Bluetooth 5.3 | WiFi 7, Bluetooth 6.0 |
| Anschlüsse | 2x USB-C (1x USB 3, 1x USB 2), Klinke | 1x USB-C (USB 2.0) | 1x USB-C (USB 3.0 / DP) |
| Kamera (Front) | 1080p FaceTime HD | 12 MP Center Stage | 12 MP Center Stage |
| Betriebssystem | macOS Tahoe | iPadOS 26 | iPadOS 26 |
| Akkulaufzeit | Bis zu 16h Video | Bis zu 10h Video | Bis zu 10h Video |
| Gewicht | 1,23 kg | 481 g | 462 g |
| Preis ab | 674 Euro | 635 Euro | 669 Euro |
Bei den Displays setzen sowohl das günstigste MacBook als auch die beiden iPads auf IPS-Panels. Die maximale Helligkeit gibt Apple beim Laptop und dem iPad 11 mit jeweils 500 Nits an. Das ist auch für hellere Umgebungen noch ausreichend. 100 Nits heller strahlt dagegen das iPad Air 7.
Interessant sind dann die Akkulaufzeiten: Die bietet das MacBook Neo laut Hersteller 6 Stunden mehr als die beiden iPads. Diesen Unterschied werdet ihr in der Praxis sehr deutlich spüren.
Die Sache mit dem Betriebssystem
Ein wichtiger Punkt ist das Betriebssystem. Während auf dem MacBook ein vollwertiges macOS läuft, kommt auf den Tablets Apples mobile Geräte optimiertes iPadOS zum Einsatz. Doch wo genau liegen die Unterschiede und was gilt es zu beachten?
Der wohl wichtigste Punkt dürfte sein, dass ihr bei iPadOS‑Apps hauptsächlich aus dem App-Store beziehen müsst (Sideloading ist eingeschränkt möglich). Bei macOS habt ihr die volle Freiheit und könnt aus dem Internet jedes beliebige kompatible Programm installieren, das geht in dieser Form bei iPadOS nicht.
| macOS | iPadOS | |
|---|---|---|
| Bedienung | Optimiert für Maus, Trackpad und Tastatur | Optimiert für Touch, Apple Pencil und mobile Nutzung |
| App-Quellen | App Store & freie Installation aus dem Internet | Primär App Store |
| App-Versionen | Volle Desktop-Versionen | Mobile Versionen (z. B. Final Cut Pro für iPad, Photoshop etc.) |
| Hintergrundprozesse | Vollständig offen | Stark limitiert (spart Energie) |
| Systemzugriff | Voller Root-Zugriff auf alle Systemdateien | Gekapseltes Dateisystem |
Es gibt mittlerweile auch viele professionelle Programme wie Photoshop oder Final Cut Pro speziell für Apples Tablets, es handelt sich dann aber um mal mehr und mal weniger abgespeckte Versionen. Ihr müsst also bereits vor dem Kauf wissen, ob ihr mit der Auswahl, die der App-Store bietet, auskommt oder ob ihr fürs Studium irgendwelche exotischen
Programme und Tools benötigt.
Die Leistung
Geekbench CPU
Apple MacBook Neo & iPad 11, iPad Air
- Geekbench Punkte
- 0
- 2400
- 4800
- 7200
- 9600
- 12000
Um zumindest die Leistung einschätzen zu können, greifen wir auf den bewährten Geekbench zurück, der plattformübergreifend verfügbar ist. Hier könnt ihr sehen, dass der A18 im MacBook Neo eine echte Macht ist und sogar den M3 im iPad Air deutlich schlägt. Im Multi-Core spielt der M3 dann aber die Kraft seiner 8 Kerne aus und zieht sehr deutlich am A18 vorbei. Der ältere A16 ist dagegen erheblich langsamer als der A18.
15:01
iPad (Pro) oder MacBook? Diese Unterschiede müsst ihr 2026 kennen
Was denn nun: MacBook Neo oder doch ein iPad?
Die Antwort auf diese Frage lautet: Es kommt darauf an. Grundsätzlich haben natürlich beide Geräteformen ihre Daseinsberechtigung. Um in Schule oder Uni einfach etwas mitzuschreiben, kann ein Tablet wirklich hilfreich sein. Mit einem optionalen Stift könnt ihr zudem auch einfach handschriftliche Notizen machen, das ist schon praktisch. Allerdings kostet der Stift natürlich auch noch mal extra. Das Tablet ist zudem überaus kompakt. Es findet in fast jeder Tasche Platz und ist mit einem Gewicht von unter 0,5 Kilo auch noch extrem leicht.
Allerdings schränkt das Betriebssystem der iPads die Nutzung ein. Programme bezieht ihr hier hauptsächlich aus Apples App-Store. Ob es jetzt ein großer Nachteil ist, dass es Profi-Apps wie Photoshop nur in speziellangepassten Versionen gibt, sei mal dahingestellt. Professionelle Bild- oder Videobearbeitung machen zumindest für mich auf einem relativ kleinen Display und mit Touchscreen nur wenig Sinn. Natürlich könnt ihr am iPad auch mit Tastatur und Maus arbeiten, beides kostet dann aber wieder extra Geld und muss unterwegs mitgeschleppt werden.
Letztlich ist aber auch das MacBook Neo nicht wirklich für den Einsatz solcher Pro-Apps geeignet, dafür fehlt es schlicht an Leistung und RAM. Es ist aber auch überhaupt nicht für solche Anwendungsfälle vorgesehen. Beim Neo habt ihr den großen Vorteil, dass ihr alle mit macOS kompatiblen Programme verwenden könnt und nicht auf den App-Store limitiert seid. Hinzu kommen eine deutlich längere Akkulaufzeit und die Tastatur habt ihr schon konstruktionsbedingt immer mit dabei.
Das MacBook ist die flexiblere Lösung
Letztlich ist es eine Frage des persönlichen Geschmacks und des Einsatzgebietes, ob das MacBook Neo oder ein iPad die richtige Wahl für euch ist. Für die meisten Anwender würde ich aber das MacBook Neo empfehlen, es ist unter dem Strich einfach das flexiblere Gesamtpaket, auch wenn die Leistung beim iPad Air 7 insgesamt etwas besser ist.
Fall ihr vielleicht überlegt, ob ihr besser das MacBook Neo oder das gleich das MacBook Air kaufen sollt, empfehle ich euch einen Blick in den folgenden Artikel: MacBook Neo oder MacBook Air: Das müsst ihr vor einer Kaufentscheidung wissen
Dazu bietet der Laptop das größere Display und die deutlich längere Akkulaufzeit. Beim Preis nehmen sich iPad Air 7 (ab 669 Euro) und MacBook Neo (ab 674 Euro) nichts. Keine Empfehlung gibt es für das iPad 11, es ist mit 635 Euro nicht viel günstiger, hat aber deutlich weniger RAM, ein kleineres Display und viel weniger Leistung.
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