Kurz nachdem OpenAI verkündet hat, dass es schon bald Werbung in ChatGPT geben wird, hat sich nun auch ein Mitbewerber dazu geäußert. Anthropic verspricht, dass Claude werbefrei bleibt und schießt dabei direkt gegen seine Konkurrenz.
Anthropic nutzt den Super Bowl zum Angriff
In der Nacht von Sonntag auf Montag findet in Kalifornien der 60. Super Bowl statt. Das Sportevent ist nicht zuletzt auch als eine der besten Werbeplattformen überhaupt bekannt. Die KI-Firma Anthropic nutzt diese Aufmerksamkeit, um sich über die Konkurrenz lustig zu machen:
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Super Bowl: Mit diesem Clip schießt Anthropic gegen OpenAI und ChatGPT
In dem kurzen Clip ist ein Mann zu sehen, der offenbar einen Chat-Bot fragt, wie er besser mit seiner Mutter kommunizieren kann. Die KI, die in Form einer Frau dargestellt wird, gibt ihm erst ein paar hilfreiche Tipps. Anschließend verweist sie aber auf eine Dating-App, bei der man ältere Frauen kennenlernen kann.
Am Ende wird dann der Slogan »Werbeanzeigen kommen zu KI. Aber nicht zu Claude« eingeblendet. In einem Blog-Artikel wiederholt Anthropic dieses Versprechen. Gleichzeitig betont das Unternehmen, dass sich Menschen in KI-Chats öffnen sollen, ohne Angst davor haben zu müssen, anschließend mit zu ihren Problemen passenden Werbeanzeigen bombardiert zu werden.
Das Video und der Artikel sind ganz klar eine Reaktion auf die Ankündigung von OpenAI, dass es bald Werbung in ChatGPT geben wird. Übrigens nicht nur im kostenlosen, sondern auch im günstigsten Go-Abo.
Der Clip hat offenbar einen Nerv getroffen und für Aufmerksamkeit gesorgt. Auf X hat sich OpenAI-Chef Sam Altman nämlich mit einem langen Post zu der ganzen Thematik geäußert:
Link zum Twitter-Inhalt
Obwohl die Werbevideos zwar durchaus lustig wären, würden sie auch ein komplett falsches Bild zeichnen. OpenAI würde nie Werbung auf die dort dargestellte Art und Weise in ChatGPT einbauen. Man sei sich bewusst, dass die eigenen Nutzer das nicht möchten.
Den ein oder anderen Seitenhieb auf Anthropic kann sich Altman dabei ebenfalls nicht verkneifen. Alleine in Texas würden mehr Menschen ChatGPT nutzen als Claude in den kompletten USA. Man spreche also ganz grundsätzlich über andere Probleme und Herausforderungen.
Das letzte Wort ist in dieser Diskussion vermutlich noch nicht gesprochen. Immerhin bietet sie aktuell auch für Außenstehende gute Unterhaltung. Wir sind auf jeden Fall schon auf das nächste KI-generierte Statement eines KI-Unternehmens gespannt.
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