Trotz zwei neuer Generationen: AM4 macht laut AMD fast die Hälfte der CPU-Verkäufe aus

Mehr als acht Jahre nach der Ersteinführung machen die AM4-Prozessoren noch immer einen signifikanten Anteil der AMD-Verkaufszahlen aus.

Die AM4-Plattform beschert AMD immer noch guten Umsatz. Die AM4-Plattform beschert AMD immer noch guten Umsatz.

Während sich die GPU-Abteilung von AMD in den vergangenen Wochen mit wenig Ruhm bekleckert, geht es dem CPU-Bereich des Herstellers zumindest optisch blendend.

Der Ryzen 7 9800X3D ist, wie auch seine Vorgänger, der beliebteste und bei zahlreichen Tests beste Prozessor für Gaming-PCs. Wie David McAfee in seiner Funktion als AMD-Chef für das »Client Channel«-Geschäft gegenüber TechPowerUp erklärt, sei man bei AMD von der Nachfrage »überwältigt« gewesen.

Entsprechend habe das Unternehmen laut McAfee die Produktion des Ryzen 7 9800X3D »massiv hochgefahren« – was TechPowerUp zur Annahme verleitet, dass AMDs grundsätzlicher Fokus auf den neuen X3D-Chips liegt. Dem sei aber bei Weitem nicht so, wie McAfee versichert.

  • Denn tatsächlich liege die rund acht Jahre alte AM4-Plattform noch immer mit der aktuellen AM5-Plattform gleichauf, die mit Ryzen 7000 ein- und mit Ryzen 9000 fortgeführt wurde.
  • »Auf globaler Ebene ist die Aufteilung von AM4 und AM5 nicht weit von 50/50 entfernt«, wie McAfee erklärt. Begründet wird dies mit unterschiedlichen globalen Präferenzen. Europa und Nordamerika tendieren etwa zu höherwertigen AM5-Konfigurationen.

AM4-Rückblick: Seit acht Jahren nicht mehr wegzudenken

Vor rund achteinhalb Jahren herrschte bei AMD noch ein veritables Sockelchaos. Parallel wurden die Plattformen AM3+, FM2+ und AM1 geführt. Im September 2016 folgten mit den »Bristol Ridge«-APUs die ersten Chips auf AM4-Basis, die als einzige Plattform übrig bleiben sollte.

Im Anschluss brach im März 2017 mit den ersten AM4-CPUs für Endkunden in gleich mehrfacher Hinsicht eine Zeitenwende für den CPU-Hersteller an. Denn neben dem Wechsel auf die AM4-Plattform wurde auch die Ryzen-Marke eingeführt, die sich zunächst als energieeffiziente Option auf dem Chipmarkt positionierte.

Video starten 6:23 AMD Ryzen 5 1600X im Test - Angriff in der Mittelklasse

Die neuen Prozessoren wurden im Laufe der Jahre so populär, dass AMD kurzerhand die Unterstützung der AM4-Plattform vom ursprünglichen angepeilten Supportende 2020 zunächst auf 2022 verlängerte.

  • In diesem Jahr fiel mit dem Ryzen 7 5800X3D der Paukenschlag, der AMD inklusive Nachfolger bis heute eine Vormachtstellung bei den Gaming-CPUs ermöglichte.
  • Die Unterstützung von AM4 wurde indes im vergangenen Jahr ein weiteres Mal verlängert; AMD gibt nun 2025 als Ende der beliebten Plattform an.
  • Noch im Sommer 2024 präsentierte der Hersteller mit dem Ryzen 7 5800XT und Ryzen 9 5900XT zwei neue CPUs auf Basis von AM4. Ob die obigen Verkaufszahlen für ein erneutes Umdenken sorgen, bleibt abzuwarten.
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