Die Notwendigkeit, sich ein neues Smartphone zuzulegen, besteht schon seit Jahren nicht mehr. Wozu auch? Google, Samsung und Co. versprechen immerhin stolze sieben Jahre lang System- und Sicherheitsupdates.
Mit der Ankündigung von Android 17 und Gemini Intelligence sollen offenbar neue Kaufanreize geschaffen werden. Google hat mit Gemini Intelligence eine neue KI-Plattform für Android vorgestellt und gleich klargemacht, dass nicht jeder mitspielen darf.
Und wer darf mitspielen? Kompatibel sind die Pixel-10-Serie, die Galaxy-S26-Reihe, das OnePlus-15-Modell, das Honor-Magic-8-Pro sowie aktuelle Oppo- und Vivo-Flaggschiffe.
Geräte, die noch mit Gemini Nano V2 (KI-Modell) arbeiten, fallen raus. Dazu gehören etwa die gesamte Pixel-9-Serie, die Galaxy-S26-Reihe oder teure Foldables wie das Galaxy Z Fold7. Geräte der Mittelklasse sowie Einsteiger-Smartphones werden ohnehin von der Liste gestrichen.
Was genau macht Gemini Intelligence?
Gemini Intelligence ist zweifellos eine der größten Neuerungen der letzten Jahre. Google legt diesen Sommer den Grundstein für ein potenziell fortschrittliches KI-System, das direkt auf dem Smartphone läuft.
- Die Automatisierungen: Gemini soll komplexe Aufgaben, die sich über mehrere Apps erstrecken, automatisiert erledigen. Das Unternehmen führt als Beispiel die Reservierung eines Platzes für Sportkurse oder das Auslesen des Kursplans in Gmail und das Hinzufügen der benötigten Bücher in den Warenkorb an. Am Ende muss nur noch der finale Schritt bestätigt werden.
- Visueller Kontext als Auslöser: Anstatt zwischen Apps zu wechseln und Daten zu kopieren, soll Gemini Inhalte vom Bildschirm oder aus Fotos direkt in Aktionen umsetzen. So lässt sich beispielsweise eine Einkaufsliste aus der Notizen-App an Gemini übergeben. Auf Wunsch erstellt die KI einen Warenkorb mit allen Artikeln.
- Gemini in Chrome: Der Android-Browser unterstützt euch bei Recherchen, dem Erstellen von Zusammenfassungen und dem Vergleichen von Inhalten. Eine Browserfunktion soll alltägliche Web-Aufgaben wie Terminbuchungen oder Parkplatzreservierungen übernehmen.
- Smarteres Autofill: Die Autofill-Funktion ist mit Gemini verbunden und nutzt Daten aus verbundenen Apps. Komplexere Formulare sollen sich auf dem Smartphone mit nur einem Tipp ausfüllen lassen.
- Sprache-zu-Text mit Aufräumfunktion: Ähnlich wie bei Nothing wird die Diktierfunktion über GBoard verbessert. Demnach filtert Rambler Ähs, Wiederholungen und Selbstkorrekturen heraus und erstellt laut Google eine prägnante Nachricht mit der Kernaussage. Auch Sprachwechsel mitten im Satz sollen erkannt werden.
- Widgets: Mithilfe von KI-Prompts sollen eigene Widgets ohne Programmierkenntnisse erstellt werden können. Google nennt als Beispiel ein Wetter-Widget, das lediglich die Windgeschwindigkeit und den Regen anzeigt. Neben den Automatisierungen stellt auch diese Neuerung einen großen Schritt in Richtung KI-System dar.
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Sieht so die Zukunft von Handys aus, die schon da ist? Wie Google euer Handy mit Gemini Intelligence stark umkrempelt
Zu guter Letzt verleiht Google seinem Vorzeige-Feature eine visuelle Identität. Gemini Intelligence soll fokussierter und weniger verspielt wirken.
Die Meinung in der Community ist zwiegespalten
Wie eingangs erwähnt, wird Google Intelligence nur auf topaktuellen Geräten verfügbar sein. Über diese Entscheidung sind einige Besitzer älterer Google- und Samsung-Smartphones sichtbar enttäuscht.
»Als ich mein Pixel 9 kaufte, wurde es massiv als Flaggschiff-Gerät beworben, das explizit für die „Gemini-Ära“ entwickelt und gebaut wurde. Sollte dieser Ausschluss bestehen bleiben und die Pixel-9-Serie bei den Kerninnovationen von Android 17 hinterherhinken, wird dies mein letzter Pixel-Kauf sein.«
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»Nicht, dass mir diese spezielle Funktion wichtig wäre, aber das Verhalten des Unternehmens gegenüber neuen Softwarefunktionen hat mich zu dem Entschluss gebracht, dass mein aktuelles Handy mein letztes Pixel sein wird.«
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Dieser Meinung schließen sich allerdings nicht alle an. Viele stehen den KI-Neuerungen ohnehin skeptisch gegenüber und freuen sich sogar darüber, dass ihr Pixel-Smartphone diese nicht erhalten wird.
»je länger ich mein Pixel 9 behalte, desto länger kann ich Android mit weniger Gemini-KI-Zeug genießen, das ich nicht will.«
Waitin4Godot
Eine kleine Hoffnung bleibt
Wenn ihr ebenfalls enttäuscht seid, dass euer Android-Smartphone nicht von Gemini Intelligence profitieren wird, gibt es noch einen Lichtblick.
Google hat sich bislang nicht dazu geäußert, ob die älteren Geräte dauerhaft ausgeschlossen bleiben, obwohl die Voraussetzungen seitens Google etwas anderes suggerieren.
In der Vergangenheit war es üblich, dass neue Funktionen zuerst auf Flaggschiff-Geräten verfügbar waren und erst zu einem späteren Zeitpunkt auf älteren Geräten.
Neben der Hürde beim KI-Modell nennt Google weitere Voraussetzungen für Gemini Intelligence. Dazu gehören 12 GB RAM, ein qualifizierter Flaggschiff-Chip, mindestens 5 Jahre Systemupdates sowie 6 Jahre Sicherheitsupdates.






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