Vor fast 20 Jahren brachte Apple den Stein ins Rollen – 9 kuriose Fakten zum iPhone, die ihr noch nicht kennt

Das iPhone 2G war etwa nicht das erste Handy, an dem Apple mitgewirkt hat.

Das iPhone ist bald 20 Jahre alt. Innerhalb dieser Zeit kursieren im Netzt eine Menge interessanter Geschichten rund um das Apple-Smartphone. (Bild: Apple, Motorola) Das iPhone ist bald 20 Jahre alt. Innerhalb dieser Zeit kursieren im Netzt eine Menge interessanter Geschichten rund um das Apple-Smartphone. (Bild: Apple, Motorola)

»Heute stellen wir Ihnen drei revolutionäre Produkte vor. Das erste ist ein Breitbild-iPod mit Touchscreen. Das zweite ist ein revolutionäres Mobiltelefon und das dritte ein neues, bahnbrechendes Internet-Kommunikationsgerät.«

Mit diesen Worten bezog sich Steve Jobs im Jahr 2007 nicht auf drei, sondern auf ein einziges Gerät, wie er in einem Nachsatz verdeutlichte: das iPhone.

Am 1. April 2026 blickt Apple auf 50 Jahre zurück. Wir nehmen dies zum Anlass, um über ein paar kuriose Fakten zum Kult-Smartphone zu schreiben.

1. Das iPhone war nicht Apples erstes Handy

Zumindest nicht das erste, bei dem der Tech-Riese mitgewirkt hatte. Zwei Jahre vor dem großen Release des iPhone 2Gs stimmte Steve Jobs einer Kooperation mit Motorola zu. Das Motorola Rokr bediente sich Apples iTunes-Software.

Apple nahm die Herstellung eines Smartphones nach dem Flop mit dem Rokr selbst in die Hand. (Bild: Motorola) Apple nahm die Herstellung eines Smartphones nach dem Flop mit dem Rokr selbst in die Hand. (Bild: Motorola)

Dementsprechend stellte der damalige CEO das Handy als gleichnamiges »iTunes Phone« vor. Das Ziel: Motorolas Kult-Handy Razr sollte um die Funktionen eines iPods ergänzt werden.

Der Erfolg ließ jedoch zu wünschen übrig: Eine schwache Software und technische Limitierungen, wie die maximale Anzahl von 100 Liedern, führten zu einem Flop. Apple nahm die Entwicklung von Hardware und Software schließlich selbst in die Hand. Den Rest der Geschichte kennen wir (via Macrumors).

2. Das Fight Club-Prinzip

Die Arbeiten am ersten iPhone begannen in Cupertino unter dem Projektnamen »Purple«. An den Laboren hing ein Schild mit der Aufschrift: »Fight Club«.

Die erste Regel des Purple Projects lautete demnach: Man spricht nicht über Project Purple außerhalb verschlossener Türen (via Business Insider).

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3. Die goldene Route

Die legendäre Keynote im Jahr 2007 war technisch gesehen ein riskantes Unterfangen. Die Software des iPhones war zu diesem Zeitpunkt nämlich noch sehr instabil.

Steve Jobs musste eine exakte Abfolge von Aktionen einhalten. Zunächst konnte er eine E-Mail senden und anschließend den Browser öffnen. Umgekehrt führte dies oftmals zum Absturz. Zudem brach die WLAN-Verbindung im Hintergrund ständig ab. Die Anzeige auf der Bühne war daher manipuliert, wie 9to5mac berichtete.

4. Kein App Store zum Launch

Das erste iPhone hatte anfangs keinen App Store. Dementsprechend gab es keine Apps von Drittanbietern zum Herunterladen. Dennoch bot das iPhone für die damaligen Verhältnisse eine beachtliche Anzahl an Anwendungen.

Die vier Apps im Dock galten als die wichtigsten: Telefon, E-Mail, Safari und iPod. Letztere war damals noch für Musik und Videos konzipiert.

Neben diesen vier Haupt-Apps gab es Apps für Textnachrichten, Kalender, Fotos, die 2-Megapixel-Kamera, YouTube, Aktien, Google Maps, das Wetter, die Uhr, den Rechner, die Notizen und die Einstellungen.

Auf dem Smartphone gab es keine Spiele. Ursprünglich wollte Steve Jobs, dass es keine nativen Apps von Drittanbietern gibt, was auf Kritik seitens der Entwickler stieß. 2008 folgte dementsprechend der eigene App Store.

5. iPhone ohne Plastikdisplay

Das erste iPhone hatte bereits ein Display aus Glas, sein Prototyp allerdings nicht. Erst als Steve Jobs feststellte, wie schnell das Plastikdisplay zerkratzte, forderte er seine Mitarbeiter auf, ein Glasdisplay zu entwickeln.

» […] wenn es im Juni versendet wird, muss es aus Glas sein. Ich weiß nicht, wie wir das hinbekommen sollen, aber wenn es im Juni versendet wird, muss es aus Glas sein.«

So kam Corning ins Spiel. Apple kontaktierte das Unternehmen, das binnen sechs Wochen seine gesamte Produktion umstellte. So wurde das erste Gorilla Glass für das iPhone entwickelt.

