Nach 14 Tagen mit Ankers neuem Laptop-Dock macht eine integrierte Neuheit für mich den großen Unterschied

Das Anker Nano Dock kombiniert Mobilität und Funktionalität in einem kompakten Gerät.

Das Anker Nano Dock ist eigentlich zwei Geräte in einem. (Quelle: Anker) Das Anker Nano Dock ist eigentlich zwei Geräte in einem. (Quelle: Anker)

Ich persönlich bin ein großer Freund von Dockingstationen. Da ich bereits seit längerem nur noch mobile Rechner verwende, schätze ich die Möglichkeiten, die diese Geräte bieten. Ich benötigte nur ein Kabel, um meinen Rechner mit allen Geräten inklusive Monitor zu verbinden und gleichzeitig auch noch aufzuladen. Mit dem Anker Nano Dock habe ich für 119 Euro eine praktische Dockingstation gefunden, das mich sogar unterwegs begleiten kann.

Ein Dock geht auf Reisen

Wenn ich mein MacBook Air einpacke und in Urlaub fahre, habe ich das Problem, dass der Laptop nur zwei USB-C-Anschlüsse hat. Wenn ich das Gerät im Hotel auflade, bleibt mir letztlich nur noch ein USB-Port übrig. Daheim ist das mit dem Dock kein Problem, unterwegs benötige ich dann für viele Geräte einen USB-Typ-A-Adapter und manchmal auch noch einen externen Cardreader. 

Der kleine Hub lässt sich butterweich wieder in das Dock einschieben. Der kleine Hub lässt sich butterweich wieder in das Dock einschieben.

Oft hatte ich mir in der Vergangenheit gewünscht, ich könnte einfach das ganze Dock mit ins Hotel nehmen. Aber ich habe wenig Lust und noch weniger Platz im Koffer noch ein weiteres Gerät mitzuschleppen. Ideal wäre also eine Art 2in1-Dock, bei dem man häufig genutzt Schnittstellen einfach mitnehmen kann. Ankers Dock ist genau das: Eine große Basisstation, aus der man einen kleinen Hub für unterwegs herausnehmen kann.

Sven Scharpe
Sven Scharpe

Sven ist seit Oktober 2024 Teil der GameStar-Tech Redaktion. Sven ist seit Oktober 2024 Teil der GameStar-Tech-Redaktion. Er hat eine ausgeprägte Schwäche für Laptops und versucht, seinen Arbeitsplatz immer noch ein Stückchen weiter zu optimieren. Eine gute Dockingstation ist für ihn von seinem Arbeitsplatz nicht mehr wegzudenken.

Das Nano Dock im Detail

Das Nano Dock macht seinem Namen alle Ehre, es nimmt auf dem Schreibtisch nur wenig Platz ein und wirkt mit seinem Design angenehm unauffällig. Die folgenden Anschlüsse hat das kleine Gerät zu bieten:

  • Vorderseite
    • SD- und MicroSD Kartenleser
    • 1x USB-A-3.1 Gen1
    • 1x USB-C-3.1 Gen1
    • 1x USB-C-3.1 Gen2
    • 1x 3,5-mm-Audio
  • Rückseite
    • 2x USB-A-2.0
    • 1x DisplayPort
    • 2x HDMI
    • 1x RJ45-Ethernet (1 GBit)
    • 1x USB-C-3.1 Gen2-Upstream
    • 1x Stromanschluss

Mit dem Knopf links, könnt ihr die Beleuchtung an der Front ausschalten. Mit dem Knopf links, könnt ihr die Beleuchtung an der Front ausschalten.

Nur zwei USB-Ports an der Rückseite? Klingt nach wenig, lässt sich aber leicht mit einem USB-Hub erweitern, von daher stellt dieser Punkt zumindest für mich kein größeres Problem dar. Dass es sich dabei nur um langsame USB-2.0-Anschlüsse handelt, stört mich ebenfalls nicht, dort werden eh nur Tastatur, Maus, Drucker und Webcam angeschlossen.

Falls ihr aber häufiger externe Datenträger anschließen möchtet, ist ein anderes Modell mit schnelleren Anschlüssen wohl die bessere Wahl. Wenn ihr mehr Geschwindigkeit wollt, könnt ihr ja mal einen Blick auf meinen Test zum Razer Thunderbolt 5 Dock werfen. 

Der integrierte Mini-Hub macht den Unterschied

Richtig interessant ist beim Anker Nano Dock aber der Schiebeknopf auf der Oberseite. Wenn ihr diesen betätigt, fährt an der Front ein kompaktes Modul mit Cardreader, USB-A und USB-C heraus. 

Das ist ein eigenständiger kleiner Hub, der nicht größer als eine Bankkarte ist. Er verschwindet schnell in der Hosentasche und kann über USB-C mit einem Notebook verbunden werden. Insgesamt bietet das herausnehmbare Modul die folgenden Anschlüsse:

  • SD- und MicroSD Kartenleser
  • 1x USB-A-3.1 Gen1
  • 1x USB-C-3.1 Gen1
  • 1x HDMI
  • 1x USB-C-Ladeanschluss

Und was mir wirklich gut gefällt: Der Hub lässt sich ohne Ruckeln butterweich wieder ins Gehäuse schieben. Da ruckelt und verkantet nichts, das wirkt ausgesprochen hochwertig! Im Lieferumfang enthalten ist auch ein 140-Watt-Netzteil, das neben dem Dock auch euren Laptop mit bis zu 100 Watt über Power-Delivery aufladen kann. 

Während des Betriebs gibt sich das Nano Dock unauffällig. Das meine ich durchaus positiv, denn alles funktioniert so wie es soll. Der Anschluss von zwei Displays klappt ebenfalls einwandfrei. Und ganz wichtig: Das Gerät gibt keine nervigen elektrischen Geräusche von sich, wie das bei vielen billigen Docks durchaus der Fall sein kann.

Speziell der Mini-Hub hat mich im Alltag überzeugt

Eigentlich bedient das Nano Dock von Anker ein Luxusproblem, man könnte sich ja einfach auch so einen kleinen Hub einzeln kaufen. Klar geht das, aber ich schätze sehr, dass ich beim Nano Dock nie vor dem Rausgehen die Wohnung durchwühlen muss, nur um einen kleinen portablen Hub zu finden. Meist findet man das Teil dann immer dann nicht, wenn man es eh gerade eilig hat.

Und wenn ich wieder am Platz bin, stecke ich das Modul wieder ins Dock, so ist immer alles da, wo man es auch erwartet. Tatsächlich behebt das Anker Nano Dock bei mir ein Problem, von dem ich bisher nicht wusste, dass ich es überhaupt habe. Der herausnehmbare Hub ist jetzt keine bahnbrechende Revolution, aber manchmal sind es einfach die kleinen Dinge die den großen Unterschied machen. Ich habe mich jedenfalls ziemlich schnell an das Plus an Komfort gewöhnt und nicht mehr darauf verzichten. 

Wirklich günstig ist das Nano Dock allerdings nicht, mindestens 119 Euro möchte Anker für das kleine Gerät haben. Wirklich günstig ist das nicht, im Internet bekommt man bereits Docks für unter 50 Euro. Dank der cleveren Lösung mit dem herausnehmbaren Mini-Hub, der soliden Verarbeitung und dem stabilen Betrieb, ist es meiner Meinung aber sein Geld wert. Dass das Dock an der Rückseite nur zwei USB-2.0-Schnittstellen hat, solltet ihr beim Kauf aber natürlich berücksichtigen.

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