Wie AMD die Leistung von Ryzen-Prozessoren mit Zen 5 deutlich steigern will

Ryzen 8000 von AMD soll die Leistung gegenüber Ryzen 7000 deutlich steigern. Ein YouTuber erklärt, wie der Hersteller das möglich machen möchte.

von Kay Nordenbrock,
19.04.2022 14:23 Uhr

Mehr Speicher der näher am Chip sitzt, soll für mehr Performance sorgen. Mehr Speicher der näher am Chip sitzt, soll für mehr Performance sorgen.

Während wir noch gespannt auf den Release von AMDs ersten Prozessoren mit Zen-4-Chips warten, gibt es schon erste Gerüchte über die Nachfolgegeneration Zen 5. Die soll mehr Kerne mitbringen und den Speicher effektiver nutzen, um noch mehr Leistung in Spielen herausholen zu können. 

Die neuen Infos zu den Zen-5-Chips stammen vom YouTuber RedGamingTech (via Digitaltrends). In seinem Video erklärt er, wie AMD die Prozessoren in Zukunft verbessern möchte. Außerdem spricht er über die kommende Grafikkarten-Generation RX 7000, deren Specs geleakt sind

Hier beschäftigen wir uns aber mit den Prozessoren. Diese sollen laut seinen Quellen mit einer hybriden Architektur arbeiten, wie wir sie schon von Intels Core-i-12000 kennen.

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Doppelt so viele Rechenkerne wie Ryzen 9 5950X

Das bedeutet, sie bestehen aus sogenannten Performance- und Effizienz-Kernen. Erstere übernehmen dabei die schwierigen Arbeiten, während Letztere zum Einsatz kommen, wenn ihr nicht so viel Rechenpower benötigt. 

Das macht den Prozessor in vielen Situationen effizienter und resultiert in mehr Kernen insgesamt. Die High-End-Prozessoren sollen mit bis zu 32 Kernen arbeiten. Bei aktuellen AMD-Prozessoren wie dem Ryzen 9 5950X ist bei 16 Kernen Schluss. Die Zahl soll hier also verdoppelt werden. 

Außerdem spricht der YouTuber von einer Leistungssteigerung von rund 30 Prozent in Singlethread-Aufgaben. Das bezieht sich auf die sogenannte IPC-Leistung. Das steht für Instructions per Cycle und gibt an, wie viele Aufgaben der Prozessor mit einem Taktschritt erledigen kann. 

In wie viel mehr Spieleleistung das resultiert, lässt sich so nicht sagen, da das auch stark vom Speicher abhängt, wie erst jüngst der Ryzen 7 5800X3D gezeigt hat: 

AMD stößt Intel mit Wucht vom Gaming-Thron   104     10

Ryzen 7 5800X3D im Test:

AMD stößt Intel mit Wucht vom Gaming-Thron

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Der Speicher wird umgekrempelt 

Offenbar will AMD auch an am schnellen Cache-Pufferspeicher Änderungen vornehmen. Der kleinste und schnellste Cache, auch L1-Cache genannt, soll deutlich vergrößert werden. Wie groß, ist allerdings noch unklar.

Der L2-Cache soll zudem vereintlicht werden, sodass die Kerne eines Core Complex (CCX) darauf zurückgreifen können, ähnlich wie das bei aktuellen Ryzen-Prozessoren und L3-Cache der Fall ist. Der L3-Cache, auf den alle Core Complexes zugreifen können sollen, wiederum soll gestapelt sein, um die Latenz zu verringern und weniger Platz zu verbrauchen.

Bis es so weit ist, dauert es aber wohl noch etwas. Erst einmal sind die Ryzen-7000-CPUs an der Reihe, die ebenfalls ein deutliches Leistungsplus gegenüber der aktuellen Generation verzeichnen sollen. Die neuen Ryzen-7000-Prozessoren erwarten wir noch in diesem Jahr. 

Was haltet ihr von den Zen-5-Chips oder dem, was wir davon wissen. Bewegt AMD sich in die richtige Richtung? Eure Meinung ist gefragt.

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