6. Warum alle iPhone-Fotos dieselbe Uhrzeit zeigen

Selbst heute zeigt die Uhrzeit bei Pressefotos 9:41 Uhr an. (Bild: Apple) Selbst heute zeigt die Uhrzeit bei Pressefotos 9:41 Uhr an. (Bild: Apple)

9:41 Uhr. In Pressefotos und Werbespots ist auf den iPhones diese Uhrzeit eingestellt. Das ist kein Zufall.

Die Keynotes von Apple sind so getaktet, dass eine große Enthüllung etwa 40 Minuten nach Beginn der Vorstellung folgt. Steve Jobs wollte, dass die angezeigte Zeit auf dem Bildschirm der tatsächlichen Uhrzeit der Zuschauerinnen und Zuschauer möglichst nahekommt.

Bis heute ziert die Uhrzeit 9:41 Uhr das Display auf diversen Pressebildern.

7. Siri

Siri wurde erstmals 2011 mit dem iPhone 4S eingeführt. (Bild: Apple) Siri wurde erstmals 2011 mit dem iPhone 4S eingeführt. (Bild: Apple)

Mit dem iPhone 4S im Jahr 2011 kam Siri auf den Markt. Dabei handelte es sich nicht um eine eigene Entwicklung von Apple.

Apple hatte Siri Inc. im April 2010 übernommen, um die App samt Technologie zu erwerben. Ursprünglich sollte sie für Android und Blackberry veröffentlicht werden.

Die Kosten der Übernahme lagen schätzungsweise bei über 200 Millionen US-Dollar. Stolze 15 Jahre später steht Apple mit Siri vor großen Herausforderungen, denn die Sprachassistentin kann mit der Konkurrenz in Form von Gemini schlicht nicht mithalten.

Im Rahmen von iOS 27 wird für 2026 ein längst überfälliges Redesign herbeigesehnt: Siri 2.0 könnte das iPhone wirklich verbessern, solange Apple einen anderen Weg als die Konkurrenz einschlägt

8 »Keine Chance« für das iPhone

In der Vergangenheit – insbesondere in der Technikwelt – gab es eine ganze Reihe prominenter Fehleinschätzungen. Steve Ballmer, der damalige CEO von Microsoft, sagte Folgendes zum iPhone:

»Das iPhone hat keine Chance, jemals einen nennenswerten Marktanteil zu gewinnen. Keine Chance.«

Seiner Meinung nach war der Preis für das Apple-Handy zu hoch angesetzt und ohne physische Tastatur sei es für Geschäftsleute »unbrauchbar«.

Eine ähnliche Meinung vertrat der damalige CO-CEO von Blackberry, Jim Balsillie.

»Apple ist im Grunde ein weiterer Anbieter in einem bereits hart umkämpften Markt mit einer großen Auswahl für die Verbraucher.«

Beide Geschäftsführer sollten sich gewaltig irren. Über den Aufstieg und Fall von Blackberry wurde schließlich ein Film gedreht.

9. Das meistverkaufte iPhone aller Zeiten

Das iPhone 6 brachte einige Änderungen mit sich. So hatte der Homescreen Platz für eine sechste Reihe Apps und der Home-Button zeigte kein Viereck mehr. Zudem ragte die Rückkamera aus dem Gehäuse hervor. (Bild: Apple) Das iPhone 6 brachte einige Änderungen mit sich. So hatte der Homescreen Platz für eine sechste Reihe Apps und der Home-Button zeigte kein Viereck mehr. Zudem ragte die Rückkamera aus dem Gehäuse hervor. (Bild: Apple)

Das iPhone 6 und das iPhone 6 Plus wurden über 222 Millionen Mal verkauft. Die Einführung von Displays mit 4,7 und 5,5 Zoll sorgte für Aufsehen. Außerdem bot Apple eine verbesserte Kamera und Performance.

Trotz des Bendgate-Skandals waren die Modelle extrem beliebt. Zum Vergleich: Von der iPhone-7-Serie verkaufte Apple 50 Millionen Einheiten weniger.

Dennoch ist das iPhone 6 (Plus) nicht das meistgekaufte Handy aller Zeiten. Apples Smartphone schafft es lediglich auf Platz 3, während das Nokia 1100 Platz 1 und das Nokia 1110 Platz 2 belegt. Damit sicherte sich das finnische Unternehmen einen Eintrag ins Guinness-Buch der Rekorde.

Das Smartphone hat eine spektakuläre Entwicklungsgeschichte hingelegt – und das iPhone war maßgeblich daran beteiligt. Es etablierte Apple als neuen Marktteilnehmer und verdrängte Platzhirsche wie Nokia und Blackberry. Heute sind Smartphones hochentwickelt und die Verbesserungen pro Jahr lassen zu wünschen übrig.

Das nächste große Ding ist wohl KI, auf das viele Hersteller wie Google, Samsung und Co. setzen.

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