Apple AirPods Pro 3 im Test: Das beste Noise Cancelling bei In-Ears, das ich je in den Ohren hatte – und hervorragend klingen tun die Kopfhörer auch

Im Pflichtteil räumen die neuen In-Ear-Kopfhörer bei mir Bestnoten ab.

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Die Verbesserungen der neuesten Iteration der AirPods sind überschaubar, aber allesamt willkommen. Doch was tut sich bei Klang und Noise Cancelling?

Apple AirPods Pro 3: Klang und Noise Cancelling

Fangen wir mit dem Noise Cancelling an. Aktives Noise Cancelling lebt davon, dass Mikrofone einen Antischall erzeugen, der die Umgebungsgeräusche bestmöglich neutralisiert.

Ohne Mikrofone kein ANC. (Bild: Teufel) Ohne Mikrofone kein ANC. (Bild: Teufel)

Over-Ear-Kopfhörer haben den Vorteil, dass sie durch ihren Sitz Lärm von außen bereits dämmen. Das können In-Ears nur bedingt durch Verschließen der Ohrkanäle.

Apple hat es aber trotzdem geschafft, das ohnehin schon gute Noise Cancelling der Pro 2 noch mal deutlich zu verbessern.

  • Bei moderat hoher Lautstärke habe ich von einem laufenden Staubsauger neben mir nichts gehört.
  • Anschläge auf meinem mechanischen Keyboard wurden fast komplett herausgefiltert.

Das liegt vor allem an zwei Dingen: Der Software, die Lärm schlichtweg besser neutralisiert, und dem bereits angesprochenen bisschen Schaumstoff.

Ich kann reinen Gewissens behaupten: Bessere ANC-In-Ears hatte ich noch nicht in den Löffeln. Der Härtetest folgt am kommenden Wochenende, wenn ich mit dem Flieger in den Urlaub reise.

In Sachen Klang schrieb ich schon beim Vorgänger: »Die AirPods Pro 2 klingen unverschämt gut!«. 

Im Falle der Pro 3 müsste ich jetzt sagen: Die AirPods klingen unverschämt besser.

Am auffälligsten ist, dass die Klangbühne erweitert wurde. Der Sound ist offener und geräumiger, wodurch Songs luftig klingen. Gerade bei Live-Aufnahmen wie von Stevie Ray Vaughan kommt das wunderbar zum Vorschein.

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Die Klarheit wirkt sich ebenfalls positiv auf den Raumklang aus. Dazu braucht ihr allerdings entsprechend abgemischte Inhalte, die ihr bei Apple Music oder Netflix findet.

Die Mitten sind erstaunlich differenziert, wodurch nichts versumpft. Modern Crusaders von Enigma bleibt stets luftig – auch bei den Chören –, obwohl sich vieles im mittleren Bereich abspielt. Der Bass hat Punch, die Höhen klirren nicht. So muss das sein.

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Wenn ihr auf In-Ears mit hoher Klangqualität spekuliert, dann macht ihr mit den AirPods Pro 3 nichts falsch.

Wissenswertes zum Test
So habe ich getestet

Ich hatte vier Tage Zeit, die Apple AirPods Pro 3 probezuhören und auszuprobieren.

Spezifikationen
  • Bauweise: In-Ear
  • Gewicht: 5,55 g pro In-Ears, 44 g (Case)
  • Bluetooth: 5.3
  • Akkulaufzeit (ANC an): Bis zu 8 Stunden
  • Akkulaufzeit (ANC aus): Bis zu 10 Stunden
  • Akkulaufzeit mit Case: bis zu 24 Stunden
  • Features: Herzschlagsensor, Kalorientracking, Spatial Audio, IP57
Preis und Verfügbarkeit

Die Apple AirPods Pro 3 sind bereits erhältlich und kosten 249 Euro.

Die Apple AirPods Pro 3 sind für euch, wenn …

  • … ihr von älteren AirPods wie den Pro 1 upgraden wollt.
  • … ihr das beste ANC bei In-Ears sucht.
  • … ihr herausragend gut klingenden Bluetooth-In-Ears sucht.

Mögliche Alternativen zu den Apple AirPods Pro 3:

  • Apple AirPods Pro 2: Auf der Straße bekommt ihr den Vorgänger für rund 200 Euro. Ich habe die In-Ears mit 4,5 von 5 Sternen bewertet. Wenn ihr euch mit etwas schlechterem Sound und ANC zufrieden gebt und auf die Tracking-Funktionen verzichten könnt, ist das ein guter Deal.
  • Sony WF-1000XM5: Wenn ihr auf die Marke Apple verzichten wollt, nicht aber auf starken Sound und ANC, schaut euch gerne bei Sony um. Linh hat die In-Ears mit 4,5 von 5 Sternen bewertet. Zum Straßenpreis bekommt ihr die Knöpfe für rund 200 Euro.
  • Cambridge Audio Melomania M100: Die Knöpfe sind vor allem für ihr starkes ANC bekannt. Wenn ihr viel Wert auf Noise Cancelling legt und Klang eine untergeordnete Rolle spielt, liegt ihr bei den In-Ears für rund 100 Euro nicht falsch.

Ich habe bei den Apple AirPods Pro 3 keine Revolution erwartet. Da ist bei einem Produkt wie In-Ears generell nicht viel Spielraum. Als ich die Vorstellung in der Keynote gesehen habe, war ich zunächst skeptisch, da vor allem Funktionen wie die Live-Übersetzung und das Tracking hervorgehoben wurden.

Trotzdem wurde ich positiv überrascht. Am aktiven Noise Cancelling, den Tips und auch am Klar hat Apple merklich die richtigen Stellschrauben gedreht. Das macht die In-Ears für 250 Euro zu einem No-Brainer für Leute, die Wert auf Klang und ANC legen – selbst, wenn man sonst nicht bei Apple zuhause ist.

Für das rundum gelungene Produkt und eine neu gesetzte ANC-Messlatte erhält Apple von uns einen Herausragend-Award.

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