AMD Ryzen - FMA3-Bug wird mit BIOS-Update behoben

Ein Fehler bei der Ausführung bestimmter Rechenoperationen in den neuen Ryzen-Prozessoren wurde von AMD bestätigt, in Kürze soll ein BIOS-Ipdate die selten auftretenden Probleme beheben.

von Dennis Ziesecke,
20.03.2017 11:24 Uhr

AMDs Ryzen 7 bietet acht Rechenkerne in zwei CCX genannten Modulen.AMDs Ryzen 7 bietet acht Rechenkerne in zwei CCX genannten Modulen.

Neu auf dem Markt erschienene Prozessoren sind so gut wie nie komplett frei von Fehlern. Auch AMDs Ryzen-CPUs sind davor nicht gefeit: So kommt es bei der Berechnung bestimmter FMA3-Instruktionen mit 128 Bit Breite reproduzierbar zum Absturz des Systems.

FMA-Fehler ist AMD bekannt und wird behoben

Kurz nach dem Release der ersten Ryzen-CPUs stellte der Software-Entwickler Alexander Yee Abstürze von Ryzen beim Durchlauf eines von ihm geschriebenen Benchmark-Programmes fest. Auch Forenmitglieder bei HWBot konnten dieses Verhalten nachvollziehen, es betrifft offenbar ausschließlich 128 Bit breite FMA3-Instruktionen. Diese Probleme wurden von AMD nun bestätigt - der Chiphersteller wird zusammen mit den Mainboardproduzenten in Kürze ein BIOS-Update anbieten, das den AGESA-Microcode auf den neuesten und fehlerfreien Stand bringen soll.

CPU-Bugs sind nicht ungewöhnlich

Die meisten Ryzen-Nutzer dürften von diesem FMA-Bug noch nichts bemerkt haben, bisher nutzen nur wenige Anwendungen die Fused-Multiply-Add-Technik, die AMD erst seit Bulldozer und Intel seit Haswell einsetzt. Bugs in neuen CPUs hingegen sind keine Neuheit und können oft per BIOS-Update behoben oder umgangen werden. Prominente Ausrutscher wie der Divisionsfehler in Pentium-Frühzeit oder der TLB-Bug der ersten Phenom-Generation sind da für die Hersteller schon kniffliger - Intel blieb nur der teure Austausch der kompletten Prozessor-Reihe, AMDs Phenom lief anschließend hingegen zwar problemlos aber mit angezogener Handbremse und mit gänzlich ruiniertem Ruf. Ganz so schlimm ist es beim FMA-Bug aber aktuell nicht, Leistungseinbußen sind nicht zu befürchten.

Quelle: Heise.de


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