Siri 2.0 könnte das iPhone wirklich verbessern, solange Apple einen anderen Weg als die Konkurrenz einschlägt

Apples neue Siri könnte ein Erfolg werden. Dafür muss sich der iPhone-Hersteller auf das Wesentliche konzentrieren.

Auch das iPhone 17 Pro verfügt über einige KI-Features. Mit an Bord ist ein Objekt-Radierer für Fotos, der jedoch nur selten gut funktioniert. (Bildmaterial: Apple) Auch das iPhone 17 Pro verfügt über einige KI-Features. Mit an Bord ist ein Objekt-Radierer für Fotos, der jedoch nur selten gut funktioniert. (Bildmaterial: Apple)

KI-Funktionen in Smartphones erinnern mich an die Zeit, als immer höhere Megapixel-Zahlen in Handykameras die Spec-Tabellen dominierten.

Hauptsache viel, ohne zu erwähnen, wozu das wirklich gut ist.

Nicht einmal eine Handvoll der überall angepriesenen »KI«-Funktionen halte ich für praktisch – geschweige denn sinnvoll. Apple muss mit Siri 2.0 in meinen Augen einen fast schon »drastischen« Weg einschlagen, damit der Hersteller einen Nerv treffen kann.

Patrick Schneider
Patrick Schneider

Unser Autor nutzt sein Smartphone für viele Dinge: To-Do's, Navigation, Musik, Sprachenlernen und vor allem für Fotos und Videos. Was aktuell so gut wie gar keine Verwendung bei ihm findet: KI-Funktionen. Dabei hat er schon einige davon ausprobiert – und dann enttäuscht wieder die Finger davon gelassen. Er wartet noch immer auf die eine große Funktion – und ausgerechnet Siri könnte ihn in Zukunft überzeugen.

KI: Die Masse macht's nicht besser

Die Hersteller haben ihr großes Versprechen von der KI im Smartphone-Bereich bisher nicht eingelöst. Künstliche Intelligenz macht mein Gerät nicht spürbar schlauer, meinen Alltag nicht bequemer und auch nichts anderes unkomplizierter.

Im Gegenteil: Die Hersteller haben es übertrieben. Die schiere Anzahl der vermeintlich hilfreichen Funktionen bläht das System unnötig auf. Die Folge: Keiner spricht mehr über sie, die Features gehen in der Masse unter.

Apple sollte daraus gleich doppelt seine Lehren ziehen.

  • Mit einer Masse an (fehlerhaften) Funktionen ist niemandem geholfen.
  • Qualität überzeugt noch immer.

Anstatt sich bei Siri gleich mehreren Feature-Baustellen zu widmen, hoffe ich, dass der Hersteller den Spaten an der richtigen Stelle ansetzt. Eine einzige praktische und durchdachte Funktion zum Start von Siri 2.0 könnte der Sprachassistentin in meinen Augen einen ersten großen Erfolg einbringen.

Video starten 6:51 7 Mac-Tipps für Einsteiger, die ich gerne früher gewusst hätte!

Siri 2.0 als ultimative Assistentin

Siri nimmt mir bereits jetzt einige kleine Aufgaben ab. Sie stellt den Timer und den Wecker, trägt Erinnerungen und Termine ein. Manchmal verschickt sie auch eine kurze Nachricht über WhatsApp für mich.

Das ist zwar nichts Bahnbrechendes, aber ich nutze ihre Fähigkeiten im Alltag sehr gerne aus Bequemlichkeit. Und weil's tatsächlich gut funktioniert!

Wenn Apple diese Funktion um komplexere Aufgaben erweitert, werde ich Siri noch häufiger nutzen. Sprachbefehle könnten dabei wie folgt aussehen:

  • »Drucke für mich das Dokument aus dem Speicherort 'Desktop' mit dem Namen 'Lieferschein' aus. Wähle den Standard-Drucker aus«
  • »Erstelle eine Automation, dass meine Partnerin immer dann per iMessage informiert wird, wenn ich Zuhause angekommen bin.«
  • »Deaktiviere in den Einstellungen die Ortungsdienste aller Apps, außer Apple Health«
  • »Bearbeite das Foto, indem du nur die Helligkeit um 15 Prozent erhöhst und speichere es anschließend in die Sammlung 'Favoriten'«.
  • »Siri, trag das vorgeschlagene Treffen dieser Nachricht im Kalender ein und erinnere mich eine Stunde vorher.«
  • »Verschiebe alle meine Termine am Montagnachmittag um eine Stunde und schreibe meiner Mutter per WhatsApp, dass ich doch pünktlich bei ihr bin.«

Die Möglichkeiten wären vielfältig und der Nutzen sicher von Person zu Person unterschiedlich.

Der entscheidende Punkt ist: Wenn eine derart hilfreiche Unterstützung erst einmal reibungslos greift, entsteht mit der Zeit das subtile Gefühl, diesen Komfort nie wieder hergeben zu wollen. Also das exakte Gegenteil von sehr vielen aktuellen KI-Features.

Dass es so kommen kann, ist keineswegs unwahrscheinlich: Bereits für iOS 18 plante Apple seiner Siri ebendiese Macht zu verleihen – und scheiterte. Der zweite Versuch mit Google an der Seite könnte endlich Früchte tragen.

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Siri 2.0: Alles weitere kann folgen

Meiner Meinung nach reicht es zunächst, wenn Apple eine einzige sinnvolle Funktion aus Siri herauskitzelt. Alles Weitere kann und sollte mit zukünftigen Updates folgen.

Immerhin gibt es dann auch einen Grund, sich auf diese Updates mit potenziell weiteren praktischen Verbesserungen zu freuen.

Aktuell sehe ich dem Treiben jedoch noch skeptisch entgegen, selbst mit Gemini an Bord. Hersteller-übergreifend haben mich die letzten zwei Jahre jedenfalls enttäuscht zurückgelassen.

Wie neueste Leaks andeuten, lässt uns Apple aber bereits in wenigen Wochen frischen Wind schnuppern.

Wohl iOS 26.4 wird Siri 2.0 auf kompatiblen iPhones landen. Welche das neben der iPhone-17-Series sind, erfahrt ihr hier:

Apple Intelligence: Welche iPhones, iPads und Macs erhalten die zahlreichen Features?

Die Beta-Version von iOS 26.4 wird Neugierigen voraussichtlich einen Vorgeschmack auf die überarbeitete Siri geben.

Was sagt ihr zu Siri 2.0? Ist der Drops schon gelutscht, oder habt ihr – so wie ich – noch einen kleinen Schimmer Hoffnung? Welche Verbesserung sollte Apple eurer Meinung nach dringend integrieren? Schreibt es gerne unten in die Kommentare!

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