Seit über einem Vierteljahrhundert nutze ich eine Funktion der Windows-Taskleiste, die mir das Leben immer sehr viel leichter gemacht hat. Dass ich schon so lange darauf zurückgreife, zeigt euch nicht nur, wie alt ich schon bin, sondern auch, wie extrem hilfreich ich das Feature finde. Es geht dabei um die sogenannten Symbolleisten.
Was sind Symbolleisten?
Symbolleisten sind im Prinzip kleine Startmenüs, die sich jeder ganz nach den eigenen Vorstellungen zusammenbasteln kann. Über einen Rechtsklick auf die Taskleiste und die Schaltflächen »Symbolleisten« → »Neue Symbolleiste…« wählt man einfach das gewünschte Verzeichnis aus, und schon bekommt man ein ausklappbares Menü auf der Taskleiste für den entsprechenden Ordner.
Ich selbst lege mir für meine Symbolleisten immer spezielle Ordner mit Verknüpfungen zu all meinen Programmen und Spielen an.
Vorteile von Symbolleisten
Besonders praktisch sind Symbolleisten aus den folgenden Gründen:
- Flexibilität: Der Inhalt von Symbolleisten ist komplett individualisierbar. Ihr selbst entscheidet, welche Spiele, Programme und Ordner angezeigt werden sollen.
- Schnelle Navigation: Da Symbolleisten auf der Taskleiste sitzen, könnt ihr jederzeit schnell darauf zugreifen. So spart ihr euch nerviges Navigieren im File-Explorer oder den Wechsel zur Desktop-Ansicht.
- Übersichtlichkeit: Ihr habt alle wichtigen Inhalte übersichtlich an einem Ort versammelt. Euer Desktop bleibt aufgeräumt.
Wenn Symbolleisten also so genial sind, wo liegt dann das Problem?
Windows 11 schafft Symbolleisten ab
Wie ich nach meinem Wechsel von Windows 10 auf Windows 11 an meinem Desktop-Rechner mit Erschrecken feststellen musste, hat Microsoft die Taskleiste ziemlich eingedampft. Viele Funktionen wurden einfach ersatzlos gestrichen. Dazu gehören auch die Symbolleisten.
Zuerst habe ich noch versucht, mich damit zu arrangieren. Aber schon nach zwei Stunden war mir klar: Ich brauche dringend eine Alternative. Also machte ich mich im Internet auf die Suche. Und tatsächlich habe ich eine kostenlose App gefunden, die das praktische individuelle Startmenü zurückbringt.
Die Rettung heißt: SystemTrayMenu
Man findet bei gründlicher Suche gleich mehrere Tools, die Symbolleisten wieder verfügbar machen. Mit Explorer Patcher etwa lässt sich die alte Taskleiste aus Windows 10 mit all ihren Funktionen komplett wiederherstellen. Dafür müsst ihr aber auch auf alle Neuerungen verzichten, die die Taskleiste in Windows 11 mitbringt. Außerdem greift das Programm recht tief ins System ein.
Ich habe mich persönlich deshalb für SystemTrayMenu entschieden. Denn anstatt grundlegende Änderungen am System vorzunehmen, liefert die App »nur« ein zusätzliches Anzeigeelement. So bleibt die neue Taskleiste in Windows 11 komplett erhalten und man bekommt trotzdem die praktischen Symbolleisten zurück.
- Einfache Einrichtung
- Lässt sich über den Datei-Explorer bearbeiten
- Integrierte Suchfunktion
- Keine Installation notwendig
- Viele Einstellungsmöglichkeiten
- Kein Eingriff ins Betriebssystem
- Unterstützt Touch
- Etwas andere Optik als original Symbolleisten
- Nur eine Symbolleiste anlegbar
- Mit 71 MB bzw. 185 MB nicht wirklich klein
- Letztes Update schon ca. 1 Jahr alt
So verwendet ihr SystemTrayMenu
Download: Ihr könnt die aktuelle Version des Programms entweder direkt von der GitHub-Seite des Projekts oder aus dem Microsoft Store herunterladen. Die GitHub-Variante hat den Vorteil, dass sie deutlich kleiner und mobil ist. Das heißt, ihr könnt sie nach dem Entpacken auch ohne Installation direkt verwenden. Holt ihr euch das Tool aus dem Microsoft Store, werdet ihr allerdings mit automatischen Updates versorgt.
Einrichtung: SystemTrayMenu ist ein recht simples Programm. Die Einrichtung geht kinderleicht. Trotzdem ist die App flexibel.
Nach dem ersten Start müsst ihr ein Verzeichnis auswählen, das als Symbolleiste angezeigt werden soll. Natürlich könnt ihr hier bereits vorhandene Ordner wählen, wenn ihr etwa über das Tool nur auf eure Dokumente oder euren Desktop zugreifen wollt.
Ich empfehle euch allerdings, einen speziellen Ordner mit Verknüpfungen zu all euren Programmen und Spielen etc. anzulegen. Nur so nutzt ihr wirklich das wahre Potenzial der Symbolleiste aus.
Anpassung: In den Einstellungen habt ihr jede Menge zusätzliche Optionen zur Auswahl. Hier könnt ihr etwa die Größe der Leiste, ihre Position oder die Sortierung der Elemente ganz nach euren Wünschen anpassen.
Als letzten Schritt müsst ihr dann nur noch das Icon der App (der nach rechts zeigende Doppelpfeil) aus dem System Tray per Drag-and-drop auf die Taskleiste ziehen. Schon könnt ihr mit einem Klick von überall auf eure Dateien, Programme und Spiele zugreifen.
SystemTrayMenu bringt die originalen Windows-Symbolleisten nicht ganz eins zu eins zurück. Besonders die Möglichkeit, mehrere Leisten anzulegen und mir die Namen anzeigen zu lassen, fehlt mir ein wenig.
Allerdings bietet die App meiner Meinung nach die beste Möglichkeit, um Symbolleisten schnell und unkompliziert unter Windows 11 zurückzuholen, ohne gleich die ganze Taskleiste auszutauschen oder tief ins Betriebssystem einzugreifen. Mich macht diese Lösung auf jeden Fall glücklich.
Selbst, wenn ihr Symbolleisten vorher noch nie genutzt habt, bin ich mir sicher, dass SystemTrayMenu für viele von euch ein echter Gewinn sein wird. Und wer weiß: Vielleicht könnt ihr dann bald auch nicht mehr ohne diese praktische und individualisierbare Alternative für das Startmenü leben.
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